>

Mo., 31.12.2018

Stürmer wechselt nach Braunschweig – Krösche kündigt drei Neuzugänge an SCP verleiht Düker

Hier bejubelt Paderborns Julius Düker seinen späten Treffer gegen Arminia Bielefeld. Den Rest dieser Saison geht der 22-Jährige für Eintracht Braunschweig auf Torjagd.

Hier bejubelt Paderborns Julius Düker seinen späten Treffer gegen Arminia Bielefeld. Den Rest dieser Saison geht der 22-Jährige für Eintracht Braunschweig auf Torjagd. Foto: Thomas F. Starke

Paderborn (WB/en). Kurz vor dem Jahresende hat Fußball-Zweitligist SC Paderborn 07 ein Leihgeschäft perfekt gemacht. Stürmer Julius Düker schließt sich bis zum 30. Juni 2019 Drittligist Eintracht Braunschweig an. Aber auch auf der Seite der Zugänge wird sich beim SCP in Kürze einiges tun.

Der 22-Jährige Düker war erst im Sommer von Mitaufsteiger Magdeburg an die Pader gewechselt, ist bislang aber nur auf sechs Kurzauftritte mit einer Gesamtspielzeit von 25 Minuten gekommen. Sein einziger Treffer war allerdings ein ganz wichtiger, das 2:2 in der Nachspielzeit des Derbyduells mit Arminia Bielefeld. »Julius hat sich bei uns gut eingelebt und mit ersten Einsätzen in der 2. Bundesliga einen wichtigen Schritt in seiner Karriere gemacht. Um sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, sind gerade für einen jungen Spieler längere Einsatzzeiten von großer Bedeutung. In Braunschweig bestehen im weiteren Verlauf der Saison dafür größere Chancen als bei uns«, sagt SCP-Manager Markus Krösche.

Düker war bereits von 2013 bis 2016 für die Niedersachsen am Ball und trifft dort auf eine Reihe ehemaliger Paderborner. Trainiert wird der Drittligaletzte von André Schubert und auch Torwart Lukas Kruse sowie Angreifer Philipp Hofmann stehen in Diensten der Eintracht.

"

Wir befinden uns in sehr guten Gesprächen.

Markus Krösche

"

Dem (vorübergehenden) Abschied von Düker werden in der Winterpause wohl gleich drei Neuzugänge gegenüberstehen. »Wir befinden uns mit einem Linksverteidiger und zwei Spielern, die in der offensive jede Position besetzen können, in sehr guten Gesprächen«, sagt Krösche. Diese Verpflichtungen würden unabhängig davon getätigt, ob den SCP noch einer der begehrten Leistungsträger – allen voran Philipp Klement – verlasse: »Bei mir ist bislang keine Anfrage eingegangen«, sagt Krösche.

 

Kommentare

Schön und gut

Ist alles richtig, was der Chefplaner schreibt. Aber ich sehe es nicht so, dass wir den zu befürchtenden Abgang des einzigen echten 10ers, den wir die letzten Jahre hatten, in ein paar Wochen durch Vasiliadis oder einen variablen neuen OM-Spieler kompensieren können. Anfangs hat PK ja noch Rechtsaußen gespielt, das hat etwas gedauert, bis sich seine wahre Stärke im zentralen OM herausgestellt hat. So schnell stellt man auch kein blindes Verständnis zwischen den Spielern her. Schade für Marlon Ritter, der seither nur noch Statist ist, obwohl sein Transfer zu Saisonbeginn schon wie eine Alles-oder-nichts-Option aussah.

Bislang hat Markus Krösche aus meiner Sicht alles richtig gemacht und wird hoffentlich auch weiter ein gutes Händchen haben, damit die Balance im Team stimmt. Offensichtlich sieht er die kommenden Probleme ja auch richtig voraus. Das war ja bei seinen Vorgängern leider meist nicht der Fall.

Blutauffrischung muss immer sein

Wenn ein Spieler für hohe Summen verkauft wird, statt am Vertragsende ablösefrei zu gehen, dann ist das ein Erfolg. Dass das so ist, liegt eben am Bosman-Urteil. Da hilft kein Klagen. Nur so können Vereine Ablösen erzielen.

Wir verstehen uns als Ausbildungsverein, der junge, hungrige und ablösefreie Spieler verpflichtet, um sie besser zu machen.
Das gelingt uns so gut, dass wir gleichzeitig erfolgreich sind und unsere Spieler begehrt sind.
Die Begehrlichkeit zielt natürlich auf unsere besten Spieler.

Aber 1. brauchen wir Transfererlöse, 2. darf man Reisende nicht aufhalten und 3. muss die Gehaltsstruktur in der Waage bleiben.
Und bisher haben wir noch jeden Abgang ersetzen können. Wir werden weiter mit elf Mann spielen, wenn einer geht. Oder wer vermißt Krauße? Und auch wenn es ein paar Wochen dauert, einen Verlust zu verarbeiten, so erreicht man seine Ziele eher als mit unzufriedenen Spielern, die eigentlich weg wollen und nun die Stimmung versauen. Gerade wir leben von einer intakten Mannschaft - nicht von Einzelspielern. Das sollten wir doch endlich gelernt haben.

2 Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6290372?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198358%2F