>

Sa., 25.08.2018

SCP macht bei der SpVgg Greuther Fürth aus einem 0:2 noch ein 2:2 Paderborn kämpft sich zurück

Lukas Boeder krönt die Paderborner Aufholjagd: Nach dem Anschlusstreffer in der 89. Minute gelingt ihm in der Nachspielzeit der Ausgleich.

Lukas Boeder krönt die Paderborner Aufholjagd: Nach dem Anschlusstreffer in der 89. Minute gelingt ihm in der Nachspielzeit der Ausgleich. Foto: Thomas F. Starke

Von Sebastian Bauer

Fürth (WB). Es bleibt dabei: Fürth liegt dem SC Paderborn nicht. Auch im zehnten Anlauf klappte es bei der SpVgg. Greuther Fürth nicht mit einem Sieg. Dafür egalisierte der SCP in der Schlussphase ein 0:2 und holte mit dem 2:2 noch einen Punkt.

Dabei wollte der SCP in Franken an die Miniserie der vergangenen Wochen anknüpfen. Zwei Siegen in Liga und Pokal in Folge sollte Erfolg Nummer drei folgen. Dafür nahm Paderborns Trainer Steffen Baumgart im Gegensatz zum 2:1-Sieg im Pokal gegen den FC Ingolstadt drei Wechsel in der Startelf vor: Torwart Michael Ratajczak, Mittelfeldspieler Ben Zolinski und Stürmer Bernard Tekpetey raus, Leopold Zingerle, Tobias Schwede und Marlon Ritter rein. Wie erwartet war Uwe Hünemeier nach seiner starken Vorstellung im Pokal erneut erste Wahl .

Im mit 7480 Zuschauern spärlich gefüllten Sportpark Ronhof machte zunächst aber die Spielvereinigung den dominanteren Eindruck und störte Paderborns Spielaufbau damit empfindlich. Im Gegensatz zu den Hausherren, kam der SCP nicht in die von ihm so geliebten Pressingsituationen, um den Gegner unter Druck zu setzen.

So gehörte auch der erste Abschluss der Partie den Franken – Malocas Kopfball segelte allerdings am Tor vorbei (10. Minute). Die erste Paderborner Torannäherung endete bei Philipp Klements Freistoß aus 17 Metern in der Greuther-Mauer (18.). Wenig später landete ein Schuss von Paderborns Antwi-Adjej am Außennetz (22.).

Klement aus 25 Metern

Die Gäste waren mittlerweile besser im Spiel, bekamen die Fürther dennoch nur schwer in den Griff. So konnte Julian Green nach einem langen Pass in die Spitze entwischen. Sein Schuss ging aber links vorbei. Gerade noch über die Latte lenkte SpVgg-Torwart Sascha Burchert wenig später einen 25-Meter-Kracher von Klement (32.). Der SCP hatte nun Gefallen an der Offensive gefunden, war aber dennoch nicht zwingend genug.

Im Gegensatz zum einseitigen Beginn sahen die Zuschauer nun ein Schlagabtausch auf Augenhöhe. Fürth schaltete weiter brandgefährlich und schnell um. Paderborn bekam dafür deutlich mehr Räume und weniger Druck als in der Startphase.

Bereits in der Nachspielzeit der ersten Hälfte erwies Mohamed Dräger seinem Team dann einen Bärendienst. Der kurz zuvor gelbverwarnte SCP-Verteidiger hielt nahe der Fürther Eckfahne gegen Wittek den Fuß drüber und musste mit Gelb-Rot vom Platz.

Mohr bringt Fürth in Führung

Damit musste Baumgart nach der Pause umstellen. Lukas Boeder kam als Rechtsverteidiger ins Spiel, dafür musste Marlon Ritter vom Feld. Haarig wurde es nun dennoch für den SCP. Erst schloss Green nach einem Konter zu hoch ab (52.). Die folgende Ecke köpfte Sebastian Ernst drüber (53). Dann ließ sich Klement den Ball am eigenen Strafraum abluchsen, aber Keita-Ruel verzog (53.). Schließlich war es doch um die Paderborner geschehen. Nach einer Ecke stand Tobias Mohr völlig frei am langen Pfosten und konnte aus sechs Metern zur Fürther Führung einschießen (55.).

Bemerkenswert: Trotz Unterzahl und Rückstand behielt der SCP seine spielerische Linie bei und zeigte keine Anzeichen von Resignation. Aufgrund der sich nun mehr und mehr bietenden Räume kam die SpVgg. aber zu den klareren Chancen.

Keita-Ruel mit einem Schuss (75.) und Wittek mit einem Freistoß (77.) scheiterten nur knapp am 2:0. In der 84. Minute war es dann doch passiert: Keita-Ruel erzielte nach einer Flanke von David Raum die vermeintliche Vorentscheidung.

Paderborn durfte aber noch einmal Hoffnung schöpfen. Philipp Klement verwandelte einen Freistoß sehenswert zum 1:2-Anschluss (89.). Und es kam noch besser für den SCP. Lukas Boeder machte in der Nachspielzeit das 2:2 und sorgte dafür, dass die Gäste das Remis wie einen Sieg feierten.

Statistik

Fürth: Burchert - Sauer, Maloca, Caligiuri, Wittek (82. Omladic) - Gugganig, Mohr - Atanga (17. Raum), Green (88. Parker), S. Ernst - Keita-Ruel

Paderborn: Zingerle - Dräger, Hünemeier, Strohdiek, Collins - Gjasula (82. Zolinski) - Antwi-Adjej, Klement, Schwede (61. Tekpetey) - Michel, Ritter (46. Boeder)

Schiedsrichter: Reichel (Stuttgart)

Zuschauer: 7480

Tore: 1:0 Mohr (55.), 2:0 Keita-Ruel (84.), 2:1 Klement (89.), 2:2 Boeder (90.+1)

Gelbe Karten: Sauer / Schwede

Gelb-Rote Karte: - / Dräger (45.+1, wiederholtes Foulspiel)

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5999277?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F