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Sa., 27.10.2018

3:3 gegen Sandhausen: SCP dreht einen 0:2-Rückstand Tor-Festival in Paderborn

Zweikampf in der Benteler Arena in Paderborn: Der Paderborner Sebastian Vasiliadis gegen Sandhausens Tim Kister.

Zweikampf in der Benteler Arena in Paderborn: Der Paderborner Sebastian Vasiliadis gegen Sandhausens Tim Kister. Foto: Oliver Schwabe

Paderborn (WB/MR). Tor-Festival in Paderborn: Der SCP drehte einen 0:2-Rückstand gegen den SV Sandhausen, führte zwischenzeitlich sogar mit 3:2, musste sich aber am Ende aber mit einem 3:3 (1:2) zufrieden geben. Damit holte der Zweitliga-Aufsteiger aus dem Heimspiel-Doppelpack gegen Union Berlin und dem SVS nur zwei Punkte.

Mit zwei personellen Veränderungen im Vergleich zum 0:0 begann der SCP. Bernard Tekpetey und der zuletzt gesperrte Klaus Gjasula kehrten in die Startelf zurück, Christopher Antwi-Adjei und Ben Zolinski mussten auf die Bank.

Sebastian Vasiliadis, der vor einer Woche als Ersatz von Gjasula noch eine fast tadellose Vorstellung abgeliefert hatte, blieb im Team, musste aber seinen Posten im defensiven Mittelfeld wieder an Gjasula abtreten. Vasiliadis agierte als zweite Spitze neben Babacar Guèye.

Mehr Ballbesitz und doch ausgekontert

Paderborn hatte von Beginn an wieder mehr Ballbesitz (bis zu 76 Prozent), spielte aber ohne Tempo und konnte sich – wie zuletzt beim 0:0 gegen Union Berlin – kaum Torchancen herausspielen.

Und wurde diesmal auch noch zweimal klassisch aus gekontert: Das 0:1 (14.) bereite Andrew Wooten vor. Der umspielte Christian Strohdiek, passte anschließend genau auf Fabian Schleusener und der hatte keine Mühe. In Minute 27 machte es Wooten selbst: Diesmal von einem glänzenden Außenrist-Steilpass von Rurik Gislason bedient, ließ auch er Leopold Zingerle im SCP-Tor keine Chance – 0:2!

Einzelaktion verhilft zum Anschlusstreffer

Dem seit 9. Februar (0:1 gegen RW Erfurt) zuhause ungeschlagenen SCP fiel in dieser Phase nicht viel ein. Guéye (31.) zog einmal aus 22 Metern ab, doch Niklas Lomb im Tor der Gäste, der zum ersten Mal eingreifen musste, hatte keine Mühe.

Es war schließlich eine Einzelaktion von Vasiliadis, mit der er das Anschlusstor (35.) einleitete. Der Ex-Aalener versetzte erst Jesper Verlaat, an seine Hereingabe kam Lomb nicht heran und Guèye konnte zum 1:2 abstauben.

Glück gehabt

Paderborn erhöhte nun den Druck und kam endlich zu Abschlüssen. Und zu einem weiteren Tor: Doch der Treffer von Tekpetey (45.) wurde nicht gegeben. »Vorbereiter« Sebastian Schonlau sollte zuvor Gislason gefoult haben. Eine zumindest diskussionswürdige Entscheidung.

Ebenso der »Ringkampf« zwischen Wooten und Strohdiek direkt nach Wiederanpfiff: Beide gingen zu Boden, Schiri Sather (Grimma) entschied hier aber auf Stürmerfoul. Da hatte der SCP Glück, denn andersherum hätte der SCP-Kapitän als letzter Mann sogar Rot sehen müssen.

Nichts geht ohne Vasiliadis

In der Folgezeit entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Guèye (59.) verpasste knapp, Jamilu Collins rettete einmal nach einer von Verlaat verlängerten Ecke auf der Linie (64.).

Dann war es wieder Vasiliadis, der auch den zweiten SCP-Treffer vorbereitet. Diesmal bediente er Tekpetey (66.), der zwei Gegenspieler stehen ließ und zum 2:2-Ausgeleich traf.

Und weil es ohne Vasiliadis nicht ging, bereitete er auch noch den dritten Treffer vor: Diesmal bediente er den eingewechselten Marlon Ritter und der netzte zum 3:2 (80.) ein.

Das war es aber noch nicht, weil sich Paderborn erneut überraschen ließ: Und wieder war es Wooten, der traf. Diesmal bereitete der eingewechselte Vollmaann das sechste Tor des Tages vor.

Statistik

SC Paderborn: Zingerle – Dräger, Schonlau, Strohdiek, Collins – Gjasula (59. Ritter) – Tekpetey, Klement, Schwede (75. Antwi-Adjei) – Guèye, Vasiliadis

SV Sandhausen: Lomb – Klingmann, Kister (82. Behrens), Verlaat, Paqarada – Gislason, Linsmayer, Förster (69. Jansen), Müller (57. Vollmann) – Wooten, Schleusener

Tore: 0:1 Schleusener (14.), 0:2 Wooten (27.), 1:2 Guéye (35.), 2:2 Tekpetey (66.), 3:2 Ritter (80.), 3:3 Wooten (83.)

Schiedsrichter: Sather (Grimma)

Gelbe Karten: Tekpetey, Ritter / Kister, Linsmayer

Zuschauer: 8216

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