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Sa., 10.12.2016

SC Paderborn gewinnt in Münster mit 1:0 Drei Punkte dank Dedic

Zweikampf in Münster: Paderborns Zlatco Dedic gegen Preußens Sinan Tekerci.

Zweikampf in Münster: Paderborns Zlatco Dedic gegen Preußens Sinan Tekerci. Foto: Oliver Schwabe

Münster (WB/pk). Was für ein Einstand für Paderborns neuen Trainer Stefan Emmerling. Im ersten Spiel als Chef-Trainer des SCP gewannen die Ostwestfalen in Liga drei bei Preußen Münster mit 1:0 (0:0) und kletterten auf einen Nicht-Abstiegsplatz.

Emmerling krempelte die Paderborner Mannschaft fast komplett um und nahm gegenüber dem 0:3 in Zwickau sage und schreibe sieben Änderungen in der Startelf vor. Lukas Kruse, Ben Zolinski, Tim Sebastian, Christian Strohdiek, Felix Herzenbruch, Marc-André Kruska und Sven Michel spielten anstelle von Till Brinkmann, Pascal Itter, Florian Ruck, Marc Vucinovic, Niko Dobros, Dino Medjedovic und Sebastian Schonlau.

Die Gäste hatten zunächst mehr Ballbesitz und spielten durchaus mutig nach vorne. In der vierten Minute flankte Kruska nach innen, doch Zlatko Dedic köpfte den Ball genau auf Torwart Maximilian Schulze Niehues. Nach etwa zehn Minuten wurden die Gastgeber stärker und hatten nach 23 Minuten die beste Gelegenheit in Hälfte eins. Benjamin Schwarz gab die Kugel von der linken Seite nach innen, dort stand Michele-Claudio Rizzi ganz frei vor Keeper Lukas Kruse, schoss jedoch über das Tor. Da hatte Paderborn Glück. In der Folge häuften sich die Fehlpässe, die Partie unter der Leitung von Bundesliga-Schiedsrichter Tobias Stieler wurde immer hitziger und zerfahrener. So wie es in einem Nachbarschaftsduell und Kellerkampf zwischen dem 14. und 18. zu erwarten war. Sekunden vor der Pause meldeten sich noch einmal die Münsteraner per Kopfball von Ole Kittner, doch der Ball ging vorbei.

Nach dem Wechsel nutzten die Paderborner die erste Möglichkeit zum Fürungstreffer. In der 72. Minute spielte Münster auf abseits, Zolinski bediente Dedic und der behielt, frei vor Schulze Niehues, die Nerven. Es war das sechste Saisontor des Slowenen. Danach machte Münster   Druck und traf durch Amaury Bischoff noch den Pfosten (90.), doch es blieb beim ersten Dreier für Paderborn nach sechs sieglosen Spielen in Folge. Auch die Serie der Preußen endete, sie hatten zuvor viermal in Folge gewonnen.

Zum Hinrundenabschluss empfängt der SC Paderborn am kommenden Samstag um 14 Uhr den VfL Osnabrück in der Benteler-Arena.

 

Preußen Münster: Schulze Niehues – Tritz, Kittner, Mai, Tekerci – Wiebe (82. Bischoff), Schwarz – Rühle, Rizzi (76. Kara), Stoll (84. Weissenfels) - Warschewski

SC Paderborn: Kruse – Zolinski, Sebastian, Strohdiek, Herzenbruch – Piossek (87. Schonlau), Kruska, Krauße, Bertels – Dedic (90. van der Biezen), Michel (90. Bickel)

Schiedsrichter: Tobias Stieler (Hamburg)

Zuschauer: 7774

Tor: 0:1 Dedic (72.)

Gelbe Karten: Stoll, Tekerci / Bertels, Michel, Sebastian, Kruska

Kommentare

Es hat Spaß gemacht

Klar, dass es einige Änderungen in der Startelf gab. Erstens sind die Stammkräfte Kruse, Sebastian und Strohdiek zurückgekommen und zweitens wurde die Taktik umgestellt.

Auf diese Umstellung konnte sich der Gegner logischerweise einstellen. Das ist der Vorteil eines neuen Trainers. Das hat auch bei Effenberg zu einem kurzen Strohfeuer geführt, zumal sich alle Spieler neu anbieten müssen.

Am Ende ist Fußball aber komplizierter. In den letzten Wochen fehlte die Achse insbesondere wegen des Ausfalls Sebastians. Eine Stamm-Sechs hat sich irgendwie auch noch nicht gefunden. Und vorne sind meine Befürchtungen im Sommer bezüglich des alten, teuren van der Biezen wahr geworden.

Dass da die Mannschaft völlig verunsichert ist bzw. war, ist reine Psychologie.

Eine Mannschaft braucht eben auf der Achse erfahrene Leute, die die jungen stabilisieren und entwickeln helfen. Dazu kommt eine maßgebliche Kommunikation, da Kommandos eben wichtig sind. Das darf man bei Personalentscheidungen nie vergessen. Bei aller sportlichen Limitierung war doch Krösche über Jahre unersetzlich, da er geführt und zusammengehalten hat.

Das war übrigens der große Fehler von Stephan Schmidt. Und man hat es ein halbes Jahr nach Krösches Abschied und dem Ende der Aufstiegseuphorie gemerkt.

Daher sind und waren für mich auch immer Spieler wie Saglik oder Kruse wichtig.

Daher hoffe ich auf mehr als ein "Strohfeuer" und dass endlich Kontinuität eintritt. ("Wir reden nicht über Kontinuität, wir halten sie für unabdingbar für den Erfolg. Deshalb entlasse ich keinen Trainer, wenn wir mal eine schwache Phase haben." Max Eberl).

Das Problem aber war bisher offensichtlich: die Zahl der Gegentore! Ob deshalb zwingend Wintertransfers nötig sein werden, ist schwer zu sagen, da das Verteidigen im Sturm anfängt. Vielleicht hilft ein 4-1-4-1-System.
Wintertransfers haben nämlich entscheidende Nachteile: wenig Auswahl zu hohen Preisen!

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