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Mi., 04.07.2018

Paderborn führte erstes Gespräch mit Energie Cottbus SCP will Mamba

Ein schneller Stürmer mit viel Zug zum Tor: Streli Mamba soll die Offensive des SCP noch einmal verstärken.

Ein schneller Stürmer mit viel Zug zum Tor: Streli Mamba soll die Offensive des SCP noch einmal verstärken. Foto: imago

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Auf der Suche nach einer weiteren Verstärkung für die Offensive ist Zweitligist SC Paderborn in der Lausitz fündig geworden: Streli Mamba von Energie Cottbus steht auf der Wunschliste der Ostwestfalen ganz oben.

Das bestätigte Manager Markus Krösche gegenüber dem WESTFALEN-BLATT: »Streli ist ein sehr interessanter Spieler, der auch gut in unser Team passen würde. Deshalb beschäftigen wir uns intensiv mit ihm.«

In der vergangenen Saison hatte der 24-Jährige mit 19 Toren entscheidenden Anteil am Aufstieg des Ex-Erstligisten in die 3. Liga. Allerdings steht Mamba bei den Cottbussern noch bis zum 30. Juni 2019 unter Vertrag und wäre deshalb nicht ablösefrei zu haben.

»Wir haben uns beim Transfer von Marlon Ritter schon sehr gestreckt. Jetzt müssen wir sehen, ob wir auch hier eine Lösung finden, die für alle drei Seiten passt. Bislang gab es aber nur ein erstes loses Gespräch«, sagte Krösche.

Kein Schnäppchen

Dass auch dieser Wechsel für den SCP kein Schnäppchen werden wird, hat Energie-Trainer Claus-Dieter Wollitz schon vor Tagen deutlich gemacht. Gegenüber der »Lausitzer Rundschau« sagte der 52-Jährige: »Wenn wir einen Spieler abgeben sollten, dann muss es für den Verein in finanzieller Hinsicht sinnvoll sein.« In diesem Zusammenhang erwähnte Wollitz auch den Wechsel von Torhüter Alexander Meyer vor einem Jahr für 400.000 Euro zum VfB Stuttgart.

In dieser Größenordnung, davon gehen Insider aus, soll sich auch die Ablöse für Mamba bewegen.

Transferschluss Ende August

Der Drittliga-Neuling hat auch keinen Zeitdruck. Transferschluss ist erst Ende August, bis dahin werden noch einige Anfragen erwartet. Das würde die Verhandlungen weiter erschweren, der im Zweitligavergleich geringe Lizenzspieleretat in Höhe von nur 4,7 Millionen Euro macht die Aufgabe für Krösche auch nicht einfacher. Das wurde schon am Beispiel Daniel Keita-Ruel deutlich.

Mit dem Stürmer von Fortuna Köln war sich Krösche bereits Ende Mai über einen Wechsel vom Rhein an die Pader einig. Am Ende bot Zweitliga-Dino SpVgg Greuther Fürth mehr und der sicher geglaubte Wechsel platzte. »Wir haben eine spannende Mannschaft, und Streli ist ein sehr spannender Spieler, der da sehr gut hereinpassen würde. Im Moment brauchen wir aber viel Fantasie, wenn wir hier eine Lösung finden wollen«, sagte Krösche.

Wenig Vorstellungskraft braucht es, wenn es um das Saisonziel geht. Das ist der Klassenerhalt und davon sind die Verantwortlichen auch felsenfest überzeugt. Dennoch hat Krösche vorgesorgt. Die Verträge der Leistungsträger gelten, anders als im Abstiegsjahr 2015/2016, auch für die 3. Liga: »Bei uns darf nicht noch einmal der Super-Gau eintreten und wir mit einem Abstieg alle Werte verlieren.«

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