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Mi., 07.12.2016

Kommentar zum SC Paderborn Keine Überraschung

Wilfried Finke (rechts) übernimmt als Präsident wieder die Führung des Vereins. Neuer Cheftrainer ist Stefan Emmerling (links).

Wilfried Finke (rechts) übernimmt als Präsident wieder die Führung des Vereins. Neuer Cheftrainer ist Stefan Emmerling (links). Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Die Rolle rückwärts von Ex-Boss Wilfried Finke konnte nicht mehr überraschen: Dass dieser Mann dem eigenen »Baby«, wie er den SC Paderborn nannte, nicht tatenlos beim Sterben zusehen würde, war allen Beteiligten klar. Klar ist aber auch: Dieser Verein ist nach zehn Jahren in der 1. und 2. Liga noch immer nicht ohne den Möbel-Multi lebensfähig. Es gibt keinen Unternehmer im Umfeld des SCP, der den Mut und die Kraft aufbringt, diesem Verein mit Bürgschaften und/oder Krediten zu helfen.

Auch nicht, wenn der Klub in seiner Existenz bedroht ist. Wie im Dezember 2016. Kaum TV-Einnahmen, sinkende Sponsorengelder und ein rasanter Zuschauerschwund haben den SC Paderborn an den Rand des finanziellen Abgrunds geführt. Eigenes Geld, um wichtige Entscheidungen zu treffen, war nicht da. Ein gutes Beispiel ist die Entlassung von Trainer René Müller. Er sollte noch eher gehen, deshalb suchten die Verantwortlichen vor Wochen den Kontakt zu Benno Möhlmann. Letztlich wurde die Verantwortung aber so lange hin- und hergeschoben, bis Möhlmann in Münster anheuerte und damit vom Markt war.

Finke ist, was den Paderborner Fußball betrifft, sicher ein Wohltäter. Er ist aber auch ein knallharter Kaufmann. Einer, der mit 44 Prozent an der Paderborner Stadiongesellschaft beteiligt ist. Die hat nur einen Mieter, den SCP. Auch deshalb kann  Finkes Comeback nicht überraschen. Es geht auch um sein Geld.

Kommentare

ohne sportliche Leitung bei akuter Abstiegsgefahr

Die Informationen um die versäumte Trainerverpflichtung von Benno Möhlmann bestätigt meinen Kommentar vom 22.11.2016 .
Ohne sportliche Leitung ( fussballerischer Fachverstand ) eine neue Mannschaft aufzubauen ist sehr gewagt.
Wer von der Führung erkannte frühzeitig den Handlungsbedarf bei den offensichtlichen Unstimmigkeiten zwischen Mannschaft und Trainer .
Das öffentlich machen von internen Informationen ,bei der gescheiterten Verpflichtung von Benno Möhlmann ist mehr als peinlich. ( Schon 4 ligareif )

Der sportliche Leiter muß sofot kommen . Er muß jetzt sofort den Spielermarkt sondieren .
Bei Wintertransfers ist viel Fallobst dabei. Viele Vereine wollen Nachverpflichten.
Handlungsbedarf ist im Tor ( schon 3 Jahre überfällig ) Abwehr und ein richtiger Stürmer .

Sprüche vom Präsidenten , bezahter Fussball fängt in der 2 .Liga an , und es geht ab jeztzt ohne Umweg
in diese Richtung, zeigen mir die erneute Fehleinschätzung der jetztigen Lage (akute Abstiegsgefahr ) !
Die 4.Liga wäre tötlich für den Verein .
Nur mit Ruhe können Vereinsführung , Sponsoren, Fans und Mannschaft den Abstieg verhindern.
Diskretion gehört auch dazu .
Die Mannschaft mit ihem neuen Trainer braucht jetzt von allen Seiten die vollste Unterstützung .
Und nicht gleich beim ersten Fehlpass oder Rückschlag wieder alles in Frage stellen.
Ich wünsche viel Glück dabei .

1 Kommentare

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