>

Fr., 26.10.2018

Paderborn: Klaus Gjasula und Sebastian Vasiliadis kämpfen um den freien Platz Abräumer vor der Abwehr gesucht

Wichtiger Stabilisator: Klaus Gjasula (hier gegen Fürths Julian Green) muss aber um seinen Platz kämpfen.

Wichtiger Stabilisator: Klaus Gjasula (hier gegen Fürths Julian Green) muss aber um seinen Platz kämpfen. Foto: Thomas F. Starke

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Wenn ein Trainer die Qual der Wahl hat, dann spricht das für die Klasse des Kaders. Steffen Baumgart nennt vor dem Heimspiel des SC Paderborn am Samstag (13 Uhr) gegen den SV Sandhausen ein weiteres Luxusproblem.

Diesmal betrifft es nicht das Abwehrzentrum, sondern den defensiven Part im zentralen Mittelfeld: Kehrt der zuletzt gesperrte Klaus Gjasula wieder auf seine Stammposition zurück oder bekommt Sebastian Vasiliadis eine weitere Chance? »Egal wer spielt, ich hätte da keine Bauchschmerzen«, sagt Baumgart.

Sperre öffnet Nachwuchsmann die Tür

Die Rollen waren vor dem 10. Spieltag noch klar verteilt: Klaus Gjasula, (28) spielte den Abräumer vor der Abwehr, Sebastian Vasiliadis (21) musste sich hinten anstellen, saß auf der Bank und durfte lediglich auf Kurzeinsätze hoffen.

Gjasulas fünfte Gelbe Karte beim 2:1-Sieg in Ingolstadt, verbunden mit einem Spiel Sperre, machte dann aber die Tür für den Nachwuchsmann auf. Vasiliadis nutzte beim 0:0 gegen Union Berlin seine Chance und lieferte eine fast tadellose Leistung ab. »Ich stehe vor einer ähnlichen Situation wie zuletzt zwischen Uwe Hünemeier und Sebastian Schonlau«, zieht Baumgart diesen Vergleich.

Im Zentrum der Viererkette tauschte er deshalb schon munter durch, erst spielte Schonlau neben Kapitän Christian Strohdiek, dann Hünemeier und im Moment wieder der acht Jahre jungere Schonlau. Im Mittelfeld scheint der Konkurrenzkampf nun ähnlich hart zu werden, Baumgart beschreibt das so: »Bei Vasi sehe ich die Entwicklung, Klaus war bislang der starke Stabilisator. Beides darf und will ich nicht unberücksichtigt lassen.«

Gäste-Trainer setzt auf Paderborner Durchmarsch

Mit Sandhausen kommt am Samstag der Drittletzte, der SC Paderborn ist klarer Favorit und nimmt diese Rolle auch an. Baumgart warnt aber: »Wir sollten uns nicht vom Tabellenplatz blenden lassen. Die Leistungsstärke des SV Sandhausen ist deutlich höher, die Mannschaft steht sehr kompakt, verteidigt gut und schaltet schnell um. Da kommt einiges auf uns zu.« Besonders die beiden Spitzen Fabian Schleusener und Andrew Wooten haben es Baumgart angetan: »Das ist große Qualität.«

Mit Uwe Koschinat haben die Gäste auch die Trainerbank neu besetzt. Der Coach, zuletzt bei Fortuna Köln unter Vertrag, hat die Paderborner noch aus der Drittligasaison 2017/2018 im Blick: »Dieses Team hat mich fasziniert und deshalb habe ich im Sommer auch auf einen Paderborner Durchmarsch gesetzt.«

Das dicke Kompliment ehrt Baumgart, der spielt den Ball aber sofort zurück: »Uwe Koschinat kennt uns sehr gut und weiß, wie wir agieren wollen. Außerdem hat er Sandhausen gleich wieder in die Spur gebracht.« Das war genau vor einer Woche: Der SV Sandhausen fertigte den FC Ingolstadt mit 4:0 ab und verließ damit den direkten Abstiegsplatz.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6145391?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F