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Sa., 09.02.2019

SCP-Verteidiger auf und neben dem Feld von großer Bedeutung – mit Video »Hüne« gibt Halt

Paderborns Innenverteidiger Uwe Hünemeier und Torwart Leopold Zingerle haben in dieser Saison viel Grund zur Freude

Paderborns Innenverteidiger Uwe Hünemeier und Torwart Leopold Zingerle haben in dieser Saison viel Grund zur Freude Foto: dpa

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Als der SC Paderborn 07 Anfang Mai des vergangenen Jahres die Rückkehr von Uwe Hünemeier bekannt gibt, kündigt Manager Markus Krösche das Comeback eines »vorbildlichen Führungsspielers« an. Dieses Lob füllt der 33-Jährige seitdem mit Leben – ob er spielt oder nicht.

Keine Frage, so wie der ehemalige England-Legionär im DFB-Pokal in dieser Saison auf dem Weg ins Viertelfinale noch keine einzige Minute verpasst hat, sähe er sich natürlich auch sehr gerne in jeder Meisterschaftsminute auf dem Platz. Doch auch vor dem Auftritt bei Tabellennachbar VfL Bochum (Samstag, 13 Uhr) kann sich »Hüne« nicht sicher sein, ob er zum neunten Mal in der Startelf steht oder Cheftrainer Steffen Baumgart erneut Christian Strohdiek und Sebastian Schonlau den Vorzug gibt.

»Man ist nie zufrieden, wenn man nicht spielt. Das ist keine Situation, mit der ich mich arrangiere. Ich versuche es unserem Trainer so schwer wie möglich zu machen, aber die anderen beiden Jungs machen es eben auch sehr gut. Der große Konkurrenzkampf und die hohe Leistungsdichte auf jeder Position sind entscheidende Gründe für unseren Erfolg, und diesem gilt es alles andere unterzuordnen«, sagt der gebürtige Rietberger.

Hünemeier will Vorbild sein und vorangehen

Die Herausforderungen, die auf Hünemeier warten, wenn er als Innenverteidiger im Einsatz ist, sind aber bei weitem nicht die einzigen, die er zu meistern gewillt ist. Der Routinier, der nach drei Jahren (36 Einsätze) in Diensten von Brighton Hove & Albion in die Heimat zurückgekehrt ist, begrenzt die Bezeichnung Führungsspieler nicht allein auf die Zeit in den Stadien. Auch auf dem Trainingsplatz oder in Momenten, in denen die Fußballschuhe mal nicht getragen werden, fühlt er sich gefordert.

»Wir haben eine relativ junge Mannschaft. Da sehe ich es schon aufgrund meines Alters, aber auch – ohne überheblich zu sein – aufgrund der Tatsache, dass ich in meiner Karriere schon ein bisschen etwas vorzuweisen habe, als eine meiner wichtigsten Aufgaben an, Vorbild zu sein und voranzugehen«, sagt der 37-malige Erstligaspieler. Und das tut er zur vollsten Zufriedenheit des Managers.

»Wir sind mit Uwe extrem zufrieden«

Für die Wortwahl aus dem Mai 2018 sieht sich Krösche im Februar 2019 auf ganzer Linie bestätigt: »Wir sind mit Uwe extrem zufrieden. Wir können uns auf ihn verlassen, wenn er spielt, wissen aber auch ganz genau um seinen Wert abseits des Spielfeldes. Er ist einer, der die Jungs pusht, ihnen dank der Erfahrung mit Rat und Tat zur Seite steht, aber auch Halt gibt.«

Am Samstag in Bochum möchte Hünemeier wieder der Paderborner Abwehr Halt geben, am Sonntag (18.15 Uhr, ARD) blickt auch er dann gespannt auf die Auslosung des DFB-Pokal-Viertelfinals. Ein Heimspiel wäre ideal, »die Bayern oder Leipzig sollten es noch nicht sein«. Die Vorfreude beim Verteidiger ist besonders groß, ist der Führungsspieler im Pokal doch zweifellos auch eine Stammkraft.

So könnte der SCP spielen

Zingerle - Dräger, Hünemeier, Schonlau, Collins - Vasiliadis - Pröger, Klement, Tekpetey - Zolinski, Michel

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