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Sa., 16.02.2019

Nach dem 3:2 gegen Köln bleibt Paderborns Siegtorschütze gelassen Für Relegation hätte Ritter keine Zeit

Die Mannschaft feiert mit den Fans. Marlon Ritter (zweiter von rechts) erzielte das Siegtor in der Nachspielzeit.

Die Mannschaft feiert mit den Fans. Marlon Ritter (zweiter von rechts) erzielte das Siegtor in der Nachspielzeit. Foto: Jörn Hannemann

Von Elmar Neumann

Paderborn (WB). Als Philipp Klement, der im bisherigen Saisonverlauf überragende Akteur des SC Paderborn 07, in der Halbzeitpause verletzungsbedingt in der Kabine bleiben muss, schwant den Fans in der Benteler-Arena nichts Gutes.

Doch ausgerechnet der für den internen Toptorjäger (11 Tore) eingewechselte Ersatz Marlon Ritter versetzt alle, die es mit dem SCP halten, in der Nachspielzeit noch in Ekstase. Direkt nach seinem entscheidenden Treffer zum 3:2 gegen den 1. FC Köln war der 24-Jährige kaum zu bändigen, mit etwas Abstand fasste er das spektakuläre Geschehen aber gelassen in Worte: »Ich finde, dass wir auch bis zum 0:2 ein gutes Spiel gemacht haben, doch während sich andere Mannschaften dann zurückziehen und nur darauf aus sind, nicht die Hütte voll zu bekommen, haben wir weiter an uns geglaubt und sind dafür wieder belohnt worden.«

Schon die kurzfristige Belohnung hat es in sich. Dank der Punkte 35 bis 37 – ein Punkt mehr als zum gleichen Zeitpunkt der Erstligaaufstiegssaison 2013/14 – verbrachte der Drittligavizemeister die Nacht auf Samstag als Dritter und muss auch in Liga zwei wieder zu den Aufstiegskandidaten gezählt werden, oder nicht? Noch ziert sich Ritter: »Wir genießen jetzt nur den Moment.«

Mit Zufall, da ist sich Ritter aber sicher, hat die Zwischenbilanz jedoch nichts zu tun: »Die Ergebnisse und die Tabelle spiegeln das wider, was wir Tag für Tag im Training und fast Woche für Woche auf dem Spielfeld leisten.« Wenn der SCP so weiter spielt, wird er die oberen Tabellenregionen nicht mehr verlassen, dessen ist sich Ritter bewusst und äußert mit Blick auf die drei interessantesten Plätze im Zweitliga-Ranking dann doch noch einen großen Wunsch: »Ich möchte nur nicht Dritter werden, denn in der Zeit, in der die Relegation gespielt werden soll, habe ich mit meiner Freundin zwei Wochen Urlaub gebucht.«

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