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Sa., 15.12.2018

Paderborn besiegt Dynamo Dresden in der Benteler-Arena 3:0 Ruhig und eiskalt

Der Paderborner Jamilu Collins gegen Dresdens Baris Atik.

Der Paderborner Jamilu Collins gegen Dresdens Baris Atik. Foto: Oliver Schwabe

Von Timo Schäfers

Paderborn (WB). Erfolgreicher Hinrundenabschluss für den SC Paderborn: Vor heimischem Publikum bezwang der SCP die SG Dynamo Dresden verdient mit 3:0 (0:0). Dabei bewahrten die Ostwestfalen auch in kniffligen Situationen die Ruhe und präsentierten sich im zweiten Spielabschnitt vor dem Tor eiskalt.

Mit drei Veränderungen im Vergleich zum jüngsten 0:1 in Hamburg schickte SCP-Trainer Steffen Baumgart seine Elf ins Rennen gegen die punktgleichen Gäste aus Sachsen. Kapitän Christian Strohdiek ersetzte den kurzfristig erkrankten Uwe Hünemeier (grippaler Infekt mit Schüttelfrost) in der Innenverteidigung, Bernard Tekpetey – gegen den HSV gesperrt – kam für Tobias Schwede zurück und Ben Zolinski durfte anstelle von Babacar Gueye stürmen.

Keine Tore zur Pause

Die Gastgeber legten gut los und erspielten sich bereits in der dritten Minute die erste Großchance: Michel steckte herrlich durch auf Zolinski, der frei auf Dynamo-Keeper Markus Schubert zulief, mit seinem unplatzierten Schuss aber scheiterte. Nur eine Minute später die nächste Gelegenheit: Philipp Klement zirkelte einen Freistoß aus halbrechter Position auf den Kopf von Strohdiek, doch der Ball flog über die Querlatte.

Paderborn kontrollierte fortan die Partie, die Gäste begegneten dem mit einer Fünferkette sowie einem dicht gestaffelten Mittelfeld und hielten den Ball so vom Tor fern.

Nach rund einer Viertelstunde zeigten sich auch erstmals die Dresdener in der Offensive, doch SCP-Torhüter Leopold Zingerle musste sowohl nach einem Freistoß als auch nach einem Eckball nicht eingreifen (16.). Wenig später dann aber wieder Paderborn: Sven Michel narrte zwei Gegenspieler im Strafraum, bekam den Ball aus spitzem Winkel aber nicht auf das Tor (21.). Beide Teams probierten danach viel, echte Torgefahr blieb allerdings Mangelware. Zwar probierten es Patrick Ebert (25.) und Klement jeweils mal aus der Distanz, bekamen allerdings keinen Druck hinter den Ball. Das gleiche galt wenig später für Aosman (33.), Antwi-Adjei (36.) und Tekpetey, der sich in der letzten Aktion vor der Pause noch einmal im Strafraum durchtankte, aber nur das Außennetz traf. So endete die erste Halbzeit bei frostigen Temperaturen nahe des Gefrierpunkts torlos.

Weckruf für die Sachsen

Auch im zweiten Spielabschnitt – den beide Teams unverändert antraten – erwischte der SCP den besseren Start und schrammte nur knapp an der Führung vorbei, als Antwi-Adjei eine Klement-Hereingabe knapp verpasste (48.). Bereits zuvor musste Schubert eine Paderborner Bogenlampe über die Latte lenken. In der 54. Minute belohnten sich die Gastgeber dann für ihren guten Start in Durchgang zwei. Ben Zolinski schloss einen schulbuchmäßigen Konter über Michel und Klement eiskalt ab – 1:0. Sechs Minuten später dann bange Blicke als Tekpetey nach einem Zweikampf im Strafraum der Gäste liegen blieb und behandelt werden musste – der Angreifer konnte wenig später aber weiter machen.

Da Dresden im zweiten Spielabschnitt kaum noch offensive Akzente setzte, wechselte Coach Maik Walpurgis in der 67. Minute doppelt. Für Philip Heise und Aias Aosman kamen Haris Duljevic sowie Lucas Röser. Beide standen gleich im Fokus: Röser legte quer auf Duljevic, der aus elf Metern flach abzog, aber an Mohamed Drägers Hacke scheiterte – Glück für den SCP. Diese Aktion schien ein Weckruf für die Sachsen gewesen zu sein, denn nur kurz darauf musste Zingerle zunächst Hamalainens Freistoß aus rund 30 Metern mit einer starken Parade aus dem Winkel fischen (74.) und dann auch nach dem anschließenden Eckball auf der Hut sein.

Dynamo ohne Glück

Mitten in die Dynamo-Drangphase dann das 2:0. Der gerade eingewechselte Babacar Gueye entwischte seinem Bewacher und fand mit seiner Flanke Michel am zweiten Pfosten, der nur noch einnicken musste – das vierte Saisontor für den Angreifer (77.), der nur zwei Minuten später erneut hätte knipsen können, doch Gueye probierte es nach einem Konter selbst – sein Schuss wurde abgeblockt. In der Schlussphase bäumte sich Dynamo nochmal auf, blieb vor dem SCP-Gehäuse aber weiter unglücklich und verpasste so den Anschluss. Besser machten es die Gastgeber, die mit dem Schlusspfiff dank Klements zehntem Saisontor sogar noch das dritte Tor nachlegten.

Insgesamt ging der Heimerfolg absolut in Ordnung, da Paderborn das Spiel über weite Strecken im Griff hatte und die Torchancen in Durchgang zwei eiskalt ausnutzt. Zum Jahresabschluss empfangen die Paderborner in der kommenden Woche Darmstadt 98, Dresden muss zum MSV Duisburg reisen.

Paderborn: Zingerle – Dräger, Schonlau, Strohdiek, Collins – Vasiliadis – Tekpetey, Klement, Antwi-Adjei (76. Gueye) – Zolinski (81. Boeder) Michel (87. Gjasula)

Dresden: Schubert – Müller, Dumic Hamalainen – Berko, Benatelli, Ebert, Heise (67. Duljevic) – Aosman (67. Röser), Koné, Atik (87. Ballas)

Schiedsrichter: Arne Aarnik (Nordhorn)

Zuschauer: 9335

Tore: 1:0 Zolinski (54.), 2:0 Michel (77.), 3:0 Klement (90.+3)

Gelbe Karten: Strohdiek (53.), Collins (73.) / Ebert (84.)

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