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Mo., 20.08.2018

Rückkehrer trifft beim 2:1-Erfolg gegen Ingolstadt doppelt Hünemeier schießt Paderborn weiter

Zweikampf in der Beteler Arena: Sven Michel gegen den Ex-Paderborner Robin Krauße.

Zweikampf in der Beteler Arena: Sven Michel gegen den Ex-Paderborner Robin Krauße. Foto: Oliver Schwabe

Von Timo Schäfers

Paderborn (WB). Was für ein Comeback von Uwe Hünemeier. Der Innenverteidiger, der beim 2:1-Sieg des SC Paderborn 07 gegen den FC Ingolstadt erstmals seit seiner Rückkehr aus England in der Startelf stand, avancierte mit zwei Treffern in der ersten Halbzeit zum Helden und schoss seine Farben so vor 9427 Zuschauern in der Benteler Arena in die zweite Runde des DFB-Pokals.

Mit drei erwarteten Änderungen gingen die Paderborner in das Duell mit dem FCI. Wie im Vorjahr erhielt Michael Ratajczak im Pokal den Vorzug auf der Torhüterposition gegenüber Leopold Zingerle. Zudem startete Ben Zolinski auf Rechts für Tobias Schwede und Matchwinner Hünemeier ersetzte Bastian Schonlau im Abwehrzentrum. Die Gäste ließen dagegen die Ex-Paderborner Robin Krauße und Stefan Kutschke von Beginn an ran. Beide waren aber zunächst vor allem defensiv gefordert, da die Hausherren druckvoll begannen und in der siebten Minute durch einen Fernschuss von Mohamed Dräger die erste Chance zu verzeichnen hatten. Auch in der Folge blieben die Ostwestfalen am Drücker, ließen hinten nichts zu, verpassten es in einer intensiv geführten Partie allerdings sich zwingende Torchancen zu erspielen.

Das sollte sich in der 27. Minute schlagartig ändern, als sich Christopher Antwi-Ajdei zunächst auf der linken Seite durchtankte, aus spitzem Winkel aber nur das Außennetz traf und zwei Minuten später nach Zuspiel des agilen Bernard Tekpetey frei an Ingolstadts Keeper Marco Knaller scheiterte. Auf der Gegenseite tauchten dann auch die Schanzer erstmals vor dem SCP-Gehäuse auf, doch Kutschkes Schuss war kein Problem für Ratajczak (30.).

Zolininski traf nur die Latte

Es sollte die einzige Ingolstädter Möglichkeit in der ersten Halbzeit bleiben. Danach spielte nur noch Paderborn und belohnte sich in der 34. Minute für einen starken Auftritt: Nach einer Flanke von Antwi-Adjei stand Hünemeier am langen Pfosten goldrichtig und schoss den Ball volley in die Maschen – 1:0. Nur vier Minuten später hätten die Gastgeber nachlegen müssen: Einen Fernschuss von Klaus Gjasula konnte Knaller nur unzureichend klären, sodass Ben Zolinski frei zum Kopfball kam. Der gebürtige Berliner traf allerdings nur die Latte. Besser machte es dann erneut Hünemeier, der in der 44. Minute wieder am langen Pfosten lauerte und zur 2:0-Pausenführung einköpfte.

Ingolstadts Trainer Stefan Leitl reagierte zur Pause und nahm sowohl Krauße, als auch den unauffälligen Thorsten Röcher vom Platz, dafür kamen Konstantin Kerschbaunmer und Robert Leipertz. Am Spielverlauf sollte sich aber auch nach dem Seitenwechsel erst einmal wenig ändern. Ingolstadt fiel gegen die kompakte Defensive des SCP weiter wenig ein. Im Gegenteil: Paderborn blieb die spielbestimmende Mannschaft und verwaltete die Führung souverän. Allerdings muss sich der Sportclub ankreiden lassen, dass er das Spiel nicht vorzeitig mit einem dritten Treffer entschied. Die beste Gelegenheit dazu bot sich bei einem Konter in der 71. Minute. Michel spielte Zolinski nach einem Doppelpass mit Antwi-Adjei frei, doch der Außenspieler vergab, wie schon in Hälfte eins.

Gäste witterten die Chance

Nur fünf Minuten später bestrafte Sonny Kittel diese Paderborner Nachlässigkeit. Der 25-Jährige verwandelte einen Freistoß aus 25 Metern direkt ins Torwarteck – Ratajczak sah in dieser Situation nicht gut aus. Plötzlich witterten die Gäste aus Bayern noch einmal ihre Chance und warfen in der Schlussphase alles nach vorne. So mussten die Gastgeber tatsächlich noch einmal um den sicher geglaubten Sieg zittern, überstanden die Drangphase der Bayern aber letztlich ohne Gegentreffer.

Dadurch durfte der SCP, dank des Doppelpacks von Uwe Hünemeier, genau wie im vergangenen Jahr den Einzug in die zweite Runde des DFB-Pokals feiern.

SC Paderborn: Ratajczack – Dräger, Strohdiek, Hünemeier, Collins - Gjasula – Zolinski (77. Ritter), Klement, Antwi-Adjei – Tekpetey (57. Schwede), Michel (90. Düker)

FC Ingolstadt: Knaller – Ananou, Matip, Gimber, Lucas Galvao – Schröck, Krauße (46. Kerschbaumer) – Diawusie (71. Benschop), Kittel, Röcher (46. Leipertz) – Kutschke

Schiedsrichter: Daniel Siebert (Berlin)

Zuschauerzahl: 9427

Gelbe Karten: Antwi-Adjei/ Diawusie

Tore: 1:0 Hünemeier (34.), 2:0 Hünemeier (44.), 2:1 Kittel (76.)

 

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