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Di., 30.10.2018

3:0-Sieg beim Fünftligisten Chemie Leipzig Paderborn zieht ins Pokal-Achtelfinale ein

Der SCP im Torjubel.

Der SCP im Torjubel. Foto: Jan Huebner

Von Peter Klute

Leipzig (WB). Der SC Paderborn steht zum zweiten Mal in Folge im Achtelfinale des DFB-Pokals. Der Zweitligist setzte sich am Dienstagabend in der 2. Runde beim Fünftligisten BSG Chemie Leipzig souverän mit 3:0 (2:0) durch und darf sich neben dem Weiterkommen über 664.000 Euro freuen.

Leipzigs Trainer Dietmar Demuth hatte vor dem Anpfiff gesagt: „Paderborn schießt viele Tore und spielt sehr offensiv. Dadurch wackeln sie hinten manchmal und das sollte unsere Chance sein. Der SCP ist allerdings ein anderes Kaliber als Regensburg.“ Gegen den Jahn hatte Leipzig in Runde eins triumphiert. Diesmal reichte es nicht.

Michael Ratajczak, Christopher Antwi-Adjei und Uwe Hünemeier rein, Leopold Zingerle, Tobias Schwede und Kapitän Christian Strohdiek raus: Das waren die drei Änderungen in der Paderborner Startelf gegenüber dem 3:3 am vergangenen Samstag gegen den SV Sandhausen.

Schreck nach neun Sekunden

Die Flutlicht-Premiere im ausverkauften Alfred-Kunze-Sportpark war gerade einmal neun Sekunden alt, da fuhr den mitgereisten Fans der Ostwestfalen erst mal der Schreck in die Glieder. Kai Druschky, Leipzigs Siegtorschütze gegen Regensburg, tauchte vor Ratajczak auf, verzog aber.

Der Favorit tat sich anfangs schwer, ging dann aber mit der ersten Chance nach einem Standard in Führung. Philipp Klement führte eine Ecke kurz aus, Mohamed Dräger flankte nach innen, Sebastian Schonlau köpfte den Ball zunächst an den Pfosten und Babacar Gueye staubte aus kurzer Entfernung ab.

Nicht mehr in Gefahr

In der 18. Minute stand es also 0:1 und zehn Minuten später folgte das 0:2. Diesmal trat Klement eine Ecke genau auf den Kopf des völlig freien Hünemeier und der Paderborner Ersatz-Kapitän, Doppeltorschütze in Runde eins gegen Ligarivale FC Ingolstadt, traf schon wieder. Antwi-Adjei (24.) und Sebastian Vasiliadis (35.) hatten noch vor der Pause weitere Tore auf dem Fuß, scheiterten aber am kanadischen Schlussmann der Hobbykicker aus Sachsen, Julien Latendresse-Levesque.

Aber auch so gerieten die Gäste in Durchgang zwei nicht mehr in Gefahr, zumal sie ab der 55. Minute in Überzahl waren. Leipzigs Philipp Wendt sah nach einem rüden Einsteigen gegen Bernard Tekpetey die Rote Karte von Bundesliga-Schiedsrichter Christian Dietz. Es wurde hitzig, doch die Paderborner bewahrten einen kühlen Kopf. Als Gueye nach einer knappen Stunde nach Flanke von Tekpetey das 3:0 für den SCP nachlegte, war endgültig alles klar. Danach scheiterte Dräger noch am Pfosten (70.).

Nächste Pokalpartie im Februar

Das Achtelfinale wird Anfang Februar ausgetragen und am kommenden Sonntag in der ARD-Sportschau ausgelost. Glücksfee ist Blindenfußballer Serdal Celebi vom FC St. Pauli, Torschütze des Monats September. In der Meisterschaft geht es für den SCP am Samstag mit dem Gastspiel beim MSV Duisburg weiter.

Statistik

Chemie Leipzig: Latendresse-Levesque – Wayer, B. Schmidt, Karau, L.Schmidt – Böttger, Wendschuch (79. Trogrlic) - Wendt, Heinze (75. Schmidt), Bury - Druschky (75. Keßler)

SC Paderborn: Ratajczak - Dräger, Schonlau, Hünemeier, Collins - Gjasula - Tekpetey (78. Ritter), Klement (62. Zolinski), Antwi-Adjei - Vasiliadis, Gueye (75. Düker)

Zuschauer: 5000 (ausverkauft)

Tore: 0:1 Gueye (18.), 0:2 Hünemeier (28.), 0:3 Gueye (59.)

Schiedsrichter: Dietz (München)

Gelbe Karten: Wendschuch, B. Schmidt, Wayer / Gjasula, Gueye, Dräger, Hünemeier

Rote Karte: Wendt (Leipzig, 55.)

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