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Sa., 15.09.2018

Der SC Paderborn spielt am Sonntag beim Topfavoriten Köln »Eine große Aufgabe«

Emotionale Trainer im Duell: Paderborns Steffen Baumgart und Kölns Markus Anfang treffen am Sonntag aufeinander.

Emotionale Trainer im Duell: Paderborns Steffen Baumgart und Kölns Markus Anfang treffen am Sonntag aufeinander. Foto: Schwabe, imago

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Es wartet die wohl beste Mannschaft der Liga in einem vollen Stadion. Doch wer glaubt, der SC Paderborn habe Bammel vor dem Auftritt bei Spitzenreiter 1. FC Köln (Sonntag, 13.30 Uhr), der sieht sich getäuscht.

»Köln ist die Mannschaft der Stunde. Das ist eine große Aufgabe und Herausforderung für unser junges Team. Aber wir freuen uns sehr darauf«, sagt SCP-Trainer Steffen Baumgart. Der FC ist in dieser Saison noch unbesiegt, aber auch der SCP hat die vergangenen vier Pflichtspiele nicht mehr verloren.

Beste Voraussetzungen also für einen unterhaltsamen Nachmittag, zumal die zwei Kontrahenten für ihre Stärken in der Offensive bekannt sind.

Und es gibt keinen Zweifel daran, dass die Gäste diese Qualitäten auch in Müngersdorf einbringen und ihre Spielidee umsetzen wollen. »Wir werden uns nicht hinten reinstellen und nicht von unserer Spielweise abgehen. Auch wenn der Gegner sehr ballsicher ist: Wir wollen auch in Köln versuchen, unser Ding durchzuziehen und unsere Chance nach vorne suchen. Ob es klappt, wird man sehen«, erklärt Baumgart.

Wie selbstbewusst die Paderborner sind, zeigt diese Aussage des Trainers: »Es geht nicht um Köln, es geht um uns. Wir fahren auch dorthin, um zu gewinnen. Denn am Ende geht es um drei Punkte.«

»Er denkt offensiv«

Der Paderborner Glaube in die eigene Stärke heißt aber nicht, dass mit größenwahnsinnigen Gästen zu rechnen ist. Der Respekt vor dem Primus ist groß, und anders als zuletzt gegen die SpVgg Greuther Fürth und den VfL Bochum rechnet Baumgart nicht mit einem Gegenüber, der dem SCP das Spiel überlässt: »Mein Trainerkollege Markus Anfang hat einen klaren Plan vom Fußball, das hat er schon bei Holstein Kiel bewiesen. Er denkt offensiv.«

Das gilt auch für den SCP – unabhängig vom Personal, bei dem es diesmal einige Fragezeichen gibt. Bei Jamilu Collins ist im Länderspiel mit Nigeria die Sprunggelenksverletzung aus dem Bochum-Spiel aufgebrochen. »Wir könnten ihn reinwerfen. Die Frage ist, ob wir das wollen, denn die Saison ist noch lang«, sagt Baumgart, der als Alternativen für die linke Abwehrseite Felix Herzenbruch oder Lukas Boeder in der Hinterhand hat. Eine Entscheidung fällt erst kurz vor dem Anpfiff, daher wird der SCP am Samstag mit 19 Spielern anreisen.

Hoffnung für Schonlau

Dazu gehört in jedem Fall Last-Minute-Neuzugang Babacar Gueye. »Er steht zum ersten Mal im Kader und hat gute Chancen zu spielen«, sagt der Trainer. Womöglich läuft der Ex-Hannoveraner als Sturmpartner von Sven Michel, der nach Achillessehnenproblemen wieder fit ist, sogar von Beginn an auf. Denn Bernard Tekpetey gab zuletzt eine unglückliche Figur ab.

Hoffnungen auf die Startelf darf sich auch Innenverteidiger Sebastian Schonlau machen. »Sebastian ist immer eine Überlegung. Jeder weiß, was ich von ihm halte«, sagt Baumgart, nachdem der SCP in den vergangenen beiden Spielen ohne Schonlau vier Gegentore kassiert hatte.

Eine große Kulisse im 50.000 Zuschauer fassenden Rheinenergiestadion ist garantiert. Der Heimbereich ist ausverkauft, für die Paderborner Fans gibt es noch 150 Karten an der Tageskasse.

So könnte der SCP spielen

Zingerle - Dräger, Schonlau (Hünemeier), Strohdiek, Collins (Boeder) - Gjasula - Zolinski, Klement, Antwi-Adjei - Gueye, Michel

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