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Sa., 11.03.2017

Erfurts Daniel Brückner über seinen Abschied aus Paderborn Brückner: »Das war ein harter Schlag«

»Das macht mich traurig. Es war nicht mein Plan, Paderborn auf diese Art und Weise zu verlassen.«

»Das macht mich traurig. Es war nicht mein Plan, Paderborn auf diese Art und Weise zu verlassen.« Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Paderborn (WB). »Moin, moin.« Wenn Daniel Brückner mit seinem Mobiltelefon ein Gespräch annimmt, macht er aus seinen Wurzeln keinen Hehl. Geboren in Rostock, aufgewachsen in Hamburg: Der 36-Jährige ist ein Nordlicht. Seine zweite Heimat war sieben Jahre lang Paderborn. Nach seinem unrühmlichen Abschied kehrt er  am Samstag mit RW Erfurt zum Drittliga-Kellerduell in die Benteler-Arena zurück.

Ob er beim Anpfiff um 14 Uhr auf dem Rasen steht, ist offen. Ein Platz im Kader ist für ihn aber definitiv wieder reserviert, nachdem er in den ersten Partien des Jahres mit einem Grippevirus und Adduktorenproblemen außer Gefecht war.

Gegen Fortuna Köln stand Brückner erstmals wieder im Aufgebot, eine Woche später, am vergangenen Samstag gegen den FSV Zwickau, wurde er zur Pause eingewechselt und feierte sein Comeback. Bezüglich eines Einsatzes an alter Wirkungsstätte hat das letzte Wort natürlich sein Trainer Stefan Krämer, der als Ex-Coach von Arminia Bielefeld (2011 bis 2014) ebenfalls eine ostwestfälische Vergangenheit hat.

Die von Brückner währte noch weitaus länger. In der Winterpause der Saison 2008/2009 holte ihn sein ehemaliger Trainer in Erfurt, Pavel Dotchev, nach Paderborn. Brückner blieb sieben Jahre, erzielte in 197 Spielen 14 Tore für den SCP und stieg mit dem Verein 2009 in die 2. und 2014 in die 1. Bundesliga auf. »Das nimmt mir keiner mehr, das bleibt für immer hängen. Daher waren die Jahre in Paderborn im Großen und Ganzen sehr positiv. Trotz dieser blöden Aktion am Ende«, zieht Brückner dieses Fazit.

Die »blöde Aktion«, wie er es formuliert, war seine Suspendierung, als er im Dezember 2015 (nach einem 0:4 beim VfL Bochum) gemeinsam mit Srdjan Lakic und Mahir Saglik aussortiert wurde. Ohne Erklärung und ohne Grund. »Das war ein großer Fehler«, räumte Präsident Wilfried Finke ein Jahr später bei seiner Rückkehr ein. »Das hört man gerne, aber ich wusste von Anfang an, dass es keinen Grund gab. Das macht mich immer noch traurig, denn es war nicht mein Plan, Paderborn auf diese Art und Weise zu verlassen. Das war ein harter Schlag«, erinnert sich Brückner, sagt aber auch: »Inzwischen kann ich ganz gut damit umgehen.«

Mehr lesen Sie am Wochenende, 11./12. März, im WESTFALEN-BLATT.

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