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So., 23.12.2018

Paderborn schlägt Darmstadt mit 6:2 – Tekpetey, Michel und Guéye treffen SCP feiert wieder ein Tor-Festival

Die Torschützen Bernard Tekpetey und Babacar Gueye.

Die Torschützen Bernard Tekpetey und Babacar Gueye. Foto: Oliver Schwabe

Paderborn (WB/MR). Der Zweitliga-Rückkehrer SC Paderborn bleibt daheim unbesiegt und schließt das Fußballjahr 2018 nach 18 Spieltagen mit beeindruckenden 28 Punkten auf Platz sieben ab.

Zum Abschluss gab es am Sonntag mit dem 6:2 (1:1)-Sieg gegen den SV Darmstadt 98 wieder ein Tor-Festival. Bernard Tekpetey (16./75./85.), Sven Michel (50./77.) und Babacar Guèye trafen für den SCP. Für die Gäste glichen zwischenzeitlich Marvin Mehlem (32.) und Joevin Jones (65.) aus.

Mit einer Veränderung schickte Trainer Steffen Baumgart seine Elf in das letzte Spiel des Jahres: Sebastian Vasiliadis (Schleimbeutelentzündung) konnte nicht auflaufen und stand auch nicht im Kader. Für ihn kehrte Klaus Gjasula ins defensive Mittelfeld zurück. Für Vasiliadis gab’s trotzdem ein Weihnachtsgeschenk: Der SCP verlängerte seinen Vertrag vorzeitig um ein Jahr bis zum 30. Juni 2021.

Der SCP legte einen Blitzstart hin. Bereits nach 20 Sekunden tauchte Sven Michel, nach einem Fehler von Aytac Sulu, allein vor Darmstadts Schlussmann Daniel Heuer-Fernandes auf, doch der Ex-Paderborner konnte abwehren. Paderborn war zunächst deutlich überlegen. Ben Zolinski (10.) war der nächste SCPer in guter Position, bekam den Ball aber nicht unter Kontrolle. Bernard Tekpetey (15.) verzog zunächst knapp, traf eine Minute später aber zur verdienten Führung: Nach Zolinski-Zuspiel zog er aus gut 20 Metern Distanz ab und traf rechts unten ins Eck.

SCP ließ sich aber nicht aus dem Konzept bringen

Eine Fehlentscheidung brachte die Gäste zurück ins Spiel: Nach einem Schuss von Serdar Dursun (32.) an den Innenpfosten konnte Marvin Mehlem den Abpraller über die Linie drücken. Bei Dursuns Aktion stand Mehlem – wenn auch knapp – im Abseits.

Der SCP ließ sich aber nicht aus dem Konzept bringen und versuchte weiter Druck zu machen. Jimmy Antwi-Adjei (40.) und Philipp Klement (41.) hatten weitere gute Aktionen, blieben aber erfolglos.

Nach der Pause waren zunächst die Darmstädter gefährlich. Der eingewechselte Tim Rieder zieht bei seinem ersten Ballkontakt direkt ab, der Ball wird von »Mo« Dräger noch abgefälscht, doch Leopold Zingerle kann mit etwas Glück parieren.

Doch dann sind die Ostwestfalen wieder da. Und wie. Einen Pass von Zolinski (50.) verlängert Klement mit der Hacke auf Michel und der lupft das Leder zum 2:1 ins Netz. Allein die Vorarbeit des Ex-Mainzers verdiente sich das Prädikat »Extraklasse«. In der Folgezeit war der SCP wieder Herr in der seit zehn Monaten nicht mehr bezwungenen Festung und brannte ein Fußball-Feuerwerk mit Chancen im Minutentakt ab. Zolinski (55./58.), Antwi-Adjei (57.) konnten die knappe Führung aber nicht ausbauen.

Dann der Schock: Über die Stationen Tobias Kempe und Mehlem kam Joevin Jones (65.) an den Ball und der hatte aus kurzer Distanz keine Mühe. 2:2 – der Spielverlauf stand damit auf dem Kopf.

