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Fr., 21.12.2018

Paderborns Abwehrspieler verlor Auftakt in Darmstadt und verschoss einen Strafstoß – mit Video Schonlaus Stolperstart

Fehlschuss mit Folgen in Darmstadt: Im Hinspiel tritt Sebastian Schonlau vom Elfmeterpunkt an und vergibt.

Fehlschuss mit Folgen in Darmstadt: Im Hinspiel tritt Sebastian Schonlau vom Elfmeterpunkt an und vergibt. Foto: imago

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Die Statistik ist sehr eindeutig: Viermal beendete der SC Paderborn in dieser Saison ohne Gegentor ein Zweitligaspiel, viermal standen Sebastian Schonlau und Kapitän Christian Strohdiek in der Startelf.

Das Duo spielte aber auch beim mit 0:1 verlorenen Ligastart in Darmstadt an, am Sonntag (13.30 Uhr) treffen beide Vereine zum Rückrundenstart erneut aufeinander. »Ich erwarte ein sehr kampfbetontes Spiel. Darmstadt hat eine sehr erfahrene und clevere Truppe, diese bittere Erfahrung haben wir im Hinspiel gemacht«, sagt Schonlau.

Der mit 24 Jahren jüngste Spieler im Paderborner Abwehrzentrum ist sich aber in einem Punkt ganz sicher: »Wir haben jetzt auch ein halbes Jahr 2. Liga hinter uns. So grün, wie wir damals waren, sind wir jetzt nicht mehr.«

»Kann nur besser werden«

Schonlau freut sich auf den Jahresabschluss. Der von Trainer Steffen Baumgart vom defensiven Mittelfeldspieler in einen Innenverteidiger umfunktionierten Jungprofi hat allerdings das 0:1 vom Böllenfalltor nicht nur wegen des punktlosen Starts in unguter Erinnerung.

Schonlau verschoss am ersten Spieltag auch noch einen Strafstoß und vergab damit an diesem heißen Augustsonntag die größte Chance, wenigstens etwas mitzunehmen. Schonlau: »Und das alles auch noch an meinem Geburtstag. Diesmal kann es für mich deshalb nur besser werden.«

Auswärts stabiler

Dafür spricht auch statistisch einiges: Auswärts treten die Ostwestfalen viel stabiler auf und hatten nur noch drei punktlose Auftritte (FC St. Pauli, MSV Duisburg, Hamburger SV), zuhause setzte der SCP seine stolze Serie fort und ist jetzt ligaübergreifend in 15 Punktspielen in Folge ungeschlagen.

Die Hessen reisen dagegen mit nur einem Auswärtssieg (1:0 in Heidenheim) an. »Wir können mit der Hinrunde sehr zufrieden sein, hätten mit unserer Art und Weise, wie wir Fußball spielen, sogar noch mehr mitnehmen können und haben eher sechs Punkte zuwenig«, sagt Schonlau.

Er blickt besonders auf die Heimspiele gegen Magdeburg sowie Holstein Kiel (beide 4:4) und das 3:3 gegen den SV Sandhausen. Die drei torreichen Remis schmerzen den Abwehrspieler Schonlau noch, entsprechend vage formuliert er seinen Wunsch für das kommende Jahr: »Wir wollen das Maximale herausholen. Was das am Ende ist, wird man sehen.«

Direkt nach oben?

Es könnte sogar wieder direkt nach oben gehen. Das ist angesichts der Konkurrenz mit dem Hamburger SV und dem 1. FC Köln zwar extrem unwahrscheinlich, aber Schonlau sagt auch: »Wir haben schon mehr Punkte geholt als im Aufstiegsjahr 2014.« Damals waren es zur Hälfte der Saison 23 Zähler, aktuell hat der SCP 25.

Mit Schonlau und Strohdiek gegen Darmstadt? Das könnte sein. Eine andere Statistik spricht übrigens für Uwe Hünemeier: Mit ihm verlor der SCP nur eine Partie, auswärts beim Hamburger SV.

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