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Di., 05.02.2019

Nach 0:1 gewinnt der SCP 3:1 in Duisburg und steht im Viertelfinale Paderborn dreht Pokal-Partie

Jubel nach dem Tor von Tekpetey.

Jubel nach dem Tor von Tekpetey. Foto: Jan Hübner

Von Peter Klute

Duisburg (WB). Was für ein Erfolg: Der SC Paderborn steht zum zweiten Mal in Folge im Viertelfinale des DFB-Pokals. Der SCP siegte beim MSV Duisburg nach 0:1 noch mit 3:1.

Steffen Baumgart veränderte seine Startelf gegenüber dem grandiosen 6:0-Sieg in der Meisterschaft am Samstag gegen Greuther Fürth auf drei Positionen. Neben dem im Pokal obligatorischen Tausch im Tor von Leopold Zingerle zu Michael Ratajczak bekam davor Uwe Hünemeier den Vorzug vor Christian Strohdiek und nahm dessen Rolle gleich doppelt ein: in der Innenverteidigung und als Kapitän.

Ein Grund für Hünemeiers Nominierung dürfte gewesen sein, dass er im laufenden Wettbewerb bereits dreimal (zwei Tore gegen Ingolstadt, eins in Leipzig) getroffen hat. Im Angriff entschied sich Baumgart für Babacar Gueye statt Ben Zolinski. Beim MSV rückte der Bielefelder Pokalschreck John Verhoek in die Startelf.

Im Vorfeld hatte der Paderborner Trainer offensiven Fußball seiner Mannschaft versprochen und erklärt: »Wenn ich meinen Spieler sagen würde, sie sollen abwarten, würden sie mich sicher komisch angucken.«

MSV startete selbstbewusst

Doch nicht nur die Gäste, auch der MSV startete nach dem 3:2 gegen Darmstadt selbstbewusst und aktiv. Doch zunächst war es Hünemeier, der die erste Gelegenheit des Abends hatte. Nach nur drei Minuten nahm der England-Rückkehrer eine Hereingabe von Mohamed Dräger direkt, zielte aber ein ganzes Stück links neben das Gehäuse von Felix Wiedwald. Wesentlich brenzliger wurde es zwei Minuten später auf der Gegenseite, als Ahmet Engin nach einem Paderborner Patzer frei vor Ratajczak auftauchte und das Ziel nur hauchdünn verfehlte.

Die größte Chance einer unterhaltsamen Anfangsphase vergab dann Gueye, der nach schöner Vorarbeit von Dräger aus kurzer Distanz am langen Eck vorbeischoss (elfte Minute). Im Gegenzug traf Cauly Oliveira Souza die Latte.

Es war sofort Feuer drin und ganz schön was los an der Wedau. Ein echter Pokalfight von Beginn an. Die Fülle an gefährlichen Situationen lag auch daran, dass es reichlich Fehler gab. Und das sollte sich nicht ändern. In der 23. Minute klatschte der Ball nach einem Kopfball von Verhoek zum zweiten Mal an den Querbalken des Paderborner Tores. Der Vorletzte begegnete dem Siebten der 2. Liga mehr als nur auf Augenhöhe und hätte die Führung inzwischen verdient gehabt, auch wenn Sven Michel und Bernard Tekpetey wenig später das 0:1 auf dem Kopf und Fuß hatten. Das 0:0 zur Pause überraschte und es stellte sich die Frage, ob das Tempo hoch bleibt.

Sehenswerter Ausgleich von Tekpetey

Es blieb, und jetzt fielen auch Tore. Der zweite Durchgang begann mit einem Schock für Paderborn. Souza, der schon beim 2:0-Sieg in der Hinrunde gegen den SCP getroffen hatte, zog aus der Drehung ab und dem Ex-Duisburger Ratajczak rutschte der Ball durch die Hände zum 1:0 über die Linie (47). Ein in der Entstehung glücklicher, aber aufgrund des Spielverlaufes korrekter Zwischenstand. Doch die Antwort folgte prompt. Tekpetey glich nur fünf Minuten später sehenswert aus.

Nach einer Stunde hatte Kai Pröger die Partie für nun dominante Gäste endgültig gedreht, Gueye und Philipp Klement (Latte) verpassten einen höheren Sieg. Dann machte Ratajczak gegen Souza seinen Fehler gut und hielt den Vorsprung fest. Christopher Antwi-Adjei sorgte eine Viertelstunde vor Schluss nach Pass von Michel für die Entscheidung.

So spielte der SC Paderborn

Paderborn: Michel, Gueye, Tekpetey, Klement, Pröger, Vasiliadis, Collins, Dräger, Hünemeier, Schonlau, Ratajczak

Duisburg: Wiedwald - Wiegel, Bomheuer, Nauber, Seo - Schnellhardt (81. Iljutcenko) - Engin (77. Stoppelkamp), Oliveira Souza, Nielsen (81. Sukuta-Pasu), Wolze - Verhoek

Schiedsrichter: Jablonski (Bremen)

Zuschauer: 12.509

Tore: 1:0 Souza (47.), 1:1 Tekpetey (52.), 1:2 Pröger (61.), 1:3 Antwi-Adjei (76.)

Gelbe Karten: Wiegel, Wolze / Tekpetey, Collins

 

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