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Mo., 05.11.2018

Beim 0:2 in Duisburg reißt die Paderborner Erfolgsserie Durch zwei Traumtore besiegt

Das ging ins Auge: Für Marlon Ritter und den SC Paderborn war beim MSV Duisburg (hier Ahmet Engin) nichts zu holen.

Das ging ins Auge: Für Marlon Ritter und den SC Paderborn war beim MSV Duisburg (hier Ahmet Engin) nichts zu holen. Foto: dpa

Von Peter Klute

Duisburg (WB). Auch Zwei-Tore-Rückstände wettzumachen, ist dem SC Paderborn nicht fremd. Allein in dieser Zweitligasaison schaffte der SCP das schon zweimal – gegen Greuther Fürth und Sandhausen. Doch als der eingewechselte Ben Zolinski in Duisburg nach 72 Minuten freistehend am langen Eck vorbeizielte, war klar: Diesmal wird es nichts mit einer Aufholjagd.

Es blieb beim 0:2 (0:1) aus Sicht der Gäste , und das Ergebnis war in den Augen von Paderborns Trainer Steffen Baumgart »nicht unverdient«. Und es beendete zwei Serien. Für den SCP war es die erste Niederlage nach fünf ungeschlagenen Pflichtspielen, der MSV holte im sechsten Anlauf die ersten Heimpunkte. »Paderborn hat eine bockstarke Mannschaft mit viel Qualität. Deshalb ist der Respekt vor meinen Spielern heute sehr groß«, sagte Duisburgs Coach Torsten Lieberknecht.

Dass er nach Abschluss einer gelungenen Englischen Woche (zuvor 1:1 in Ingolstadt und ein 3:0 im Pokal in Bielefeld) Grund zur Freude hatte, lag an zwei herausragenden Einzelaktionen. In der 24. Minute narrte Cauly Oliveira Souza an der Strafraumgrenze Mohamed Dräger und nagelte den Ball unhaltbar für Leopold Zingerle in den Winkel. Nach gut einer Stunde wurden die Paderborner Bemühungen, die Partie mit einem Doppelwechsel noch zu drehen, jäh gestoppt. Boris Tashchy, gerade fünf Sekunden auf dem Platz, überwand Zingerle nicht minder spektakulär mit einer Direktabnahme unter die Latte. Siegbringende Szenen, die selbst den Verlierer schwer beeindruckten: »Super, sensationell«, sagte Baumgart. Manager Markus Krösche sprach von »Traumtoren«, und der geschlagene Zingerle musste eingestehen: »Das waren zwei Sonntagsschüsse. Richtig gut gemacht. Kompliment.«

Fehlende Effizienz und kein Spielglück

Zwei Traumtore für drei Punkte, da interessierte es bei den Zebras keinen mehr, dass sie nur zweimal aufs Tor schossen und drei Torchancen hatten. Kurz vor der Pause verpasste Richard Sukuta-Pasu nach einem Schuss von Andreas Wiegel (neben dem eingewechselten Moritz Stoppelkamp ein weiterer Ex-Paderborner in Reihen des MSV) das vorzeitige 2:0.

Und der SCP? Die Paderborner Torfabrik blieb zum dritten Mal in der Saison ohne Treffer und tat sich beim bis dato Vorletzten schwer, Chancen zu kreieren. Die größte Möglichkeit vergab Bernard Tekpetey unmittelbar vor der Duisburger Führung, als er nach einem Pass von Marlon Ritter an der Fußabwehr von Torwart Daniel Mesenhöler scheiterte. Der war auch in der Schlussphase gegen Christopher Antwi-Adjei und Babacar Gueye zur Stelle.

Mehr Gefahr ging von den Gästen diesmal nicht aus, und sie waren, im Gegensatz zum Gegner, nicht effizient. »Wir haben hinten wenig zugelassen, hatten viele Ballgewinne, haben aber falsche Entscheidungen getroffen und waren nicht zielstrebig«, kritisierte Kapitän Christian Strohdiek das Paderborner Offensivspiel. »Wir haben uns in Einzelaktionen verlaufen und nicht zusammengespielt«, fügte Krösche an. Baumgart stellte fest: »Es gab viele Möglichkeiten, die wir dann nicht gut ausgespielt haben.« Zudem fehlte das Spielglück, was Zingerle zu dieser treffenden Aussage verleitete: »Heute ist es für uns einfach denkbar schlecht gelaufen.«

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