>

So., 25.11.2018

SC Paderborn gewinnt in Heidenheim 5:1 – am Freitag kommt nun Arminia zum OWL-Duell In Torlaune

Paderborner Jubel: Antwi-Adjei (rechts) erzielte das 1:0.

Paderborner Jubel: Antwi-Adjei (rechts) erzielte das 1:0. Foto: Harry Langer

Von Elmar Neumann

Heidenheim (WB). Fußball-Zweitligist SC Paderborn 07 hat sich in beeindruckender Manier aus der Länderspielpause zurückgemeldet. Fünf Tage vor dem OWL-Duell gegen Arminia Bielefeld gewann der SCP seine Partie beim 1. FC Heidenheim mit 5:1 (2:1) und verbesserte sich mit dem höchsten Saisonsieg auf den siebten Platz.

Die vielen Fragen, die sich im Zusammenhang mit dem genesenen Sven Michel gestellt hatten, waren mit der Bekanntgabe der Aufstellung beantwortet. Der SCP-Angreifer war nicht nur mit nach Heidenheim gereist, er stand nach seiner neunwöchigen Auszeit auch gleich wieder in der Startelf, wo er den Platz des nicht für den Kader nominierten Senegalesen Babacar Guèye einnahm. Der zweite und letzte Tausch, den Trainer Steffen Baumgart im Vergleich zum 4:4 gegen Kiel vornahm, betraf das defensive Mittelfeld. Dort bekam Sebastian Vasiliadis den Vorzug vor Klaus Gjasula. Das wäre bekanntlich schon gegen Kiel der Fall gewesen, wenn sich der 21-Jährige vor zwei Wochen nicht beim Aufwärmen leicht verletzt hätte.

»Zu allem in der Lage«

Heidenheims Trainer Frank Schmidt musste im Heimspiel des Achten gegen den Zehnten auf seinen Toptorjäger Robert Glatzel (sieben Treffer in zehn Spielen) verzichten, empfing den SCP aber auch unabhängig davon mit viel Respekt: »Der SC Paderborn ist eine unberechenbare Mannschaft. Wer den 1. FC Köln auswärts mit 5:3 schlägt, ist zu allem in der Lage.«

Dass diese Einschätzung auf die Offensive wie die Defensive zutrifft, zeigten die ersten Minuten in der Voith-Arena. Zunächst verfehlte ein von Philipp Klement abgegebener und abgefälschter Schuss nur knapp das Heidenheimer Gehäuse (5.), dann wurde es auf der anderen Seite des Feldes ganz eng. Einen viel zu kurzen Rückpass von Mohamed Dräger schnappte sich Marc Schnatterer, doch der Kapitän traf nur den Außenpfosten (10.).

Arbeit für Zingerle

Der Ausgleich in der Rubrik der Alutreffer ließ ebenfalls nicht lange auf sich warten. Sven Michel traf sechs Minuten später die Unterkante der Latte (16.). Das entscheidende Stückchen genauer zielte dann Christopher Antwi-Adjei, der das Spielgerät in der 30. Minute von der Strafraumkante in den Winkel beförderte und neben der Führung auch sein erstes Saisontor feierte.

Apropos Winkel: Das – aus SCP-Sicht – rechte obere Dreieck hatte bis dahin noch keinen Ball aus nächster Nähe gesehen, aber Philipp Klement sorgte dafür, dass sich das änderte und erhöhte in der 36. Minute mit einem seiner gefürchteten Freistöße und seinem neunten Treffer auf 2:0 für die Gäste. Keeper Leopold Zingerle durfte sich in dieser Phase aufs Jubeln konzentrieren und bekam vor der Pause doch noch mehr Arbeit, als ihm lieb sein konnte. Zweimal (41., 43.) entschied er das direkte Nahdistanzduell mit Maurice Multhaup für sich. Bei der dritten Auflage war Paderborns Nummer eins gegen Heidenheims viel zu freie Nummer 17 aber ohne Chance (44.).

Führung ausgebaut

Wenige Augenblicke nach Wiederbeginn sorgten die Hobby-Pyrotechniker unter den FCH-Fans für eine Spielunterbrechung. Der Nebel vor seinem Tor war aber längst wieder verzogen, als Zingerle der zweite Gegentreffer drohte, doch der scharfe Schnatterer-Schuss blieb schon am Rücken von Mohamed Dräger hängen (61.). Die Gastgeber hatten nun deutlich mehr vom Spiel, wollten ihre Serie von sieben Pflichtspielen ohne Niederlage ausbauen und wurden kalt erwischt. Eine Flanke von Dräger bekam Kevin Müller nicht unter Kontrolle und Michel staubte bei seinem Comeback zum 1:3 ab (71.).

Bekannt dafür, im Verteidigen von Führung nicht die Verlässlichsten zu sein, entschieden sich die Paderborner dazu, den Abstand noch zu erhöhen. Nach Vorarbeit von Bernhard Tekpetey war Vasiliadis zur Stelle und stellte auf 1:4 (79.). Damit nicht genug. Vasiliadis legte Sekunden vor dem Schlusspfiff noch das 1:5 nach.

Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Beermann, Theuerkauf – Dorsch (46. Feick), Griesbeck - Schnatterer, Dovedan (60. Schmidt), Multhaup (76. Skarke) - Thomalla

Paderborn: Zingerle - Dräger, Schonlau, Hünemeier, Collins - Vasiliadis - Tekpetey (88. Schwede), Klement, Antwi-Adjei – Zolinski (76. Gjasula), Michel (82. Düker)

Schiedsrichter: Gerach (Landau)

Zuschauer: 10.000

Tore: 0:1 Antwi-Adjei (30.), 0:2 Klement (36.), 1:2 Multhaup (44.), 1:3 Michel (71.), 1:4 Vasiliadis (79.), 1:5 Vasiliadis (90.+2)

Gelbe Karten: Dovedan /

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6214427?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F