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Sa., 17.12.2016

Nach Münster geht es für den SC Paderborn nun gegen Osnabrück Der nächste Brocken

Der neue Trainer Stefan Emmerling gibt die Richtung vor: Der SC Paderborn will raus aus dem Tabellenkeller.

Der neue Trainer Stefan Emmerling gibt die Richtung vor: Der SC Paderborn will raus aus dem Tabellenkeller. Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Erst der VfL Osnabrück, dann die große Analyse. Nach dem Hinrundenabschluss an diesem Samstag (14 Uhr, Benteler-Arena) werden der neue Paderborner Trainer Stefan Emmerling und der alte und neue Präsident Wilfried Finke einen sportlichen Strich ziehen und über personelle Konsequenzen beraten. Wie die aussehen, hängt auch vom finalen Auftritt 2016 ab.

»Man sollte die Personalien nicht nur von zwei Spielen abhängig machen, aber ich möchte schon sehen, ob die Einsatzbereitschaft aus der Partie in Münster wiederholt werden kann und sich damit nachhaltig etwas geändert hat«, ist Finke gespannt.

Sollte der SCP den Rückstand auf Platz drei (derzeit neun Punkte) auf sechs Zähler verkürzen können, hat Finke bereits angekündigt, voll anzugreifen. Dafür würde der 65-Jährige tiefer in die Tasche greifen, als wenn das Ziel in den dann verbleibenden 19 Spielen »nur« der Klassenerhalt wäre.

Doch momentan kann es nur darum gehen, schließlich haben die Ostwestfalen durch den 1:0-Sieg bei Emmerlings Einstand in Münster gerade erst die Abstiegsränge in Liga drei verlassen.

Ein besonderer Gegner

Der nächste Gegner ist zweifellos ein besonderer. Denn wenn Paderborn auf Osnabrück trifft, gehen die Blicke unweigerlich zurück in die Saison 2008/2009. Dank zweier Tore von Frank Löning behielt der SCP in der Relegation zweimal mit 1:0 die Nase vorne und stieg in die 2. Liga auf. Diesmal geht es nicht um alles, aber um sehr viel.

Der VfL will mindestens als Zweiter überwintern, liebäugelt aber auch noch mit der Herbstmeisterschaft. Der SCP will sich aus der gefährlichen Zone verdrücken.

»Da steht uns ein harter Brocken bevor. Wir sind extrem gefordert«, sagt Emmerling mit einem Blick auf die Tabelle und ergänzt: »Das wird eine ähnliche Herausforderung wie am letzten Spieltag.« Zwar stand Münster als 14. deutlich schlechter da, hatte aber wie Osnabrück die fünf Spiele zuvor nicht verloren und im Vergleich zu den Niedersachsen aus diesen Partien sogar 13 Punkte statt neun gesammelt.

»Der Einzelne ist nichts wert«

Emmerling fordert von seinem Team die gleichen Attribute wie zuletzt. Dass er sie bekommt, daran hat er keine Zweifel: »Ich habe nicht das Gefühl, dass die Mannschaft die Zügel schleifen lässt und zufrieden ist. Sie war im Training sehr engagiert.«

Das neue Wir-Gefühl brachte Felix Herzenbruch nach dem Abpfiff in Münster so auf den Punkt: »Der Einzelne ist nichts wert.« Herzenbruchs Wert dürfte nach seinem zweiten Saisoneinsatz von Beginn an gestiegen sein. »Auch wenn jeder sicher noch ein paar Prozente zulegen kann, hat es die Mannschaft in Münster recht gut gemacht«, sagt Emmerling, ohne seiner Elf aber eine Startgarantie für Osnabrück zu geben: »Das ist ein anderer Gegner, und die Reservisten haben im Training viel Druck ausgeübt. Genau diesen Konkurrenzkampf wünscht sich ein Trainer.«

So könnte der SCP spielen

Kruse - Zolinski, Sebastian, Strohdiek, Herzenbruch - Piossek, Krauße, Kruska, Bertels - Dedic, Michel

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