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Di., 08.11.2016

Trainer René Müller nennt 24-Jährigen einen »absoluten Vorzeigeprofi« Dauerreservist Ruck darf spielen

Florian Ruck feierte ein starkes Comeback.

Florian Ruck feierte ein starkes Comeback. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn (WB/MR). Sein Trainer René Müller nennt ihn einen »absoluten Vorzeigeprofi« und begründet sein Urteil über den Dauerreservisten Florian Ruck so: »Rucki tut alles dafür, um im Moment fit und da zu sein.« Am Samstag bestätigte der 24-Jährige dieses erstklassige Zeugnis.

Erst eine einzige Minute stand Florian Ruck in dieser Saison auf dem Drittliga-Rasen. Das war beim 2:1-Auswärtssieg gegen den SV Wehen-Wiesbaden. Im Heimspiel gegen VfR Aalen (0:0) war alles anders. Am Freitagabend, als der Außenbandanriss beim Kapitän diagnostiziert war und für Müller feststand, dass Tim Sebastian zum ersten Mal nicht auflaufen kann, rief der Coach seinen Schützling an. »Es ist natürlich ein super Gefühl, wenn man weiß, dass man spielen darf. Es hat auch riesig Spaß gemacht. Aber mir tut es trotzdem für Tim leid. Wenn man für einen verletzten Spieler reinkommt, ist das auch immer irgendwie sehr schade.«

Schön zu sehen war allerdings, wie Reservist Ruck in der neuen Rolle glänzte und die Lücke schloss. Er präsentierte sich zweikampfstark und hatte seine beste Szene kurz vor der Pause. Da rettete Ruck vor dem einschussbereiten Gerrit Wegkamp und verhinderte das 0:1. Er zeigte aber auch Qualitäten im Spielaufbau und so sparte auch Müller später nicht mit Lob: »Florian hat das sehr ordentlich gemacht.« Ruck strahlte nach dem Schlusspfiff sogar wie ein Sieger: »Ich bin zufrieden, hoffe, dass ich weitere Chancen bekomme und werde versuchen, mich ins Team reinzukämpfen.« Das dürfte zunächst kein Problem sein. Sebastian wird mindestens vier Wochen pausieren müssen.

Florian Ruck und der SC Paderborn – das passte bislang allerdings noch gar nicht. Im Sommer 2015 kam der Linksfuß als Kapitän der U23 von der TSG Hoffenheim und ging direkt bei seiner Paderborner Premiere mit 0:6 gegen Sandhausen unter. Danach durfte er dann noch mal 90 Minuten bei der 0:1-Niederlage in Kaiserslautern spielen – danach nie wieder. Weder Markus Gellhaus noch dessen Nachfolger Stefan Effenberg oder René Müller gaben dem Innenverteidiger eine weitere Chance. »Eine schwierige Zeit«, sagt Ruck, der sich dennoch entschloss, seinen Vertrag nach dem Abstieg bis 2018 zu verlängern. »Er hatte gerade in der jüngeren Vergangenheit eine gute Entwicklung bei uns genommen«, urteilte sein Trainer damals. Am Samstag wurde Müllers Meinung bestätigt.

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