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Sa., 23.02.2019

Vor dem direkten Duell: Magdeburg und Paderborn haben einen Lauf – mit Video Die Mannschaften der Stunde

Im Hinspiel trennten sich der SCP und Magdeburg 4:4. Sebastian Vasiliadis traf zum zwischenzeitlichen 3:1.

Im Hinspiel trennten sich der SCP und Magdeburg 4:4. Sebastian Vasiliadis traf zum zwischenzeitlichen 3:1. Foto: Oliver Schwabe

Von Peter Klute

Paderborn (WB). 1. FC Magdeburg gegen SC Paderborn, der Viertletzte empfängt den Fünften. Auf den ersten Blick liest sich diese Zweitliga-Begegnung nicht besonders spektakulär. Doch das Duell der Aufsteiger hat es in sich, denn am Sonntag um 13.30 Uhr treffen in der Hauptstadt Sachsen-Anhalts die Mannschaften der Stunde aufeinander.

Gastgeber 1. FCM hat 2019 mit zehn Punkten aus vier Spielen die beste Bilanz und ist gemeinsam mit dem 1. FC Heidenheim das einzige Team, das in diesem Jahr noch nicht verloren hat. Was die Rückrunde betrifft, ist der SCP mit zwölf Zählern das Maß aller Dinge. Magdeburg gewann drei der vier vergangenen Partien, Paderborn holte drei Dreier in Serie.

Es könnte ein Spektakel geben, vor allem, wenn man bedenkt, was im Hinspiel am 23. September in der Benteler-Arena los war. Beim 4:4 verspielten die Paderborner dreimal eine Zwei-Tore-Führung und die Gäste kamen in der Nachspielzeit durch einen von Philip Türpitz verwandelten Foulelfmeter (Uwe Hünemeier an Christian Beck) noch zu einem nicht mehr für möglich gehaltenen Punktgewinn. SCP-Manager Markus Krösche ging wutschnaubend in die Kabine, mit ein paar Monaten Abstand sagt er: »Das war ein sehr intensives Spiel – und genau das erwarte ich auch am Sonntag. Mit dem neuen Trainer (Michael Oenning, Anmerkung der Redaktion) hat Magdeburg die Kurve bekommen.« Marlon Ritter merkt an: »Seit dem Trainerwechsel spielt Magdeburg mehr Fußball.«

Nicht nur aufgrund der jüngsten Ergebnisse ist es für SCP-Trainer Steffen Baumgart das Duell »zweier Mannschaften, die aktuell zu den besten der Liga gehören«. Für den 47-Jährigen ist es aber nicht nur deshalb kein normales Spiel: »In Magdeburg anzutreten, wird für mich immer etwas Besonderes sein. Dort habe ich meine Trainerkarriere begonnen und auch wenn das Ende nicht erfolgreich war, habe ich dem Verein einiges zu verdanken.«

Keiner weiß besser als Baumgart, was ihn, seine Mannschaft und die angekündigten 300 Paderborner Fans in der MDCC-Arena erwartet. »Der 1. FC Magdeburg ist mehr als ein normaler Zweitligist. Da kommt eine ganze Menge Power und Wucht auf uns zu. Wir müssen dagegenhalten und unsere Stärken einbringen«, sagt Paderborns Coach, der bei den Kontrahenten zwei unterschiedliche Spielweisen ausgemacht hat: »Während wir versuchen, hinten rauszukombinieren, wählt der Gegner oft den langen Ball auf Zielspieler Christian Beck.«

Die Bilanz der Paderborner gegen Magdeburg ist übrigens negativ. In der 3. Liga gab es dort eine 0:1- und eine 0:3-Niederlage, zu Hause schaffte der SCP zweimal ein 1:1. In der Meisterschaft ist der SCP gegen den 1. FCM also noch sieglos, dem gegenüber steht ein Erfolg nach Elfmeterschießen im DFB-Pokal im Jahr 2006. Es wird Zeit, dass es an der Elbe auch mal Punkte gibt. Geht es nach Baumgart, »am liebsten drei«. Dann wäre der SCP endgültig im Aufstiegsrennen angekommen.

Schwede erstmals dieses Jahr im SCP-Kader

Marlon Ritter anstelle des verletzten Philipp Klement, Uwe Hünemeier statt des gesperrten Kapitäns Christian Strohdiek: Auf diese (unfreiwilligen) Veränderungen in der Startelf hat sich SCP-Trainer Steffen Baumgart früh festgelegt. Auch einer der zwei frei gewordenen Kaderplätze ist bereits vor dem Abschlusstraining am Samstag vergeben. »Tobias Schwede ist auf jeden Fall mit dabei«, verriet Baumgart am Freitag.

Den 24-Jährigen wird es doppelt freuen. Zum einen ist es seine erste Berufung ins 18er Aufgebot in diesem Jahr, zum anderen spielte er bis zum Sommer noch für Magdeburg. »Tobi ist immer drangeblieben«, lobte Baumgart. Einer der Gründe, Schwede mitzunehmen, dürfte sein, dass dieser im Hinspiel sein bisher einziges Saisontor erzielt hat.

So könnte der SCP spielen

Zingerle - Dräger, Schonlau, Hünemeier, Collins - Vasiliadis - Tekpetey, Ritter, Antwi-Adjei - Zolinski (Gueye), Michel

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