Das starke Comeback bringt Paderborns Trainer Baumgart in eine schwierige Lage
Hünemeier ist wieder da

Paderborn (WB). Steffen Baumgart ist ein Trainer, der zu seinem Wort steht. Das ist bekannt, und das hat der 46-Jährige beim SC Paderborn auch schon einige Male bewiesen. Zum ersten Mal in seiner Amtszeit beim SCP muss der Aufstiegscoach nun aber kräftig zurückrudern.

Freitag, 24.08.2018, 06:00 Uhr
Lautstarker Dirigent und doppelter Torschütze: Uwe Hünemeier hat sich wieder in die Startelf des SCP gekämpft. Foto: Oliver Schwabe
Lautstarker Dirigent und doppelter Torschütze: Uwe Hünemeier hat sich wieder in die Startelf des SCP gekämpft. Foto: Oliver Schwabe

Der Zweitliga-Aufsteiger, der morgen (13 Uhr) bei der SpVgg Greuther Fürth zu Gast ist, hatte sich in der Sommerpause erheblich verstärkt und ist aktuell auf allen Positionen mindestens doppelt gut besetzt. Im Abwehrzentrum sind die Ostwestfalen sogar erstklassig aufgestellt: Mit dem Aufstiegsduo Christian Strohdiek und Sebastian Schonlau

»Wenn die ihre Leistung abrufen, hat es jeder Gegner schwer«, lobt Baumgart das Trio. Hinzufügen könnte man: Weil alle drei sich auf einem Top-Niveau bewegen, hat Baumgart ein Luxusproblem.

Hünemeier nur der Herausforderer

Dabei war die Ausgangslage vor dem Saisonstart klar: Die Kombination Schonlau/Strohdiek ist gesetzt, Hünemeier nur der Herausforderer. Das bekräftigte Baumgart sogar noch vor einer Woche mit Blick auf die Pokalpartie gegen Ingolstadt. »Strohdiek und Schonlau sehe ich einen Tick vorn, sie bleiben deshalb meine Innenverteidiger Nummer 1. Diese Entscheidung ist völlig unabhängig vom Pokalspiel«, legte sich der Trainer gegenüber dieser Zeitung fest. Am Montag spielte Hünemeier für Schonlau, machte ein Riesenspiel (Note: 1,5), traf beim 2:1-Sieg zweimal, agierte auch defensiv ohne Fehler und war deshalb nicht nur für die Fans »Man of the Match«, sondern auch für Baumgart: »Ich stehe zu meiner Aussage, aber ich kann so eine überragende Leistung nicht einfach ignorieren.« Die Folge: Dass der ebenfalls pausierende Leopold Zingerle morgen wieder seinen Stammplatz im Tor einnimmt und Michael Ratajczak auf die Bank muss, bestätigte Baumgart, die Besetzung der Innenverteidigung ließ er offen: »Ob mit Uwe oder Sebastian – das überlege ich mir noch.«

Baumgart will bis zum Spieltag versuchen, in offenen Gesprächen den beiden zu erklären, warum eine Aussage durch ein Spiel revidiert werden kann und warum sich deshalb auch ein Trainer nicht immer sicher ist. »Es gibt kein klares Duo«, betont Baumgart nun und hat gestern noch einmal die Gründe erläutert, den eingespielten Abwehrverbund überhaupt zu verändern: »Basti hatte keine Probleme, aber Uwe brauchte Spielpraxis. Die habe ich ihm aber nicht geschenkt. Er ist ein Spieler, der nicht nur trainiert, sondern auch führt.«

Wie sich Baumgart diesmal entscheidet, ist offen. Eine Andeutung machte der Fußballlehrer aber bereits: »Sebastian ist jung, er kann noch lernen und von Uwe profitieren.«

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