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Fr., 14.12.2018

Sehr gute Spiele, aber die SCP-Arena ist selten ausverkauft – Samstag gegen Dresden Baumgart wundert sich

SCP-Trainer Steffen Baumgart wünscht sich aufgrund der »sehr guten Leistungen« seiner Mannschaft eine volle Arena.

SCP-Trainer Steffen Baumgart wünscht sich aufgrund der »sehr guten Leistungen« seiner Mannschaft eine volle Arena. Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Verloren hat der SC Paderborn in der Benteler-Arena zuletzt am 9. Februar (0:1 gegen Erfurt), aber auch der letzte Heimsieg liegt schon ein Weilchen zurück (1:0 am 29. September gegen Aue). Danach gab es vor eigenem Publikum vier Unentschieden in Serie. Doch wer glaubt, dass sich Trainer Steffen Baumgart besonders nach einem Dreier vor den eigenen Fans sehnt, der irrt.

Das bedeutet aber nicht, dass er in den beiden in diesem Jahr noch ausstehenden Partien gegen Dynamo Dresden (Samstag, 13 Uhr) und am Tag vor Heiligabend gegen Darmstadt 98 (13.30 Uhr) nicht gerne dreifach punkten würde. »Das soll jetzt nicht arrogant klingen, aber ich möchte jedes Spiel gewinnen. Doch die Fans, die hier ins Stadion kommen, sollen froh sein, dass sie seit eineinhalb Jahren sehr gute Spiele zu sehen bekommen und sich bestens unterhalten fühlen dürfen. Ganz ehrlich, es wundert mich schon, dass nicht jedes Spiel ausverkauft ist«, sagt Baumgart.

Nur OWL-Derby ausverkauft

In der laufenden Saison war das bisher erst ein Mal (im OWL-Derby gegen Arminia Bielefeld) der Fall, der Zuschauerschnitt liegt bei 10.829. Ein ähnlicher Wert wird auch gegen Dresden erwartet, bis Donnerstag waren 8100 Karten (darunter 1100 an die Gäste) verkauft. Diese Resonanz ist für Paderborner Verhältnisse überdurchschnittlich, für Baumgart aber nicht gut genug. Und die Argumente sprechen für den Trainer. Unter ihm, der im April 2017 seinen Dienst an der Pader antrat, hat der SCP daheim erst dreimal den Kürzeren gezogen (neben Erfurt noch gegen Karlsruhe und im DFB-Pokal gegen den großen FC Bayern) und ist in die 2. Liga aufgestiegen. Noch entscheidender als die Ergebnisse sind für Baumgart aber die Leistungen. »Die sind, seitdem ich hier bin, sehr gut. Man merkt den Jungs an, dass sie immer gewinnen wollen.«

So soll es weitergehen, einen Punktewunsch zu Weihnachten bei noch zwei Heimspielen zum Hinrundenende und Rückrundenbeginn hat der Trainer dagegen nicht. »Das ist zweitrangig. Wir müssen uns jeden Sieg hart erarbeiten, aber wir sind gegen jeden Gegner in der Lage dazu. Das ist eine schöne Aussicht.«

Fesser mit Kreuzbandriss

Keine schönen Aussichten haben die Defensivspieler Felix Herzenbruch und Leon Fesser. Die Reservisten, die sportlich in dieser Saison keine Rolle spielen, fallen länger aus. Herzenbruch, der es lediglich auf einen Kurzeinsatz brachte, steht aufgrund von Rückenproblemen frühestens im neuen Jahr wieder zur Verfügung. Für Fesser ist die Saison wohl vorzeitig beendet, er hat einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie erlitten. Das ergab die MRT-Untersuchung am Donnerstag.

Die Stammkräfte sind aber allesamt einsatzfähig. Das gilt auch für Sven Michel, Mohamed Dräger und Sebastian Vasiliadis, die aufgrund von leichten Blessuren im Training etwas kürzertraten. Eine personelle Änderung ist sicher: Bernard Tekpetey kehrt nach Gelbsperre in die Startelf zurück.

Kommentare

Freie Sitzplätze bei Heimspielen

Freie Sitzplätze bei den Heimspielen des SC Paderborn

Bei Heimspielen des SC Paderborn gibt es für gelegentliche Stadionbesucher nur wenige freie Sitzplatzkarten, da fast sämtliche Plätze durch Dauerkartenbesitzer vergeben sind. Dabei sieht man bei den Spielübertragungen durch Sky immer wieder, dass teilweise ganze Sitzreihen z. B. auf der Osttribühne frei sind, da die Inhaber der entsprechenden Dauerkarten nicht im Stadion sind.

Hier würde sich doch eine Vermarktung dieser freien Sitzplätze anbieten.

Es wäre doch denkbar, dass die Dauerkartenbesitzer die dem Spiel fernbleiben, vorab ihre Sitzplätze für das entsprechende Spiel durch ein kurzes Telefonat mit Passwort oder wie auch immer zur Verfügung stellen würden.
Dem Dauerkartenbesitzer könnte man für dieses „Zurverfügungstellen“ seines Platzes einen finanziellen Anreiz geben.
Somit könnte man den für das entsprechende Spiel frei gewordenen Sitzplatz im „Ticketshop“ des Vereins als „frei“ deklarieren, sodass er von einem Interessenten gebucht werden kann, der ansonsten keinen Platz mehr für das Spiel bekommen würde.

Bei diesem Verfahren hätte der Dauerkartenbesitzer einen finanziellen Vorteil, der Verein hätte dadurch die Möglichkeit eine nicht unerhebliche Mehreinnahme zu erzielen und der Fußballfan des SCP wäre froh, noch einen Sitzplatz für das Spiel zu erhalten.

Außerdem vermitteln die Übertragungsbilder mit vollen Rängen für den Verein einen erheblich besseren Eindruck als Bilder, auf denen sehr viele Sitzplätze frei geblieben sind.

Der damit verbundene bürokratische Aufwand kann mit den Mehreinnahmen des Verfahrens meines Erachtens mehr als gedeckt werden.

Vielleicht sollte man im Verein einmal über diese Möglichkeit diskutieren.
Gruß Rudolf Westerwelle

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