1:2-Niederlage bei Holstein Kiel
Paderborn rutscht auf einen Abstiegsplatz

Kiel (WB). Zum ersten Mal in dieser Saison drei Niederlagen in Folge und erstmals seit Dezember wieder auf einem Abstiegsplatz: Für den SC Paderborn hat sich die Reise an die Ostsee nicht gelohnt. Der SCP unterlag bei Holstein Kiel mit 1:2 (1:1) und der dritte Abstieg in Folge rückt für den Drittligisten immer näher.

Samstag, 04.03.2017, 15:53 Uhr aktualisiert: 04.03.2017, 17:08 Uhr
1:2-Niederlage bei Holstein Kiel : Paderborn rutscht auf einen Abstiegsplatz
Paderborns Roope Riski muss sich gegen zwei Kieler behaupten. SCP-Trainer Stefan Emmerling (links) schaut gespannt zu. Foto: Sonja Paar

SCP-Trainer Stefan Emmerling hatte die Anfangself kräftig durcheinander gewirbelt. Zum ersten Mal unter seiner Regie bekam Koen van der Biezen im Angriff den Vorzug vor Top-Torjäger Zlatko Dedic (sieben Saisontreffer). Gegenüber dem 0:1 gegen Wehen Wiesbaden rückten außerdem Tim Sebastian, Sebastian Heidinger und Roope Riski in die Startelf. Neben Dedic blieben Marc Vucinovic sowie die gelb-gesperrten Marcus Piossek und Robin Krauße draußen. 

So spielten sie

Kiel: Kronholm - Herrmann, Czichos, Hoheneder, Lenz - Peitz - Schindler, Bieler, Lewerenz (76. Siedschlag), Drexler (86. Sigurbjörnsson) - Fetsch (67. Ducksch)

Paderborn: Kruse - Zolinski, Sebastian, Strohdiek, Herzenbruch (62. Schonlau) - Boeder (83. Bickel), Kruska, Heidinger, Michel - van der Biezen (59. Dedic), Riski

Schiedsrichter: Reichel (Sindelfingen)

Zuschauer: 4939

Tore: 0:1 Zolinski (7.), 1:1 Schindler (15.), 2:1 Schindler (50.)

Gelbe Karten: Peitz, Drexler, Czichos / Strohdiek, Michel, Herzenbruch, Zolinski, van der Biezen, Riski, Bickel

Gelb-Rote Karte: - / Riski (90.)

Bes. Vork.: Strohdiek scheitert mit Handelfmeter an Kronholm (61.)

...

Die Gäste begannen mutig und aggressiv und gingen mit der ersten Chance nach sieben Minuten in Front. Nach einem Pass von Heidinger vollstreckte Ben Zolinski per Flachschuss mit rechts ins linke untere Eck. Es war bereits das dritte Saisontor des Rechtsverteidigers. Doch auch die Störche nutzten ihre erste Gelegenheit gleich zu einem Treffer. Acht Minuten nach dem 0:1 behielt Kingsley Schindler nach feinem Zuspiel von Christopher Lenz frei vor Torwart Lukas Kruse die Nerven und schob zum Ausgleich ein. Es blieb ein bitterer Beigeschmack, denn wie gegen Wehen Wiesbaden vor einer Woche lag Christian Strohdiek verletzt am Boden und der Gegner spielte weiter.

Kiel kommt besser ins Spiel

Danach kam Kiel immer besser ins Spiel, der SCP offenbarte vor allem auf der linken Abwehrseite große Lücken und konnte froh sein, dass er zur Pause nicht in Rückstand lag. Erst parierte Kruse gegen Steven Lewerenz (31.), dann schoss Dominick Drexler knapp drüber (36.) und schließlich verfehlte Drexler den Kasten nochmal, als er völlig frei aus knapp sechs Metern zum Abschluss kam (39.). Paderborn wackelte bedenklich, rettete aber das Remis in die Pause.

Fünf Minuten nach dem Wechsel war es dann aber soweit. Erneut traf Schindler und war ganz frei. Das war die verdiente Führung der Gastgeber, Paderborn kassierte zum ersten Mal unter Emmerling mehr als ein Gegentor. „Wir wolln euch kämpfen sehen“, machten die mitgereisten SCP-Fans ihrem Unmut Luft. Doch nach vorne ging bei den Gästen wieder zu wenig.

