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Mo., 17.09.2018

Kommentar zum SC Paderborn Aufsteiger besteht Reifeprüfung

Wenn Ostwestfalen aus dem Häuschen sind: Die SCP-Fans feiern mit den Spielern den denkwürdigen Triumph in Köln.

Wenn Ostwestfalen aus dem Häuschen sind: Die SCP-Fans feiern mit den Spielern den denkwürdigen Triumph in Köln. Foto: imago

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Dass der SC Paderborn kein klassischer Aufsteiger ist, der nur um den Klassenerhalt in Liga zwei kämpft, das hatten die Ostwestfalen schon an den ersten vier Spieltagen bewiesen. Nach dem 0:1 in Darmstadt gab es einen Sieg und zwei Unentschieden, der SCP war nach einem überragenden Drittligajahr auch eine Etage höher angekommen. Was in Köln passiert ist, hat den Paderborner Saisonstart aber auf eine andere Ebene gehoben. Bisher war er gut, jetzt ist er sehr gut. Der 5:3-Sieg war die Reifeprüfung des SCP.

Dabei spricht nicht nur das nackte Resultat für sich. Wer beim Spitzenreiter vor 50.000 Zuschauern zweimal einen Rückstand aufholt und fünf Tore schießt, der darf sich zurecht feiern lassen und es selber tun. Doch die Reaktionen der Verantwortlichen noch vor Ort zeigen, wie geerdet diese Paderborner sind. Abheben verboten. Manager Markus Krösche sprach erst mal die negativen Dinge an, bevor er Lob verteilte. Und Trainer Steffen Baumgart erklärte die Kabinen-Party schon für beendet, als sie noch gar nicht richtig begonnen hatte: »Die Jungs dürfen sich jetzt kurz freuen, aber das ist gleich wieder vorbei.«

Sie wissen, was sie können, bringen ihre Qualitäten aber lieber auf dem Platz ein, als große Sprüche zu klopfen. Das war beim Aufstieg in der Vorsaison so, und das ist auch jetzt nach fünf Pflichtspielen ohne Niederlage und der Gala in Köln so.

Eine Saison ohne Sorgen bleibt das Ziel. Die Gefahr scheint gering, aber Krösche und Baumgart werden in dieser Woche genau beobachten, ob dem einen oder anderen dieser Dreier womöglich nicht doch zu Kopf gestiegen ist.

Denn nach den bis gestern ungeschlagenen Kölnern kommt am Sonntag das noch sieglose Kellerkind aus Magdeburg in die Benteler-Arena. Die SCP-Führung wird schon dafür sorgen, dass die Mannschaft gleichermaßen fokussiert ist. Den Spielern ist derweil zu wünschen, dass das Stadion prall gefüllt sein wird. Mehr Vorleistung geht ja nicht.

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