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Di., 04.04.2017

Paderborns Mittelfeldspieler hat das Krankenhaus verlassen – SCP morgen in Halle Christian Bickel ist wieder zu Hause

Christian Bickel spielte gegen Großaspach bis zur 72. Minute, dann kam es zum verhängnisvollen Zusammenprall.

Christian Bickel spielte gegen Großaspach bis zur 72. Minute, dann kam es zum verhängnisvollen Zusammenprall. Foto: imago

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Es ist schon außergewöhnlich, dass ein Spieler im Mittelpunkt einer Pressekonferenz steht, obwohl er gar nicht anwesend ist und für die bevorstehende Begegnung auch nicht zur Verfügung steht. Die sportliche Situation des SC Paderborn ist bedrohlicher denn je, dennoch dreht sich beim Drittliga-Vorletzten vor dem Anpfiff am Mittwochabend beim Halleschen FC (19 Uhr) fast alles um Christian Bickel.

Der 26-Jährige hatte bei der 1:2-Niederlage gegen Großaspach seine Zunge verschluckt und war von Physiotherapeut Jörg Liebeck vor dem Ersticken bewahrt worden. »Es gibt gute Nachrichten von Christian«, begann Trainer Stefan Emmerling gestern seine Ausführungen und sagte weiter: »Es geht ihm weitestgehend gut und er wird das Krankenhaus heute verlassen.«

Bickel postete auf seiner Instagram-Seite ein Foto, wie er vom Platz getragen wird, und schrieb: »Es geht mir schon wieder viel besser. Vielen Dank an die Mannschaft und die Helfer, vor allem aber an Jockel.« Emmerling stand mit seinem Schützling telefonisch jeden Tag in Kontakt und zeigte sich erleichtert: »Als ich die Reaktionen seiner Mitspieler gesehen habe, die ganz nah dran waren, hat mich das schon berührt und angepackt«, sagte Emmerling.

»Schlüsselerlebnis auf dem Weg zum Klassenerhalt«

Das Drama um Bickel war der negative Höhepunkt der vergangenen Wochen, angefangen mit dem Grippevirus, der im Februar fast die gesamte Mannschaft lahmgelegt hatte. »Wir dürfen nicht den Fehler machen, das als Alibi zu nehmen. Aber vielleicht war das, was mit Christian passiert ist, ein Schlüsselerlebnis auf dem Weg zum Klassenerhalt, das uns noch mehr zusammenschweißt. Wir geben nicht auf, glauben an uns und daran, dass wir das Unmögliche noch schaffen können«, sagte Emmerling.

Mit ihm auf der Bank. »Ich weiß es zu schätzen, dass das Vertrauen da ist«, sagte er. Und mit Bickel auf dem Feld. »So dramatisch es ausgesehen hat, so glimpflich ist es ausgegangen. Ich denke nicht, dass viel hängen bleibt und vielleicht kann Christian schon am Samstag gegen den FSV Frankfurt wieder im Kader stehen. Vorausgesetzt, die Ärzte geben Grünes Licht«, sagte Emmerling.

Verzicht auf Thomas Bertels

Doch vor Frankfurt kommt Halle und beim Gastspiel an der Saale ist die Paderborner Personalsituation laut Emmerling »angespannt«. Denn neben Bickel, dem langzeitverletzten Pascal Itter (Kreuzbandriss) sowie den gelb-gesperrten Marc Vucinovic und Ben Zolinski müssen die Ostwestfalen in Sachsen-Anhalt auch auf Thomas Bertels verzichten. Der Linksfuß zog sich am Samstag eine Gehirnerschütterung zu.

Wie lange er ausfällt, ist ungewiss. Ob Marc-André Kruska nach seiner Knieprellung zurückkehren kann, ist noch nicht sicher. Emmerling äußerte sich vorsichtig optimistisch: »Es gibt Hoffnung, aber wir müssen abwarten.«

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