Kommentar zum SC Paderborn
SCP ist nie langweilig

Mit fünf Punkten und dem Einzug in die zweite Pokalrunde geht der SC Paderborn in die Länderspielpause : Eine Bilanz, auf die Trainer Steffen Baumgart zufrieden zurückblicken kann.

Sonntag, 02.09.2018, 05:00 Uhr aktualisiert: 02.09.2018, 11:20 Uhr
SCP-Trainer Steffen Baumgart. Foto: Thomas F. Starke
SCP-Trainer Steffen Baumgart. Foto: Thomas F. Starke

Sie ist nicht perfekt, weil der SCP mit dem 0:1 zum Ligastart in Darmstadt noch zu ängstlich war. Sie ist nicht überragend, weil sich der Aufsteiger in die 2. Liga beim 2:2 gegen Greuther Fürth selbst schwächte und es gegen Bochum verpasste, das 3:1 zu machen. Dieser eine Zähler nach einem 0:2-Rückstand mit neun Feldspielern in Fürth zeigte aber auch: Das junge Team ist charakterstark und gibt nie auf. Genau wie am Freitagabend gegen Bochum: Das 0:1 kurz vor der Pause war ein Schock, der Doppelschlag im zweiten Abschnitt die fast schon erwartbare SCP-Antwort.

Erste Schlüsse lassen sich ziehen

Ganz viel Aussagekraft hat die Tabelle noch nicht. Erste Schlüsse kann man dennoch ziehen . Der Kader des SC Paderborn ist gerade in der Breite noch sehr viel besser besetzt als im Aufstiegsjahr. Jeder ist ersetzbar, der Konkurrenzkampf ist noch schärfer. Hier hat Manager Markus Krösche gute Arbeit geleistet.

Der Trainer hat außerdem Wort gehalten: Der Aufsteiger hat bislang in jedem Spiel versucht, den Offensivfußball aus Liga drei auch eine Klasse höher umzusetzen. Zwei Tore in jedem Heimspiel sind der verdiente Lohn. Der Fußball, den dieses Team anbietet, ist nie langweilig. Das Gebotene hat deshalb mehr Zuschauer verdient. Am Freitag wurde erstmals die 10.000er Marke geknackt. Das war ein Anfang, der Hoffnung macht.

Kommentare

chefplaner  schrieb: 02.09.2018 11:22
Der letzte, der von einem Erstligisten - zuvor stets verliehen - den Rückschritt zu uns gemacht hat, hieß Stöger....
chefplaner  schrieb: 02.09.2018 11:14
Gerade Spielern, die sich in höheren Ligen nicht durchsetzen konnten, fehlt oftmals der Biss für untere Ligen, da sie meinen, 90 % reichten auch... Dagegen haben sich Transfers aus unteren Ligen bewährt, haben weniger Risiko, die Spieler sind leicht zu integrieren und sie sehen den SCP als Riesen-Chance.
chefplaner  schrieb: 02.09.2018 11:10
Genau
Genau, man hat einen intakten Kader, der die Klasse für die Liga hat. Warum man dann trotz der (er-)drückenden Schuldenlast die spärlichen Pokaleinnahmen gleich wieder mit vollem Händen nach Hannover überwiesen hat, bleibt daher ein Rätsel.

Das Geld-um-sich-Werfen ist doch schon einmal grandios gescheitert.
3 Kommentare
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