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Mo., 30.07.2018

Paderborns Kapitän fiebert Zweitligastart in Darmstadt entgegen Strohdiek: »Wir sind bereit«

Lufthoheit: SCP-Kapitän Christian Strohdiek lässt Magdeburgs Spitze Philip Türpitz keine Chance.

Lufthoheit: SCP-Kapitän Christian Strohdiek lässt Magdeburgs Spitze Philip Türpitz keine Chance. Foto: Jörn Hannemann

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). »Wir sind bereit. Die 2. Liga kann kommen.« Ein positives Fazit zog Paderborns Kapitän Christian Strohdiek nach dem Ende der Testspielphase. Der 3:0-Erfolg am Freitag gegen den Mitaufsteiger 1. FC Magdeburg war Sieg Nummer sechs, nur gegen den englischen Zweitligisten Norwich City (2:3) gab es eine Niederlage, dazu ein 1:1 beim Nachbarn SC Verl.

»Die Ergebnisse sind in der Vorbereitung nicht entscheidend. Wichtig ist die Art und Weise, wie wir die Spiele angehen«, sagt Strohdiek, liegt damit auf einer Linie mit Trainer Steffen Baumgart und Manager Markus Krösche und ergänzt: »Wir arbeiten hart gegen den Ball und schalten schnell um. Dieser Fußball hat uns erfolgreich gemacht, mit diesem Fußball gehen wir aber auch in jedem Spiel körperlich bis an unsere Grenze. Das haben unsere Neuen auch schon gemerkt.«

Baumgarts Bauchentscheidungen

Mit Tobias Schwede (1. FC Magdeburg) und Mohamed Dräger (Leihgabe vom SC Freiburg) standen beim Abschluss der Testspielserie zwei Zugänge in der Startelf. Die dürften auch am Sonntag (15.30 Uhr) beim Ligaauftakt in Darmstadt anspielen.

Rückkehrer Uwe Hünemeier (Brighton & Hove), Klaus Gjasula (Hallescher FC) und Julius Düker (1. FC Magdeburg) könnten noch in der letzten Trainingswoche den Sprung schaffen.

»Das werden Bauchentscheidungen«, kündigt Baumgart an. Fest steht aber schon jetzt: Egal, wie sich der Chefcoach entscheidet, der SCP ist im Vergleich zum Juli 2017 auf allen Positionen stärker besetzt.

Tietz überzeugt mit Torinstinkt

Zum einen, weil alle Aufsteiger besser geworden sind. Ein gutes Beispiel ist hier Phillip Tietz. Der 21-Jährige kam im Winter als Nachfolger von Dennis Srbeny von Eintracht Braunschweig. Tietz ist kein Sprinter und fiel zu Beginn auch durch ungewohnt viele technische Fehler auf.

Tietz hat aber so etwas wie Torinstinkt. Sechs Treffer und drei Vorlagen in 18 Spielen der Rückrunde waren für den Nachwuchsmann eine starke Quote. Am Freitag gegen Magdeburg traf Tietz erneut, sammelte aber auch noch andere Pluspunkte: Er hielt die Bälle, setzte gut den eigenen Körper ein und hatte auch ein Auge für den besser postierten Mitspieler.

Tietz musste aber auch zulegen. Denn der SCP spielt nicht nur eine Liga höher, mit den Neuen hat der Verein auch viel Qualität dazugeholt. »Wir haben vor allem noch einmal ganz andere Spielertypen dazubekommen, die uns künftig noch unberechenbarer machen werden«, ist Strohdiek sicher.

Baumgart selbst wollte nach dem souveränen Sieg gegen Drittligameister Magdeburg nicht (zu) viel loben und stellte gewohnt besonnen fest: »Wir hatten auch das Quäntchen Glück.«

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