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Sa., 27.10.2018

Nach Anlaufschwierigkeiten ist Tobias Schwede beim SCP angekommen – mit Video Es geht nach oben

Ein Tor geschossen, eins vorbereitet und fünf weitere Treffer eingeleitet: Paderborns Außenstürmer Tobias Schwede.

Ein Tor geschossen, eins vorbereitet und fünf weitere Treffer eingeleitet: Paderborns Außenstürmer Tobias Schwede. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Neue Liga, neuer Verein, neues System: Wenn Tobias Schwede am Samstag (13 Uhr) mit dem SC Paderborn auf den SV Sandhausen trifft, steht er mal wieder vor einer Premiere. Noch nie spielte der 24-Jährige gegen den Klub aus der kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg.

Die Gäste muss man nach sechs Siegen in neun Duellen wohl in die Kategorie »Angstgegner« einordnen, mit Uwe Koschinat sitzt zudem ein neuer Trainer auf der Bank, Schwede selbst interessiert das wenig: »Wir sind ein starkes Team und haben gezeigt, was wir auf dem Kasten haben. Alles andere kann nicht unser Ding sein.«

Wechsel vom 1. FC Magdeburg

Schwedes »Ding« ist der SCP. Als der Außenstürmer im Sommer vom 1. FC Magdeburg kam, war vieles anders. An die Stadt hat er sich gewöhnt, an die Liga und den wuchtigen Offensiv-Fußball seines neuen Vereins noch nicht so ganz: »Zum Teil fand ich meine Spiele ganz in Ordnung, ich habe aber noch Luft nach oben. Aber das gilt für uns alle.«

Sein erstes Zweitligator schoss Schwede mit dem 4:2 (Endstand: 4:4) ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub. Dieses Remis fühlte sich am Ende aber an wie eine Niederlage, drei Tage später kassierte der SCP beim FC St. Pauli (1:2) tatsächlich eine. Diese 180 Minuten waren mit einem Punkt nicht sonderlich erfolgreich, im Gedächtnis geblieben sind sie dennoch: Sie waren die auffälligsten Auftritte von Tobias Schwede.

Der sprintstarke Dauerläufer (bis zu 13 Kilometer pro Spiel) wurde von seinem Trainer Steffen Baumgart in allen elf Pflichtspielen gebracht. Siebenmal von Beginn an, viermal eingewechselt. »Tobi weiß noch gar nicht, was er alles kann. Ihm fehlt manchmal noch der Glaube an die eigene Stärke«, ist Baumgart von den Qualitäten des Außenstürmers überzeugt. Schwede selbst sieht sich auch auf dem richtigen Weg: »Ich kenne die Meinung meines Trainers. Er versucht alles aus mir herauszukitzeln, ich versuche immer Gas zu geben. Beides hilft.«

Sichtbare Fortschritte

Seine Fortschritte sind sichtbar, auch wenn Schwedes Auftritte gerade in Ingolstadt und gegen Union noch ausbaufähig waren. »Wir entwickeln uns als Mannschaft jede Woche ein bisschen weiter, Leistungsschwankungen gehören dazu. Auch Tobi macht diesen Prozess jetzt durch«, sagt Baumgart. Viel wichtiger sei, dass die Grundausrichtung stimme. Die Leistungskurve bei Schwede zeigt grundsätzlich nach oben, und das gefällt auch Manager Markus Krösche. Er sei sehr zufrieden, sagt er, und ist überzeugt: »Tobi wird helfen, dass wir unser Spiel noch besser durchsetzen.«

Wobei das nicht einfacher wird. Die Gegner nehmen den mutigen Neuling schon anders wahr. Die Räume, das haben die Heimspiele gegen Aue (1:0) und Union (0:0) gezeigt, werden enger, hier müssen Trainerstab und Spieler andere Lösungen finden. Wohin der Weg dann am Ende führt? Der schnelle Schwede tritt hier verbal auf die Bremse. »Ich will so weit nach oben kommen wie möglich«, sagt er ganz unverbindlich und schiebt einen der Lieblingsätze seines Trainers hinterher: »Wichtig ist nur das nächste Spiel.« Am Samstag kommt Sandhausen. Die SCP-Bilanz ist extrem negativ – mit Tobias Schwede kann sie jetzt besser werden.

So könnte der SCP spielen

Zingerle - Dräger, Schonlau, Strohdiek, Collins - Gjasula - Antwi-Adjei, Klement, Schwede - Guèye, Zolinski

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