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Do., 14.02.2019

Drei Punkte gegen Köln, und der SCP meldet sich im Aufstiegsrennen an – mit Video Genießen? Paderborn will mehr

Packende Zweikämpfe wie im Hinspiel zwischen Christopher Antwi-Adjei und Jorge Meré wird es auch Freitagabend geben.

Packende Zweikämpfe wie im Hinspiel zwischen Christopher Antwi-Adjei und Jorge Meré wird es auch Freitagabend geben. Foto: dpa

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Der Profi-Etat ist mehr als dreimal so hoch, das klare Ziel des 1. FC Köln der direkte Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga. Doch auch für den SC Paderborn steht im Zweitligaduell am Freitag in der proppenvollen Benteler-Arena (18.30 Uhr) einiges auf dem Spiel.

»Diese Partie nur zu genießen, kommt für uns nicht in Frage. Dazu sind wir zu ehrgeizig«, sagt Torwart Leopold Zingerle. Ist ja auch klar: Sollten die Paderborner auch dieses Spiel für sich entscheiden, wären sie selbst endgültig angekommen im Aufstiegsrennen zur 1. Liga. Ein Dreier würde den SCP – zumindest über Nacht – vom siebten auf den dritten Rang katapultieren. Aussichten, von denen noch vor ein paar Monaten niemand zu träumen gewagt hätte. Doch Träumen ist erlaubt. Und die SCP-Fans unter den 15.000 Besuchern in der Benteler-Arena wünschen sich nichts sehnlicher als den nächsten großen Coup des Aufsteigers.

Kapitän Christian Strohdiek sieht es so: »Es ist eine große Herausforderung und ein Messen auf einem noch mal höheren Niveau.« Ausverkauftes Stadion – er erwarte ein tolles Spiel. »Wir wollen unsere Fans belohnen und immer gewinnen. Egal, gegen wen.« Dass das so ist, hat der SCP zumindest in seinem »Wohnzimmer« seit einem Jahr eindrucksvoll bewiesen. In den beiden vergangenen Heimspielen gegen Darmstadt und Greuther Fürth gab es jeweils ein halbes Dutzend Tore für den SCP.

Und es ist jetzt fast genau zwölf Monate her, dass die Paderborner ihr letztes punkteloses Heimspiel hatten: am 9. Februar beim 0:1 gegen Erfurt. Damals verlor der Drittliga-Tabellenführer nicht nur überraschend drei Punkte gegen das Schlusslicht, sondern auch Innenverteidiger Sebastian Schonlau und Torwart Zingerle durch Platzverweise. »Wir haben mit drei Siegen in der vergangenen Woche viel Selbstvertrauen getankt und wollen unsere Heimserie unbedingt fortsetzen. Auch gegen Köln, schließlich haben wir schon das Hinspiel gewonnen«, sagt Zingerle, der gegenüber dem jüngsten Auftritt in Bochum wohl eine unveränderte Formation vor sich haben wird.

»Nicht entscheidend, gut auszusehen«

Eine positive Entwicklung gibt es bei Khiry Shelton. Der Winterzugang steht nach seiner schweren Knieverletzung (Innenbandruptur mit Knochenabriss) einen Monat früher als gedacht schon wieder auf dem Trainingsplatz und soll Ende des Monats das volle Programm absolvieren können. Für Köln reicht es natürlich noch nicht, doch wie seine Spieler macht auch der Coach nicht auf Understatement, wenn er sagt: »Wir hätten das Hinspiel auch verlieren können. Aber Fußball ist ein Ergebnissport. Es ist nicht entscheidend, gut auszusehen oder irgendjemandem zu gefallen. Es geht darum, sich so zu präsentieren, dass die Wahrscheinlichkeit steigt, am Ende drei Punkte zu holen. Das ist das Ziel.«

Zuletzt gab es zwei Dreier gegen Greuther Fürth und in Bochum, dazu den 3:1-Erfolg in Duisburg, verbunden mit dem Erreichen des Viertelfinals im DFB-Pokal. Drei Siege am Stück in der Meisterschaft – das gab es in dieser Saison noch nicht. Doch geht es nach den Paderbornern, dann ist die Zeit reif.

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