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Mi., 12.09.2018

SC Paderborn freut sich auf das ungleiche Duell mit Spitzenreiter 1. FC Köln - mit Video Dräger zurück in der Startelf

Mohamed Dräger (links) steht in Köln nach abgelaufener Sperre wieder in der Startelf des SC Paderborn.

Mohamed Dräger (links) steht in Köln nach abgelaufener Sperre wieder in der Startelf des SC Paderborn. Foto: imago

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Krasser könnte der Unterschied nicht sein. Anfang Februar dieses Jahres spielte der SC Paderborn in Liga drei beim Provinzverein SG Sonnenhof Großaspach, etwas mehr als ein halbes Jahr danach geht es für den Aufsteiger am Sonntag (Anstoß 13.30 Uhr) eine Etage höher zum 1. FC Köln. Rheinenergiestadion statt Mechatronik Arena. Satte 50.000 Fans statt magere 1200 Zuschauer.

Klar, dass die Partie am Rhein für die junge Paderborner Mannschaft, in der viele Spieler gerade ihre ersten Zweitliga-Erfahrung sammeln, eine ganz besondere ist. Das gilt auch für den Trainer in seiner ersten Saison in dieser Spielklasse. »Das wird interessant. Nicht nur aufgrund der vielen Zuschauer, sondern auch, weil Köln für mich die beste Mannschaft der Liga ist und wir einige Lösungen werden parat haben müssen«, sagt Steffen Baumgart.

Der 46-Jährige, weiß, was auf ihn und die Seinen zukommt. Gemeinsam mit Assistent Daniel Scherning beobachtete er die Geißböcke beim 1:1 gegen Union Berlin, Chefscout Mirko Vogt sah das Kölner 5:3 auf St. Pauli. »Die Mannschaft ist trotz des Abstiegs weitgehend zusammengeblieben und von allen sicher am weitesten«, urteilt Baumgart über den Spitzenreiter, der mit elf Treffern auch den besten Angriff der Liga stellt.

Da wird die Paderborner Defensive besonders gefordert sein und da trifft es sich gut, dass Rechtsverteidiger Mohamed Dräger nach abgelaufener Gelb-Rot-Sperre wieder zur Verfügung steht. Dräger kehrt zurück in die Startelf, sein Vertreter Lukas Boeder muss auf die Bank. Das verriet Baumgart bereits und begründete den Tausch so: »Lukas hat das gut gemacht und wir haben niemanden vermisst. Aber Mo hat sich seinen Platz über Wochen erarbeitet.« Baumgart rechnet auch fest mit Jamilu Collins, der heute von seiner Länderspielreise mit Nigeria zurückkommt, sowie Sven Michel, der gestern pausierte.

Kölner sind klare Favoriten

Fakt ist: Die Kölner sind im ungleichen Duell der Domstädter auf dem Papier der klare Favorit. Wie groß die finanziellen Unterschiede sind, machen diese Zahlen deutlich: Kölns Etat beträgt 31 Millionen, der FC tätigte vor dieser Saison Spielereinkäufe in Höhe von zwölf Millionen Euro und der Kadermarktwert beträgt 76,5 Millionen Euro. Der SCP muss sich mit einem Budget von 17 Millionen begnügen, gab 750.000 Euro für Neuzugänge aus und die Spieler sind insgesamt 8,95 Millionen wert.

Doch die Paderborner haben in der Vergangenheit schon bewiesen, dass sie auch in Köln erfolgreich sein können: Die jüngsten beiden Vergleiche in Müngersdorf beendeten die Ostwestfalen ohne Niederlage und Gegentor. In der Erstliga-Saison 2014/2015 gab es ein 0:0, ein Jahr zuvor gewann der SCP durch ein Tor von Alban Meha sogar mit 1:0. Am Ende stiegen beide auf.

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