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Fr., 10.08.2018

Am Freitag gegen Regensburg: Torjäger verspricht mutigen SCP – mit Video Sven Michel: »Wir haben verstanden«

Sven Michel ist Zweikampfsieger gegen Darmstadts Kapitän Aytac Sulu: Das gab es zum Ligastart nur ganz selten.

Sven Michel ist Zweikampfsieger gegen Darmstadts Kapitän Aytac Sulu: Das gab es zum Ligastart nur ganz selten. Foto: Jan Hübner

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Außergewöhnlich schnell, außergewöhnlich effizient, außergewöhnlich viel Wucht – wenn Regensburgs Trainer Achim Beier­lorzer über den SCP spricht, ist sein Respekt unüberhörbar. Freitagabend (Anstoß: 18.30 Uhr) ist der 50-Jährige mit dem SSV Jahn in Paderborn zu Gast.

Viel Angst, wenig Attacke: Beim verlorenen Ligastart in Darmstadt (0:1) war vom Paderborner Powerfußball allerdings nichts zu sehen. »Wir haben verstanden«, sagt Sven Michel. Der SCP-Torjäger Nummer eins (19 Treffer in der Saison 17/18) steht wie kein anderer für die Offensive aus Ostwestfalen. Der 28-Jährige ist im Angriff gesetzt und sagt: »Wir müssen ganz schnell die Lehren daraus ziehen, die Nervosität ablegen und Grundelemente abrufen.«

Wie zum Beispiel das Zweikampfverhalten. Das war in Darmstadt nahe an mangelhaft, die Bilanz entsprechend schwach. »Wir haben eine sehr junge Mannschaft, die zu einem Großteil noch nie in der 2. Liga gespielt hat. Das soll jetzt keine Entschuldigung sein, aber vielleicht eine kleine Erklärung«, sagt Michel.

Die nötige Erfahrung wird in den kommenden Wochen jeder Einzelne selbst sammeln müssen. Doch das dauert. Kurzfristig sollte der SCP zunächst am eigenen Offensivspiel feilen und kreativer werden. »Wir müssen uns ganz dringend mehr Torchancen erarbeiten«, fordert auch Baumgart.

Dafür braucht es auch mehr Selbstvertrauen, und genau an dieser Stelle kommen für Michel die Fans ins Spiel: »Sie müssen am Freitag der zwölfte Mann sein und uns den Rücken stärken. Dann wird bei jedem Einzelnen die Brust breiter.«

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Generell wird der SCP sein überragendes Umschaltspiel nicht mehr so einfach durchziehen können.

Regensburgs Trainer Achim Beier­lorzer

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Doch das allein wird nicht reichen. »Generell wird der SCP sein überragendes Umschaltspiel nicht mehr so einfach durchziehen können«, ist Gästecoach Beierlorzer überzeugt. Was dennoch Hoffnung macht, ist die Einstellung des Teams. Einsatz und Wille waren in Darmstadt da. »Das war so, wie wir uns das vorstellen«, pflichtet auch Baumgart bei und fügt hinzu: »Die Qualität in der 2. Liga ist eine andere. In Darmstadt gewinnt nicht jeder, aber wir können viel besser Fußball spielen. Das müssen wir nur zeigen, denn in dieser Klasse wird uns keine Mannschaft freiwillig Tür und Tor öffnen.«

»Heißer Tanz«

Deshalb wird es auch gegen Regensburg nicht einfach. Der Ligafünfte der Vorsaison bietet für Baumgart sogar beispielhaften Fußball an: »Was Pressing, Aggressivität und Laufbereitschaft angeht, stelle ich mir eine Fußballmannschaft genau so vor. Das wird ein heißer Tanz. «

Mit Blick auf Spieltag zwei wird Baumgart seine Elf auf mindestens einer Position verändern: Klaus Gjasula ersetzt Abgang Robin Krauße (jetzt Ingolstadt). Erwartet wird auch, dass er seine Offensive umstellt. Erster Kandidat wäre Bernard Tekpetey. Der Neuzugang aus Schalke kam zwar in Südhessen nur kurz zum Einsatz, holte aber direkt einen Elfmeter heraus und hinterließ so schon einmal eine Duftmarke. Das gelang in Darmstadt keinem anderen SCP-Angreifer.

So könnte der SCP spielen

Zingerle – Dräger, Strohdiek, Schonlau, Collins – Gjasula – Antwi-Adjei, Klement, Schwede – Michel, Tekpetey

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