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Mo., 27.03.2017

Kapitän sitzt gegen Rostock auf der Bank Viel Lob für Bankdrücker Sebastian

Kapitän Tim Sebastian saß in Rostock nur auf der Bank.

Kapitän Tim Sebastian saß in Rostock nur auf der Bank. Foto: Lutz Bongarts

Rostock (WB/en). »Wenn man sechs Mal in Folge verliert, hat das eine oder andere nicht gepasst« – auf die Schlussfolgerung ließ Paderborns Trainer Stefan Emmerling vor dem Auftritt beim FC Hansa Rostock Taten folgen. Drei Veränderungen nahm er im Vergleich zur 0:2-Niederlage gegen Regensburg an der Startelf vor.

Während die Nominierungen von Koen van der Biezen und Ben Zolinski für Zlatko Dedic und Marcus Piossek nicht für das ganz große Erstaunen sorgten, hatte es der dritte Tausch in sich: Für den 33-jährigen Kapitän Tim Sebastian blieb an seiner ehemaligen Wirkungsstätte nur ein Platz auf der Bank.

Dessen Job in der Innenverteidigung vertraute der SCP-Trainer der 19-jährigen Leverkusener Leihgabe Lukas Boeder an. Emmerling wollte beim Grund für den Wechsel nicht allzu konkret werden, sagte lediglich: »Wir haben den Gegner analysiert und dann die Entscheidung getroffen.«

Umso deutlicher wurde der 51-Jährige aber, als er Sebastians Reaktion nach der Bekanntgabe beschreiben sollte: »Tim ist und bleibt ein absoluter Führungsspieler, ein Leader. Wie er die Entscheidung aufgenommen hat, so top-professionell, davon kann sich jeder in der Mannschaft ein Stück abschneiden. Er hat sofort gesagt, dass es nicht um einzelne Spieler, sondern nur um das Team geht und die Jungs so richtig gepusht.«

»Ganz bewusst« im Unklaren

Emmerling hatte in der vergangenen Woche »ganz bewusst« alle Spieler darüber im Unklaren gelassen, welche oder ob überhaupt eine Rolle für sie in Rostock angedacht sein könnte und wurde mit einer sehr engagierten Trainingsleistung belohnt.

In den Vordergrund arbeitete sich auch der erst 17-jährige Sergio Gucciardo. Der in Freiburg geborene Italiener hat in der A-Junioren-Westfalenliga bereits elfmal für Spitzenreiter Paderborn getroffen und den Drittliga-Coach ebenfalls schnell beeindruckt: »Sergio ist ein herausragender Spieler und unbekümmert aufgetreten. Ich wollte etwas Frische hereinbringen und habe ihn mit dem Kaderplatz belohnt.«

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