Strohdiek verschießt Elfmeter

Dann spielte Holsteins Kapitän Rafael Czichos den Ball im eigenen Strafraum mit der Hand und Schiedsrichter Tobias Reichel zeigte nach gut einer Stunde auf den Elfmeterpunkt. Doch Christian Strohdiek nahm das Geschenk nicht an und verschoss. So wie Dedic vor zwei Wochen in Bremen. Kiels Keeper Kenneth Kronholm parierte, gleiches gelang ihm sechs Minuten später auch gegen Heidinger. Kurz vor dem Ende sahen der gerade eingewechselte Christian Bickel noch die fünfte Gelbe Karte und Roope Riski Gelb-Rot. Beide fehlen somit am kommenden Samstag im Kellerduell daheim  gegen RW Erfurt.

Kommentare

chefplaner  schrieb: 06.03.2017 10:08
Was ein Kampf
Tja, was haben wir in Paderborn gekämpft. Etwa 7 Jahre für ein Stadion. Etwa 5 Jahre für ein Trainingszentrum. Und gefühlt ein Leben für die Schuldenfreiheit.

Und ein Jahr nach dem Erreichen aller dieser Ziele stehen wir vor der Insolvenz! Man muss sich das mal überlegen! Schuldenfreiheit. Keine Zinsen mehr zahlen. Keine Rückzahlungen mehr. Und ein Jahr später stehen wir vor einem Scherbenhaufen!

Man hat Unsummen in dämliche Personalien gesteckt. Und diese Saison?

Ein überteuerter Holländer weit über dem Zenit, der nicht weiß, wo das Tor steht.
Ein Finne, der für ein halbes Jahr kommt. Das der bis Ostern brauchen würde, war klar.
Der einzige, der ab und zu trifft, sitzt in Kiel auf der Bank.

Und dann das selbe Gelaber wie vor einem Jahr: Die Mannschaft ist zu gut für den Tabellenplatz. Wir können jeden schlagen etc.

Abstiegskampf hat nichts mit individueller Klasse zu tun! Da muss geackert werden.

Wenn heute Abend einer das Wort Aufstieg in den Mund nimmt, hilft nur noch der Arzt.

Und die armen Mitarbeiter bangen mal wieder um ihren Arbeitsplatz. Ein Skandal, was da abgeht.

Alle zwei Monate eine Trainerdiskussion. Jeden Winter Geldverbrennung für untaugliche Transfers. Von dem Schwachsinn im Sommer 2015 ganz zu schweigen. Da hätte nur noch gefehlt, dass man Proschwitz seinen Bruder im Geiste, Großkreutz, an die Seite gestellt hätte. So ein Weltmeister für 5 Mio. wäre doch auf der Gehaltsliste gar nicht mehr ins Gewicht gefallen.

Und der einzige, der bei der letzten Mitgliederversammlung davor gewarnt hat, wurde von den Spielern belächelt. Und Michael Born rief am nächsten Tag an und fragte, wie man so einen Unsinn sagen kann, dass Transferpolitik und Zielsetzung völlig falsch waren...
Arminia lebenslang Fr.  schrieb: 05.03.2017 19:47
Selbstüberschätzung
Bei der Suche nach einem neuen Trainer wurde die günstigste Variante bevorzugt .
Ich war damals in meinen Kommentaren sehr skeptisch .
Die sportliche Leitung wurde auch noch nicht besetzt .
Sprüche von Herrn Finke : Ab jetzt geht es nur noch in eine Richtung ( Deutung : nach Oben in der Tabelle
vielleicht noch Aufstieg ) zeugen von purer Selbstüberschätzung .
Diese Selbstüberschätzung war in der 2 . Liga auch schon vorhanden . Ende war der Abstieg als Tabellenletzter

Parallelen sehe ich bei Arminia .Schwache sportliche Leitung ,schwacherTrainer unfähiger Aufsichtsrat .
Erfahrene Trainer würden aus der Paderborner bzw. Bielefelder Mannchaft mehr rauskitzeln .
Nur beide Führungen sehen den Niedergang nicht . Sie gehen mit offenen Visier unter
Abstiege wären für beide Vereine existenzbedrohend ..
An beide Führungen ,wacht auf bevor es zu spät ist !!!

chefplaner  schrieb: 05.03.2017 12:08
Innovative Idee
Vielleicht sollten wir mal ganz innovativ sein und was ganz Neues wagen: Trainerwechsel!

Dieses Allheilmittel klappt doch super!
chefplaner  schrieb: 04.03.2017 18:11
Buttche, Buttche
Mir kommt es vor, wie in einer bekannten Geschichte.

Lass uns in die 2. Liga. - Ok

Lass uns ein Stadion haben. - Ok

Lass uns in die 1. Liga. - Ok

Lass uns ein Trainingzentrum haben. - Ok

Lass uns zurück in die 1. Liga. - geh nach hause. Ihr seid wieder da, wo ihr ward.


Größenwahn ist die Ursache...
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