Zolinski schoss den SCP 2017 ins Viertelfinale – am Montag wartet wieder Ingolstadt – mit Video
Ein Tor für die Geschichte

Paderborn (WB). Einmal Geschichte schreiben – das möchte jeder Fußballprofi. Ben Zolinski hat dafür ein Tor gereicht: Das schoss er am 19. Dezember 2017 im DFB-Pokal gegen den FC Ingolstadt. Sein Treffer zum 1:0-Sieg war gleichbedeutend mit dem Einzug ins Viertelfinale.

Montag, 20.08.2018, 03:15 Uhr aktualisiert: 20.08.2018, 03:20 Uhr
Da jubelt der Neu-Ingolstädter Robin Krauße (links) noch im SCP-Trikot: Am 19. Dezember 2017 schießt Ben Zolinski die Oberbayern aus dem DFB-Pokal und zieht ins Viertelfinale ein. Heute treffen beide Klubs erneut aufeinander. Foto: Besim Mazhiqi
Da jubelt der Neu-Ingolstädter Robin Krauße (links) noch im SCP-Trikot: Am 19. Dezember 2017 schießt Ben Zolinski die Oberbayern aus dem DFB-Pokal und zieht ins Viertelfinale ein. Heute treffen beide Klubs erneut aufeinander. Foto: Besim Mazhiqi

Noch nie zuvor war es in Paderborns 111-jährigen Vereinsgeschichte so weit gegangen. »Dieser Moment hat sich bei mir festgebrannt, den vergisst man nicht. Als ich traf, brachen alle Dämme. Ich glaube, es war nie lauter in unserer Arena«, blickt Zolinski zurück. Heute Abend (18.30 Uhr) treffen beide Teams erneut aufeinander, diesmal aber schon in Runde eins. »Und es ist ein Duell auf Augenhöhe«, fügt der 26-Jährige an. Nach Paderborns Aufstieg ist der Pokalkampf ein Zweitligaduell.

Kampf um die Plätze

Das sind aber nicht die einzigen Unterschiede. Vor allem bei Zolinski hat sich etwas völlig verändert: In der vergangenen Saison war der gebürtige Berliner Stammspieler, stand in der 3. Liga 34-mal im Kader und 25-mal in der Startelf. Seit Neuzugang Tobias Schwede im SCP-Kader steht, ist seine Situation eine andere. Der Ex-Magdeburger stürmt mit Christopher Antwi-Adjei auf den Außenbahnen, Zolinski sitzt auf der Bank.

»Unser Kader ist besser besetzt als in der vergangenen Saison. Da muss der Trainer harte Entscheidungen treffen«, nimmt Zolinski die Versetzung sportlich fair. Der scharfe Konkurrenzkampf hat sich aber dennoch schon auf das Klima ausgewirkt. Das empfindet zumindest Zolinski so. Es gäbe zwar keinen Miesepeter, der Kampf um die Plätze sei aber voll entbrannt: »Die meisten sind angespannter, alle brennen und alle wollen rein ins Team.«

In der Vorbereitung auf die Saison war Ben Zolinski mit sechs Treffern noch der zuverlässigste Torschütze. Als die Saison losging, half das wenig: Neun Minuten stand er beim 0:1 in Darmstadt auf dem Rasen, beim Heimsieg gegen Regensburg (2:0) gar nicht mehr. »Das ist bitter, aber ich muss das akzeptieren. Ich trainiere hart, bin gegen Ingolstadt hoffentlich wieder eine Option, aber das entscheidet allein unser Trainer.«

Namen nennt Baumgart nicht

Steffen Baumgart hielt sich auch am Sonntag sehr bedeckt: »Es ist mit den betroffenen Spielern gesprochen worden.« Namen nannte der Trainer nicht. Auch zur Besetzung des Kaders wollte sich der 46-Jährige nicht äußern. Am Freitag hatte der Coach noch etwas weiter ausgeholt und erneut betont: »Ich kann nicht nur von einem ausgeglichenen Kader reden, ich muss auch so handeln. Aber jeder, der nicht anspielt bleibt trotzdem ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft.« Das ist schön zu lesen, Zolinski setzt eher auf den Faktor Zeit: »Die Saison ist noch lang, da kann viel passieren.«

Damit die gerade begonnene Spielzeit auch noch möglichst viele Pflichtspiele und damit Einsatzchancen bietet, wäre ein Pokalsieg am Abend hilfreich. »Die Tagesform entscheidet. Wir spielen zuhause, laufen mit breiter Brust auf und wissen, was wir gerade in unserer Arena und speziell gegen Ingolstadt leisten können«, ist Zolinski optimistisch. Sein Tor im Dezember war eines für die Geschichtsbücher und machte Paderborner Pokalträume wahr. Heute soll ein neuer beginnen.

So könnte der SCP spielen

Ratajczak - Dräger, Strohdiek, Hünemeier, Collins - Gjasula - Zolinski, Klement, Schwede - Michel, Tekpetey

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