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Fr., 07.12.2018

Paderborn unterliegt in Hamburg 0:1 – Ex-SCP-Spieler Narey trifft 0:1 im Volksparkstadion: Das Bemühen reicht nicht

Paderborns Antwi-Adjei im Zweikampf mit Hamburgs Lewis Holtby.

Paderborns Antwi-Adjei im Zweikampf mit Hamburgs Lewis Holtby. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Hamburg (WB). Der Hamburger SV hat am Freitagabend bei Dauerregen seine Tabellenführung verteidigt: Der Erstliga-Absteiger schlug den Zweitliga-Rückkehrer SC Paderborn verdient mit 1:0 (1:0). Das entscheidende Tor schoss der Ex-Paderborner Khaled Narey bereits nach elf Minuten.

Die Vorzeichen vor dem Duell beim Liga-Primus waren gar nicht so schlecht: Der HSV hatte nur eins der letzten fünf Heimspiele gewonnen, der SCP kam mit der Empfehlung des 5:1-Sieges beim 1. FC Heidenheim an die Elbe. Manager Markus Krösche war auch deshalb vor dem Anpfiff optimistisch: »Wir blicken auf eine gute Auswärtsbilanz, der HSV steht dort, wo sich der Verein sieht. Ich erwarte ein offenes Spiel und freue mich auf die 90 Minuten.«

Hochverdiente HSV-Führung

Im Vergleich zum 2:2 im OWL-Derby gegen Armina Bielefeld hatte SCP-Trainer Steffen Baumgart seine Startelf auf zwei Positionen verändert: Für den gesperrten Bernard Tekpetey (5. Gelbe Karte) stürmte Babacar Guèye. Ben Zolinski musste auf die Bank, für ihn besetzte Tobias Schwede die linke Außenbahn. Bei den Hamburgern änderte Trainer Hannes Wolf nichts. Auch der angeschlagene Schlussmann Julian Pollersbeck (Hexenschuss) spielte an.

Der Gastgeber begann unglaublich druckvoll und hatten bereits in der ersten Minute (Narey, Hunt) gute Möglichkeiten. Besonders Khaled Narey narrte auf der linken Paderborner Abwehrseite Nigerias Nationalspieler Jamilu Collins wie er wollte. In Minute drei konnte Leopold Zingerle noch abwehren, in Minute vier rettete der Außenpfosten, aber in Minute elf war es dann soweit: Nach Ballverlust vom »Mo« Dräger reagierte der HSV ganz schnell, brachte über die Stationen Jatta, Hunt und Mangala erneut Narey in Stellung und der traf unhaltbar für Zingerle genau ins lange Eck. Die Hamburger 1:0-Führung war zu diesem Zeitpunkt hochverdient, Paderborn war nur einmal gefährlich: Nach einem Foul an Vasiliadis zirkelte Philipp Klement den Freistoß (16.) aus 18 Metern auf die Latte.

Bessere zweite Halbzeit

Im ersten Abschnitt kam die zweitbeste Offensive der 2. Liga so gar nicht ins Rollen. Die Spielanteile waren nach dem 1:0 zwar gleichmäßiger verteilt, doch im Vorwärtsgang verlor der SCP die Bälle viel zu schnell und konnte so überhaupt keinen Druck aufbauen. Fazit: Der Zweitliga-Rückkehrer ist müde und brauchte am Freitagabend mehr als die 15 Minuten Pause zur Halbzeit.

Im zweiten Abschnitt brachte Trainer Steffen Baumgart für den enttäuschenden Schwede Rechtsverteidiger Lukas Boeder und beordert Dräger in die Offensive. Doch Paderborns Offensivbemühungen waren auch nicht so wirklich vom Glück verfolgt: Guéye (49.) traf kurz nach Wiederanpfiff per Kopf wieder nur den Querbalken. Der SCP mühte sich aber, kämpfte, war willig, aber es fehlte auch in der zweiten Hälfte oft an Präzision. Es gab aber deutlich mehr Angriffsversuche, doch (zu) oft fehlte auch die nötige Konzentration – oder in aussichtsreicher Position die nötige Ballkontrolle. So, wie bei Dräger (75.), der aus kurzer Distanz verzog.

Der SCP machte es in den zweiten 45 Minuten aber insgesamt sehr viel besser, hatte mehr Ballbesitz nur Zählbares kam dabei nicht heraus. Auf der Gegenseite konnte der SCP aber auch froh sein, dass es Narey (50./54./71.), Hwang (57.) und Arp (85.) nicht gelang, das Spiel endgültig zu entscheiden.

Hamburger: Pollersbeck - G. Sakai, Bates, van Drongelen, Douglas Santos - Mangala - Narey, Hunt, L. Holtby (76. C. Moritz), Jatta (84. Arp) - Hwang (67. Tat. Ito)

Paderborn: Zingerle - Dräger (82. Düker), Hünemeier, Schonlau, Collins - Vasiliadis - Antwi-Adjej, Klement, Schwede (46. Boeder) - S. Michel, Gueye (68. Zolinski)

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Röthenbach (Pegnitz)) - Zuschauer: 49449

Tore: 1:0 Narey (11.)

Gelbe Karten: Jatta (1), Bates (2) / Schonlau (4), Vasiliadis (1), Zolinski (2)

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