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Sa., 03.12.2016

SCP verliert 0:3 gegen Zwickau Die nächste abstiegsreife Leistung

Zweikampf in Zwickau: Paderborns Florian Ruck gegen Zwickaus Ronny König.

Zweikampf in Zwickau: Paderborns Florian Ruck gegen Zwickaus Ronny König. Foto: Oliver Schwabe

Von Elmar Neumann

Zwickau (WB). Den neuen Cheftrainer und den neuen Sportdirektor, die der SC Paderborn 07 in der kommenden Woche präsentieren will, erwartet beängstigend viel Arbeit. Bei der 0:3 (0:1)-Niederlage im Kellerduell gegen den Tabellenvorletzten FSV Zwickau lieferte der Zweitliga-Absteiger am Samstag in Sachsen die nächste abstiegsreife Vorstellung ab und war selbst mit diesem Ergebnis noch bestens bedient. 

Im Vergleich zum 1:1 gegen den SC Fortuna Köln nahm Interimscoach Florian Fulland drei Änderungen in der Startelf vor. Für den kranken Stammkeeper Lukas Kruse gab Till Brinkmann seinen Einstand zwischen den Drittliga-Pfosten. Zudem durfte Niko Dobros erstmals von Beginn an ran und statt Koen van der Biezen war Zlatko Dedic die einzige Paderborner Spitze beim Anpfiff. Ein positiver Effekt der Umstellungen war allerdings nicht zu erkennen. Ganz im Gegenteil.

Die Gastgeber hatten das Geschehen von Beginn an im Griff und gingen nach nur sieben Minuten durch einen Treffer von Ronny König in Führung. Gegen den Torschützen und dessen Sturmpartner Jonas Nietfeld fand die Verteidigung des SCP auch in der Folgezeit kaum ein Mittel. Allein Nietfeld traf noch vor der Pause jeweils ein Mal den Pfosten (18.) und die Latte (38.). In beiden Fällen wäre Brinkmann machtlos gewesen. Einen weiteren Gegentreffer kassierten die Paderborner, die lediglich ein Abseitstor von Dedic (34.) zu bieten hatten, vor dem Seitenwechsel nicht, dafür aber eine Rote Karte. Dobros leistete sich im Mittelfeld einen unangemessen harten Einsatz gegen Patrick Wolf und wurde von Schiedsrichter Felix-Benjamin Schwermer aus Magdeburg des Feldes verwiesen.

Nach Wiederbeginn ließ das zweite Tor der nun auch numerisch überlegenen Gastgeber nicht mehr lange auf sich warten. In Minute 53 sorgte Mike Könnecke für das 2:0 und die - unter diesen eindeutigen Umständen - vorzeitige Entscheidung. Nietfeld war es schließlich, der zum Endstand einschoss (73.).

Nach dem 0:3 gegen Jahn Regensburg und dem 0:6 gegen die Sportfreunde Lotte musste sich der ehemalige Erstligist damit auch dem dritten Drittliga-Aufsteiger klar geschlagen geben. Und die Aussichten werden nicht rosiger: Am nächsten Samstag, 10. Dezember (14 Uhr), wartet zum Einstand des neuen Cheftrainers das Gastspiel beim zuletzt viermal in Folge siegreichen SC Preußen Münster.

"Zwickau hat uns heute über 90 Minuten gezeigt, wie Abstiegskampf geht. Unser Gegner hat ganz, ganz viel richtig gemacht. Wir leider nicht", sagte Fulland nach seinem zweiten und letzten Auftritt als Cheftrainer des SCP, während Präsident Martin Hornberger wortlos den Heimweg antrat.

FSV: Brinkies - Patrick Göbel, Wolf, Paul, Miatke - Könnecke (86. Lange), Frick, Christoph Göbel (82. Schröter), Bär - Nietfeld, König (79. Zimmermann)

SCP: Brinkmann - Itter (74. Strohdiek), Ruck, Schonlau, Bertels - Krauße, Piossek - Vucinovic, Medjedovic (46. Michel), Dobros - Dedic

Zuschauer: 3301

Tore: 1:0 König (7.), 2:0 Könnecke (53.), 3:0 Nietfeld (73.)

Gelbe Karten: Paul / Ruck, Vucinovic, Itter

Rote Karte: Dobros (43./Grobes Foulspiel)

Kommentare

SCP-hoffnungsloser

Diese Mannschaft nimmt die Verantwortlichen desSCP in keiner Weise ernst.In keinem Heimspiel
war unbedingter Siegeswillen erkennbar,von der fußballerischen Leistung ganz zu schweigen.Warum soll
ich als Spieler mehr tun als nötig wenn am Monatsende das Geld kommt, und der Trainer jede Woche die
hervorragenden Trainingsleistungen lobt.In der ersten Länderspielpause mußte schon ein Wechsel auf der
Trainerposition erfolgen da eine Leistungsentwicklung der Mannschaft nicht zu sehen war.In der Winterpause
müssen S

Als Gellhaus entlassen wurde, waren wir 15ter der 2. Bundesliga.
Als Effenberg entlassen wurde, waren wir 17ter der 2. Bundesliga.
Als Müller entlassen wurde, waren wir 17ter der 3. Liga.
nach dem Ende von Fulland sind wir 18ter der 3. Liga.
Also ich finde, Trainerwechsel lohnen sich.
Aber wenn der Neue es schafft, uns auf Platz 15 zu hieven, kommen die Schlauberger und sagen: "Siehst Du? Der Trainerwechsel war richtig!"

akute Abstiegsgefahr

Es ist immer schwierig bei einem Abstieg eine neue Mannschaft aufzubauen . Man muss sich in der neuen Liga
nicht als starker Absteiger fühlen ,sondern als gefühlter Aufsteiger ,der sich der neuen Liga anpassen muss.
In der 2 . Liga hat man die Situotion schon falsch eingeschätzt . In der falsch eingeschätzten Situation wurden noch 4 gewisse Leistungsträger vom Präsidenten ,, Finke '' entlassen . Als Ergebnis kam ein Abstieg als Tabelletzter heraus.
In die 3 Liga ging man ohne sportliche Leitung . Die Mannschaft wurde unpassend zusammengestellt .
Keiner im Verein bemerkte den negativen Trend .
Jetzt spricht der neue Präsident bei der Trainerfindung , von eine Perspektive 2 . Liga !!

Das beste Beispiel sieht man in Münstet . Man holte einen erfahrenen Trainer und die Mannschaft ist wieder in der Spur .
In der Wintertransferperiode muss im Tor ( ist schon seit 3 Jaren überfällig ) ,in der Hintermannschaft und ein richtiger Stürmer ,gehandelt werden .
Nur mit Sparsamkeit ist der 3 .Abstieg in Folge , nicht zu verhindern.
In Ulm und Cottbus drehte sich die negative Spirale genauso .

Ich wünsche mit sofortiger Einsicht ,viel Glück und Erfolg .



Ich finde, wir sollten noch ein paar mal den Trainer wechseln. Kluge Leute der WM wollten das doch...

4 Kommentare

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