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Do., 17.01.2019

Krösche wollte Pröger schon 2017 zum SC Paderborn holen – Tawiah-Transfer fix – mit Video Neuzugang Kai Pröger: Im zweiten Anlauf zum SCP

Erste Kontaktaufnahme mit den Kollegen: SCP-Neuzugang Kai Pröger bei seiner Trainingspremiere in Paderborn.

Erste Kontaktaufnahme mit den Kollegen: SCP-Neuzugang Kai Pröger bei seiner Trainingspremiere in Paderborn. Foto: Besim Mazhiqi

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Ginge es nach Markus Krösche, würde Kai Pröger bereits seit eineinhalb Jahren für den SC Paderborn stürmen. Schon damals interessierte sich der SCP-Manager für den Offensivspieler, geklappt hat es nun im zweiten Anlauf. Am Montag unterschrieb Pröger einen Vertrag bis 2021, gestern trainierte der 26-Jährige zum ersten Mal mit seiner neuen Mannschaft. Das wiederum ging schneller als gedacht.

Denn eigentlich war der Transfer vom Regionalligisten RW Essen für den Sommer vorgesehen, wurde aber aufgrund der Knieverletzung von Winter-Neuzugang Khiry Shelton vorgezogen. »Die letzten Tage waren schon sehr stressig, aber ich freue mich, dass es so gekommen ist. Die 2. Liga ist für mich ein Traum«, sagt Pröger.

Auch Krösche ist froh, dass sich seine Ausdauer früher ausgezahlt hat: »Es ist schön, dass wir ihn schon jetzt bekommen haben. Ich kenne Kai noch aus seiner Zeit bei Dynamo Berlin und wollte ihn 2017 mit Dennis Srbeny zum SCP holen. Aber er hatte sich schon für Essen entschieden.«

Srbeny kam alleine

So kam Srbeny alleine, schlug sofort voll ein und wechselte nach einer fantastischen Hinrunde im Winter 2018 für 1,5 Millionen Euro zum englischen Zweitligisten Norwich City. Und Krösche ist davon überzeugt, dass Pröger für Paderborn eine ähnliche Verstärkung werden kann.

Wenn der SCP-Macher über Prögers Qualitäten spricht, gerät er regelrecht ins Schwärmen. »Ich bin sehr glücklich darüber, dass Kai hier ist. Er bringt unheimlich viel mit, was wir für unser Spiel brauchen, ist für die Art des SCP-Fußballs geradezu prädestiniert und der perfekte Spieler«, sagt Krösche und begründet sein erstklassiges Urteil so: »Kai bringt eine hohe Geschwindigkeit mit, ist mutig im Eins-gegen-eins und technisch stark. Dazu kommt, dass er äußerst variabel ist. Er kann auf der rechten und linken Seite genauso spielen wie hinter den Spitzen oder auch ganz vorne.«

Keine Nebenrolle

So hält Krösche die Konkurrenz hoch, die durch die fixe Verpflichtung des ghanaischen Linksverteidigers Philimon Tawiah (20 Jahre, Vertrag bis 2021) weiter gewachsen ist. Tawiah (»Er braucht noch Zeit«) bezeichnet Krösche als eine Verpflichtung für die Zukunft, bei Pröger dagegen ist er sich sicher, dass dieser bei Trainer Steffen Baumgart sofort mehr als nur eine Nebenrolle spielen kann: »Kai bringt andere Fähigkeiten mit, als wir sie bislang hatten. Letztendlich liegt es natürlich immer an einem selbst, aber er hat viel Potenzial und ist ein sehr, sehr guter Junge.«

Dabei kümmert es Krösche nicht, dass es Pröger trotz seines nicht mehr so jungen Alters noch auf kein einziges Zweitligaspiel gebracht hat. Er weiß: »Es gehört auch immer ein bisschen Glück dazu und der Verein muss eine Fantasie mit dem Spieler haben.«

Die Pader empfohlen

Der SC Paderborn hat diese mit Kai Pröger, das hat der gebürtige Wilhelmshavener in den Gesprächen mit den Verantwortlichen von Beginn an gespürt. Außerdem legte ihm neben Srbeny auch sein ehemaliger Mainzer Mitspieler Philipp Klement einen Wechsel an die Pader nahe.

»Die beiden haben mir nur Positives berichtet und gesagt, dass die Paderborner Philosophie zu mir passt. Ich liebe es, so zu spielen«, erklärt Pröger. Und das möchte die neue Nummer neun (geliehen von Julius Düker) schon in der Rückrunde zeigen.

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