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Sa., 11.03.2017

Drittligist SC Paderborn verliert 0:1 gegen RW Erfurt Vierte Niederlage in Folge

Thomas Bertels steht nach seiner Verletzung wieder auf dem Platz.

Thomas Bertels steht nach seiner Verletzung wieder auf dem Platz. Foto: Besim Mazhiqi

Paderborn (WB/pk). Was für eine Negativ-Woche für den SC Paderborn. Finanziell kurz vor der Pleite, sportlich am Abgrund. Am Samstagnachmittag unterlag der SCP im Kellerduell der 3. Liga dem FC RW Erfurt vor knapp 7000 Fans in der Benteler-Arena mit 0:1 (0:0) und kommt nach der vierten Niederlage in Folge und der ersten Schlappe gegen die Thüringer überhaupt dem dritten Abstieg in Folge immer näher.

Paderborn Trainer Stefan Emmerling nahm gegenüber der 1:2-Niederlage bei Holstein Kiel fünf Änderungen in der Startelf vor und ließ in einem 4-1-4-1-System auflaufen. Anstelle von Roope Riski, Christian Bickel (beide gesperrt), Sven Michel (verletzt), Koen van der Biezen und Felix Herzenbruch standen Sebastian Schonlau, Marcus Piossek, Robin Krauße, Zlatko Dedic und Thomas Bertels neu in der Startelf. Bertels feierte nach vierwöchiger Verletzungspause sein Comeback.

Bei den Gästen stand der ehemalige SCPer Daniel Brückner zum ersten Mal in diesem Jahr in der Startelf, wurde von den Paderborn-Fans mit viel Applaus, Sprechchören und Bannern (»Bohne ist einer von uns«, »Willkommen zu Hause, Bohne«) empfangen. Zudem wurde er von Präsident Wilfried Finke, der ihn im Dezember 2015 nach sieben Jahren beim SCP suspendiert hatte, offiziell mit einer Collage verabschiedet.

Bertels kam zu spät

Brückners neues Team sah sich zu Beginn engagierten Paderbornern gegenüber, die bereits in der fünften Minute hätten in Führung gehen können. Ein Schuss von Dedic flog durch den Fünfmeterraum, Bertels kam einen Schritt zu spät. Vier Minuten später große Aufregung, als Piossek von Erfurts Keeper Philipp Klewin im Strafraum zu Fall gebracht wurde. Doch statt Elfmeter entschied Schiedsrichter Benjamin Bläser auf Abstoß.

Die Partie wurde zunehmend hektisch, Chancen hatte nur der SCP. In der 23. Minute scheiterte der auffällige Piossek per Freistoß an Klewin, Zehn Minuten später verstolperte der schwache Marc-Andre Kruska nach Pass von Dedic in aussichtsreicher Position.

Paderborn hatte zur Pause 5:0 Ecken, doch das Tor fiel wieder auf der anderen Seite. Theodor Bergmann schlenzte in der 53. Minute einen Freistoß über die Mauer in den rechten Winkel. Torwart Lukas Kruse war chancenlos.

Fast ein Eigentor

Gut zehn Minuten später wäre Erfurts Mario Erb fast ein Eigentor gelaufen. Er fälschte eine Flanke des eingewechselten Marc Vucinovic unglücklich ab, doch es gab nur Ecke. Auf der Gegenseite entschärfte Kruse einen abgefälschten Schuss von Torschütze Bergmann und verhinderte das 0:2 (69.). Vom SCP kam so gut wie nichts mehr.

Für die Paderborner geht es als Vorletzter bereits am Mittwoch mit dem Auswärtsspiel beim Chemnitzer FC weiter. Anstoß ist um 19 Uhr. Das nächste Heimspiel ist am kommenden Samstag gegen Jahn Regensburg (14 Uhr).

SC Paderborn: Kruse – Zolinski (62. Vucinovic), Sebastian, Strohdiek, Heidinger - Krauße - Piossek, Krauße (89. Ruck), Kruska (62. van der Biezen), Schonlau, Bertels - Dedic

RW Erfurt: Klewin – Menz, Möckel, Erb, Bergmann – Nikolaou, Vocaj – Sumusalo, Tyrala (89. Laurito), Brückner (68. Aydin) - Kammlott (64. Uzan)

Schiedsrichter: Benjamin Bläser (Niederzier)

Tor: 0:1 Bergmann (53.)

Zuschauer: 6798

Gelbe Karten: Bertels, Zolinski, Strohdiek / Vocaj, Möckel, Nikolaou

Kommentare

Bürgermeister raus

Es war die Stadt, die die Wilhelmshöhe, ehemaliger Trainingsplatz, bebaut hat - Ersatz nein.

Auf den Rasenflächen am Ahorn hat die Jugend trainiert, wurde Nixdorf zugeschustert Ersatz nein.

Auf dem Trainingsplatz der Jugend wurde ein Hotel gebaut, Ersatz nein.

Von daher sind die Ausgaben für das TNLZ für die Jugend als Auflösung eines 20-jährigem Investitionsstaues zu sehen und die Stadt hat sich nur die Plätze gebaut - andere Vereine, mit weniger bis gar keiner Bedeutung haben in der Zeit tolle Anlagen mit allem drum und dran bekommen. Nur mal so...

Für das Gebotene wären mir selbst die 5€ zu schade gewesen, daher bin ich froh, nur hin und wieder beim MDR reingesehen zu haben. Was ich dort zu sehen bekam, war leider erneut erbärmlich - entweder der Schiedsrichter hat ziemlich häufig weggesehen oder aber es hat sich alle paar Minuten jemand hingeworfen, um einen Freistoß oder Elfmeter zu schinden. Ich tippe ja stark auf Letzteres, schade daß es neben Fähigkeiten auch allzu häufig an Charakter mangelt.

2 Kommentare

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