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Di., 27.11.2018

Paderborns Spieler verspüren große Vorfreude auf das Derby Voller Selbstbewusstsein

Paderborns Bernard Tekpetey, Sebastian Vasiliadis, Christopher Antwi-Adjei und Mohamed Dräger freuen sich aufs Derby.

Paderborns Bernard Tekpetey, Sebastian Vasiliadis, Christopher Antwi-Adjei und Mohamed Dräger freuen sich aufs Derby. Foto: Harry Langer

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Ups, das war das falsche Thema. Gegen Ende seiner Spielanalyse wurde Paderborns Trainer Steffen Baumgart darauf hingewiesen, d ass nun als nächste Aufgabe das Derby gegen Arminia Bielefeld warte, doch davon wollte der 46-Jährige kurz nach dem 5:1 (2:1)-Erfolg beim 1. FC Heidenheim nichts wissen .

»Keine Frage zum Derby. Dazu sage ich kein Wort. Das interessiert mich noch gar nicht«, entgegnete er nur. Doch so rigoros der Chefcoach in dieser Angelegenheit eine Auskunft verweigerte, so offen taten seine Spieler ihre Meinung kund. Dass die Aussagen in der ersten Euphorie nach dem höchsten Saisonsieg nicht gerade von Zurückhaltung geprägt waren, erscheint durchaus nachvollziehbar. Am deutlichsten wurde der Doppeltorschütze Sebastian Vasiliadis: »Jetzt freuen wir uns auf ein geiles Derby. Wir wollen auch diese drei Punkte holen und Bielefeld weghauen.« Haue drohte Teamkollege Sven Michel den kriselnden Arminen nicht an, aber auch der Torjäger, der sein Comeback nach neunwöchiger Verletzungspause mit seinem dritten Saisontor abrundete, hätte sich erheblich unpassendere Termine für den Vergleich mit dem OWL-Rivalen vorstellen können: »Fünf Tore – die musst du gegen ein und bei einem Team wie Heidenheim erst mal machen. Das ist schon ein dickes Ausrufezeichen, das wir da gesetzt haben. Die Arminen sollen jetzt ruhig mal kommen.«

Bielefeld-Fan sucht in purstem Sarkasmus nach Schutz

Apropos kommen: In den Kommentaren unter dem SCP-Spielbericht auf der Facebook-Seite des WESTFALEN-BLATTes findet sich ein Bielefeld-Fan, der in purstem Sarkasmus nach Schutz sucht und ein Nichtantreten als die angenehmere Lösung in Erwägung zieht: »Wenn wir gar nicht erst antreten, würde das Spiel mit 3:0 für den Gegner gewertet, oder?«

Diese Ultra-Pessimisten auf Seiten des DSC sollten sich vielleicht an einen warnenden Wortführer im Trikot des SCP halten, der davon abrät, den Ausgang des Duells schon als beschlossen abzuhaken. »Keine Frage, wir freuen uns auf das Spiel und haben mit dem klaren Sieg in Heidenheim eine weitere Portion Selbstbewusstsein getankt, aber ein Derby ist ein Derby. Da spielt es keine Rolle, wer davor wie hoch gewonnen oder seit wie langer Zeit nicht mehr gewonnen hat. In diesen 90 Minuten ist alles möglich, egal, wer in welcher Form ist«, sagte Paderborns Innenverteidiger Uwe Hünemeier. Der England-Rückkehrer will dem Arminia-Anhang nicht die Hoffnung nehmen.

»Das war allererste Sahne«

Er sorgt mit der Art, wie er vom zweithöchsten Zweitligaauswärtssieg des SCP nach dem 6:1 in Düsseldorf in der Serie 2013/2104 schwärmen muss, aber sicherlich nicht für wesentlich kleinere Sorgenfalten: »Wie wir die Tore erzielt, aber auch dem Druck der Heidenheimer standgehalten haben, das war allererste Sahne.« Und gerade für »Hüne« ein besonderes Erlebnis. Der 32-Jährige stand in Heidenheim zum sechsten Mal in der Startelf des SCP und hatte in den fünf Partien zuvor das sich für einen Verteidiger verheerend anfühlende Torverhältnis von 17:15 zu verkraften. Erst 2:2, 2:2, 5:3, 4:4 und 4:4, jetzt 5:1. »Nach den unglücklichen Auftritten tut es natürlich sehr, sehr gut, wenn man mal einen derart klaren Sieg mit nur einem Gegentor feiern darf«, sagt Hünemeier und freut sich auf das Derby, von dem mittlerweile sicher auch sein Trainer etwas mehr hören will.

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