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Di., 14.03.2017

Der SC Paderborn tritt am Mittwoch beim Chemnitzer FC an Emmerling nimmt seine erfahrenen Profis in die Pflicht

Der Trainer gibt die Richtung vor: Stefan Emmerling nimmt seine erfahrenen Profis in die Pflicht.

Der Trainer gibt die Richtung vor: Stefan Emmerling nimmt seine erfahrenen Profis in die Pflicht. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Die Tendenz beim SC Paderborn ist eindeutig und geht nur in eine Richtung: nach unten. Trainer Stefan Emmerling versucht, dennoch positive Stimmung zu verbreiten: »Wer jetzt die Köpfe hängen lässt, der wird am Ende absteigen.«

Als Trainer René Müller nach 15 Spieltagen (17 Punkte) gehen musste, lag der SCP auf Rang 17. Interimslösung Florian Fulland (zwei Spiele, ein Punkt) übergab als Tabellen-18. und mit Emmerling (neun Spiele, 10 Punkte) rutschte der Ex-Erstligist auf Platz 19 ab. Das sind die Fakten.

In Chemnitz ist auch Erfahrung gefragt

»Wir müssen positiv nach vorne schauen, aber dennoch selbstkritisch bleiben«, forderte Emmerling am Montag und nahm vor dem Auswärtsspiel am Mittwoch beim Chemnitzer FC (19 Uhr) einmal mehr seine erfahrenen Spieler in die Pflicht. Namentlich nannte er die Torhüter Lukas Kruse und Michael Ratajczak, außerdem Tim Sebastian, Christian Strohdiek, Sebastian Heidinger, Marc-Andre Kruska, Marcus Piossek, Christian Bickel und Zlatko Dedic. »Sie haben alle solche Situationen schon gemeistert, müssen vorweg gehen und die jungen Spieler mitreißen.« Da blieb Emmerling noch allgemein, vier Spieler nahm der 51-Jährige besonders ins Visier: »Piossek hatte gegen Erfurt gute 45 Minuten, er muss aber auch in Hälfte zwei Chancen kreieren. Von Kruska erwarte ich als Passgeber mehr Präsenz. Strohdiek und Sebastian dürfen nicht plötzlich anfangen, nervös zu werden.«

Riski verletzt

Ganz wichtig ist Emmerling, dass seine Elf den Abstiegskampf annimmt. So scheint ein Teil seiner Spieler noch immer eher in obere Tabellenregionen zu blicken. »Einige glauben, eine kleine Serie würde uns schon wieder nach oben spülen. Aber wir werden in dieser Saison nicht mehr oben angreifen. Es geht nur noch um den Ligaerhalt«, sagte der Trainer. Wie ein Abstiegskampf erfolgreich bestritten werden kann, zeigt eine Liga höher der FC St. Pauli. »Die Hamburger waren hoffnungslos abgeschlagen«, nannte Emmerling dieses Beispiel. In der 3. Liga haben es FSV Zwickau (16 Punkte in der Rückrunde), SV Wehen Wiesbaden (14) oder Werder II (14) vorgemacht.

Vor den 90 Minuten in Chemnitz gibt es übrigens den nächsten Ausfall: Neben Pascal Itter (Kreuzbandriss), Sven Michel (Reha) und Tim Mannek (Außenbandzerrung) wird auch Roope Riski fehlen. Der zuletzt Gelb-Rot gesperrte Finne zog sich im Schusstraining eine Oberschenkelzerrung zu.

Kommentare

Pflicht

Beim SCP hat wohl nicht im Traum daran gedacht, dass ihm so etwas passieren kann.
Man ist bzw. war ja auch schliesslich nicht mehr der SCP, der man vor dem Aufstieg mal war.
Das Ergebnis ist bekannt und niederschmetternd, erreicht durch absolute Blindheit und Beratungsresistenz!

Wo man auch hinschaut

Wo man auch hinschaut, Trainerwechsel werden stets als großer Befreiungsschlag und richtige Entscheidung gefeiert. Und ein paar Monate später kommt die Ernüchterung. Das kann man in ganz OWL beobachten.

Wo sollen Stabilität und Kontinuität herkommen, wenn man aufgebaute zarte Pflänzchen alle paar Monate rausreißt?!

Der Mangel an Stabilität und Glaubwürdigkeit kostet am Ende den Kopf! Den Spielern gibt man derweil das Alibi, dass es an ihnen nicht liegt.

Ich werde nie verstehen, dass alle so blind ins Verderben laufen, statt diesen Blödsinn zu durchbrechen!

2 Kommentare

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