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Do., 27.12.2018

Paderborns Manager Krösche bleibt bei Wechselgerüchten um Klement entspannt »Keiner ist unverkäuflich«

Spielmacher und erfolgreichster SCP-Torschütze: Philipp Klement hat eine überragende Hinrunde gespielt.

Spielmacher und erfolgreichster SCP-Torschütze: Philipp Klement hat eine überragende Hinrunde gespielt. Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Dass der SC Paderborn am 30. Januar mit dem Auswärtsspiel beim SSV Jahn Regensburg die Rückrunde in der 2. Liga fortsetzt, gilt als sicher. Dass der Kader des SCP bis dahin unverändert bleibt, ist eher unwahrscheinlich. Wie schon vor einem Jahr in der 3. Liga, hat die starke Hinrunde die Spieler der Ostwestfalen erneut bei anderen Klubs in den Fokus gerückt.

»Wenn man Leistung bringt, ist es völlig normal, dass andere Vereine genauer hinschauen«, sagt Trainer Steffen Baumgart. Der 46-Jährige geht davon aus, dass zum Transferschluss am 31. Januar sein Aufgebot unverändert bleibt, scheint aber nicht unvorbereitet zu sein: »Wenn uns einer verlässt, werden wir sehen, wie was für uns auf dem Markt möglich ist.«

Vor einem Jahr ging alles gut: Als Dennis Srbeny den SCP Ende Januar für etwa 1,5 Millionen Euro Ablöse in Richtung Norwich City verließ, fehlten dem späteren Aufsteiger über Nacht neun Tore und elf Assists. Mit dieser Empfehlung wechselte der damals 23-Jährige in die zweite englische Liga. Der SCP holte Kwame Yeboah (Borussia Mönchengladbach), Phillip Tietz (Eintracht Braunschweig) und Philipp Klement vom FSV Mainz 05. Genau dieser Klement steht ein Jahr später im Blickpunkt. Eine offizielle Anfrage liegt dem SCP zwar noch nicht vor, allerdings öffnet das Transferfenster auch erst am 1. Januar 2019.

Rückkaufoption bei Tekpetey

Ob die in der Erstliga-Hinrunde enttäuschenden Schalker dann ein Angebot abgeben? Abwarten. Manager Christian Heidel kennt Klement zumindest noch aus gemeinsamen Mainzer Tagen. Bei Bernard Tekpetey besitzen die Königsblauen sogar eine Rückkaufoption. Der Ghanaer kam erst im Sommer, angesichts der Schalker Angriffsprobleme wäre auch dieser Schritt nicht völlig abwegig.

Über einen Großteil der Saison leisteten auch die Außenverteidiger Jamilu Collins und »Mo« Dräger Überragendes und wurden zu Nationalspielern. Das Duo und noch andere wie Sebastian Schonlau, Christopher Antwi-Adjei oder Sven Michel haben längst das Interesse geweckt. Auch im Ausland. Beim OWL-Derby gegen Arminia Bielefeld saßen zum Beispiel Scouts vom AS Monaco auf der Tribüne.

Beispiele Srbeny und Krauße

Manager Markus Krösche gibt sich dennoch tiefenentspannt: »Ich werde mich nie einem Transfer in den Weg stellen, wenn einer unserer Spieler den nächsten Karriereschritt machen kann.« Und die finanziellen Rahmenbedingungen passen. Das war vor einem Jahr bei Srbeny so, das war im Sommer bei Robin Krauße (für eine Million Euro zum FC Ingolstadt) nicht anders. Krösche weiß zwar, dass er Spielmacher Klement im Winter nicht annähernd adäquat ersetzen könnte, bleibt aber bei seiner Grundeinstellung: »Kein Spieler ist bei uns unverkäuflich. Sollte es zum einem Wechsel kommen, müssten wir andere Lösungen finden und beispielsweise Klements Rolle auf mehrere Mitspieler verteilen.«

Einer, der dann sicher wieder eine zentrale Rolle spielen würde, wäre Marlon Ritter. Der Leistungsträger im Aufstiegsjahr stand in der ersten Zweitligahälfte nur zweimal in der Startelf.

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