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Di., 29.01.2019

Im Angriff hat Paderborns Trainer den höchsten Konkurrenzdruck Wen lässt Baumgart stürmen?

Paderborns »Abteilung Attacke«: Bernard Tekpetey (7 Tore), Philipp Klement (10), Ben Zolinski (4) und Sven Michel (6).

Paderborns »Abteilung Attacke«: Bernard Tekpetey (7 Tore), Philipp Klement (10), Ben Zolinski (4) und Sven Michel (6). Foto: Oliver Schwabe

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Mit 42 Toren stellt der SC Paderborn hinter dem 1. FC Köln die zweitbeste Offensive der 2. Liga. Vor dem ersten Spiel am Mittwoch (18.30 Uhr) bei Jahn Regensburg feilt Trainer Steffen Baumgart aber ausgerechnet an der Besetzung seines Angriffs.

Das liegt allerdings nicht daran, dass der 47-Jährige in der Winterpause seinen Stürmern plötzlich das Vertrauen entzogen hätte. Der Fußballlehrer hat vielmehr bei der Besetzung seiner »Abteilung Attacke« die größte Auswahl. »Es wird aber auch hier keine ganz großen Überraschungen geben«, versicherte Baumgart gestern.

Wer den Konkurrenzdruck auf jeden Fall noch zusätzlich erhöht hat, ist Neuzugang Kai Pröger. »Ihn nehme ich auf jeden Fall mit nach Regensburg, alle anderen Neuen brauchen noch ein bisschen Zeit«, legte sich Baumgart fest und schloss in diesem Zusammenhang auch nicht aus, den Ex-Essener von Beginn an zu bringen: »Die Vorbereitung war eigentlich zu kurz, um irgendeinen Spieler zu verdrängen. Aber Kai ist eine gute Option. Er kann die rechte und die linke Seite besetzen.

Unverändert bleibt die Viererkette

Auch Jimmy (Christopher Antwi-Adjei, Anmerk. d. Red.) oder Berni (Bernard Tekpetey, Anmerk. d. Red.) könnten auf jeder Seite stürmen.« Die Tendenz geht hier in Richtung Tekpetey und Antwi-Adjei, bei der Besetzung der Doppelspitze macht es sich Baumgart ebenfalls schwer: »Sven Michel, Ben Zolinski und Babacar Guèye sehe ich hier absolut auf Augenhöhe.« Michel (sechs Saisontore) dürfte dennoch gesetzt sein. Bei der Wahl zwischen Zolinski und Guèye (beide vier Saisontore) muss am Ende Baumgarts Bauchgefühl entscheiden.

Unverändert bleibt die Viererkette, wobei hier die Verletzung von Uwe Hünemeier (Sprunggelenk, konnte zwei Tage nicht trainieren) keinen ernsthaften Konkurrenzkampf im Abwehrzentrum zuließ. Namentlich nannte Baumgart noch Leopold Zingerle (Tor) sowie Sebastian Vasiliadis und Phlipp Klement im zentralen Mittelfeld – auch dieses Trio ist für den SCP-Trainer allererste Wahl und hat damit den Platz im Team sicher. Klaus Gjasula für den defensiven Part und Marlon Ritter für die offensive Ausrichtung müssen sich weiter mit der Reservistenrolle begnügen und auf neue Chancen hoffen. So wie in der Hinrunde: Gjasula kam auf 14 Einsätze, Ritter spielte elfmal.

»Konzentrierter und schneller hinten rausspielen«

Mit der Vorbereitung war Baumgart insgesamt zufrieden, auch wenn die mit einer 1:2-Niederlage gegen den SV Darmstadt 98 endete. Gute Bedingungen, nur wenige verletzungsbedingte Ausfälle und vier ansprechende Testspiele mit zehn geschossenen Toren – dafür gab es von Baumgart durchweg gute Noten.

Nicht immer gefiel ihm, wie seine Elf verteidigt und damit versucht, Gegentore zu verhindern: »Wir müssen noch konzentrierter und schneller hinten rausspielen.« Da nimmt er ausdrücklich auch seine Offensive in die Pflicht und das erklärt dann vielleicht auch, warum sich Baumgart gerade bei dieser Rollenverteilung Zeit nimmt.

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