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Mi., 26.09.2018

SC Paderborn beim FC St. Pauli: Trainer Steffen Baumgart krank Aus dem Bett auf die Bank

Der erkrankte Cheftrainer Steffen Baumgart (links) musste sich gestern von Co-Trainer Daniel Scherning vertreten lassen.

Der erkrankte Cheftrainer Steffen Baumgart (links) musste sich gestern von Co-Trainer Daniel Scherning vertreten lassen. Foto: Thomas F. Starke

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Ein Nasenbeinbruch, eine Achillessehnenreizung und ein Magen-Darm-Infekt: Vor dem Auftritt des SC Paderborn 07 im ausverkauften Millerntor-Stadion des FC St. Pauli (Mittwoch, 18.30 Uhr) stehen beim SCP drei Personalfragen im Fokus.  Es geht um Klaus Gjasula, Sven Michel und jemanden, der sonst nur auf die Ausfallliste blickt und nicht selbst auf ihr zu finden ist – Cheftrainer Steffen Baumgart.

Der 46-Jährige kam am Dienstagmorgen in sein Büro im Trainingszentrum, nachdem er sich über Nacht einen Magen-Darm-Infekt eingefangen hatte, und musste sich von Co-Trainer Daniel Scherning attestieren lassen, nicht gut auszusehen. »Wir haben uns kurz besprochen, dann ist Steffen wieder ins Hotel gefahren und hat sich ins Bett gelegt«, sagte Scherning, der Baumgart auch bei der Spieltagspressekonferenz am Mittag vertrat. Pressesprecher Matthias Hack ergänzte: »Bei der Nicht-Nominierung für die PK handelt es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Steffen wird am Mittwoch voraussichtlich wieder einsatzbereit sein.« Auf die Mitreise im Bus, der am frühen Nachmittag in Richtung Hamburg aufbrach, verzichtete Baumgart aber. Stattdessen machte er sich, chauffiert von Manager Markus Krösche, etwas später auf den Weg.

Michel fällt ebenfalls aus

Wie sein Chef saß auch Sven Michel nicht mit im Teamgefährt. Der in dieser Saison bislang zweimal erfolgreiche Angreifer leidet weiterhin unter einer hartnäckig­en Achillessehnenreizung. Diese zwang ihn schon im Heimspiel gegen Magdeburg zum Zuschauen und nun wird er auch die Begegnung mit den punktgleichen Paulianern lediglich aus der Ferne verfolgen können. »Sven ist noch immer nicht ohne Schmerzen und so lange er nicht vollkommen beschwerdefrei ist, werden wir ihn nicht auf den Trainingsplatz lassen«, sagt Scherning.

Bliebe, abgesehen von der Tatsache, dass die Langzeitverletzten Massih Wassey und Philippos Selkos fehlen, Frage Nummer drei und damit die Nase von Klaus Gjasula. Am Sonntag gebrochen, am Montag gerichtet, am Mittwoch wieder auf dem Spielfeld? Festlegen wollte sich Scherning noch nicht, allerdings spricht viel dafür: »Klaus trägt nun neben dem Helm auch noch eine Art Polster auf der Nase. Das wird vielleicht ein bisschen komisch aussehen, aber er sagt, dass ihn das gar nicht störe.«

Gjasula einsatzbereit

Gjasula ist einsatzbereit. Jeder andere, der Sonntag am Spektakel gegen Magdeburg beteiligt war, ebenfalls. Aber weniger wegen der sieben Gegentore in den jüngsten zwei Spielen als vielmehr ob der Englischen Woche seien Wechsel in der Startelf möglich, sagt Scherning: »Das sind in dieser Woche drei große Herausforderungen. Wir haben einen breiten Kader, viele Optionen und denken über Änderungen nach.«

Wie erwähnt: Damit meint der 34-Jährige ausschließlich die Aufstellung, keinesfalls die Ausrichtung. An der halten die Paderborner Verantwortlichen fest. Auch heute Abend werden die Zeichen auf Angriff stehen: »Wir müssen die Fehler minimieren, doch wir werden weiter mutig nach vorne spielen.« Die Atmosphäre am Millerntor wird ihren Teil dazu beitragen, dass erneut Vollgas statt Vorsicht angesagt ist, denn »die«, weiß Scherning, »ist außergewöhnlich. Das sind die Spiele, auf die man sich am meisten freut«. Wenn die Gesundheit mitspielt.

So könnte der SCP spielen:

Zingerle - Dräger, Schonlau, Strohdiek, Collins - Gjasula - Schwede, Klement, Antwi-Adjei - Tekpetey, Gueye

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