Der SCP beendet mit 42 (!) geschossenen Toren das Fußballjahr

Aber die Torfabrik SC Paderborn schlug zurück. Und wieder waren es die überragenden Bernard Tekpetey und Sven Michel, die das Spiel drehten und den SCP zum hochverdienten Sieg führten. Tekpetey (75.) traf zum 3:2, vor dem 4:2 bediente er Sven Michel nach einem Eckball für Darmstadt. Heuer-Fernandes stand weit vor seinem Kasten und Michel brachte den Ball aus über 40 Metern per Außenrist direkt aufs Tor. Das war technisch stark.

Nach einem Eckball von Klement köpfte Tekpetey auch noch das 5:2 (85.). Der Ex-Schalker legte auch das sechste Tor vor: Das halbe Dutzend machte der eingewechselte Babacar Guéye (88.) voll. Der SCP beendet mit 42 (!) geschossenen Toren das Fußballjahr 2018.

Wie bereits vermeldet, dürfen die Profis des SC Paderborn einen Tag länger urlauben. Trainer Steffen Baumgart verlegte den Trainingsstart im neuen Jahr auf Freitag, 4. Januar (Beginn: 14 Uhr). Bis die Fans den Zweitligisten wieder in einem Spiel über 90 Minuten sehen können, wird es aber noch viel länger dauern. Der SCP wird die Vorbereitungszeit zwar für vier Testspiele in Paderborn nutzen, alle Begegnungen müssen aber unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. »Der Rasen in der Benteler-Arena muss geschont werden, gleichzeitig müssen wir sicherheitstechnische Aspekte berücksichtigen. Deshalb können wir in unserem Trainingszentrum nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit spielen«, begründete Manager Markus Krösche.

Erstes Pflichtspiel wird am 30. Januar angepfiffen

Die Gegner sind die Drittligisten SV Meppen und Sportfreunde Lotte, der Regionalligist VfB Lübeck und noch einmal der SV Darmstadt 98. Außerdem nimmt der SCP am Sonntag, 13. Januar, an einem eintägigen Hallenturnier in Gummersbach (Schwalbe-Arena) teil. Zugesagt haben außerdem der MSV Duisburg, Arminia Bielefeld, Fortuna Köln, Sheffield FC und der 1. FC Kaan-Marienborn. Das erste Pflichtspiel wird am 30. Januar angepfiffen, der SCP ist dann zum Rest-Rückrundenstart bei Jahn Regensburg zu Gast.

Der SCP spielte gegen Darmstadt übrigens mit Trauerflor. Am 20. Dezember war der langjährige SCP-Mitarbeiter Günter Riese gestorben. Verein und Mannschaft hatten sich monatelang an der weltweiten Suche nach einem »genetischen Zwilling« für den 73-Jährigen beteiligt. »Die Suche war erfolgreich, leider hat es Günter nicht mehr geholfen. Aber unserem Arbeitskollegen und Freund Günter war es besonders wichtig, dass in Zukunft hoffentlich viele andere Betroffene gerettet werden können«, sagte Geschäftsführer Martin Hornberger.

SC Paderborn: Zingerle - Dräger, Schonlau, Strohdiek, Collins - Gjasula - Tekpetey, Klement, Antwi-Adjei (72. Guèye) – Zolinski (72. Schwede), Michel (86. Ritter)

SV Darmstadt 98: Heuer Fernandes – Sirigu (46. Rieder), Höhn, Sulu, Holland – Kempe, Stark (81. Platte) - Heller, Mehlem, Jones - Dursun

Tore: 1:0 Tekpetey (16.), 1:1 Mehlem (32.), 2:1 Michel (50.), 2:2 Jones (65.), 3:2 Tekpetey (75.), 4:2 Michel (77.), 5:2 Tekpetey (84.), 6:2 Guèye (88.)

Zuschauer: 11547

Schiedsrichter: Reichel (Stuttgart)

Gelbe Karten: Antwi-Adjei, Collins, Gjasula / -

 

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