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Mo., 25.02.2019

Unterschiedliche Gefühlslagen beim SCP nach dem 1:1 in Magdeburg Was ist dieser Punkt wert?

Einer von unzähligen Zweikämpfen: Magdeburgs Marius Bülter im Duell mit dem Paderborner Bernard Tekpetey (rechts).

Einer von unzähligen Zweikämpfen: Magdeburgs Marius Bülter im Duell mit dem Paderborner Bernard Tekpetey (rechts). Foto: Huebner

Von Peter Klute

Magdeburg (WB). Ein Punkt, aber unterschiedliche Gefühlslagen. Nach dem 1:1 (1:0)-Unentschieden zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem SC Paderborn stellte sich in beiden Lagern die Frage: War das nun ein gewonnener Zähler oder waren es zwei verlorene?

»Wir haben hier auf jeden Fall zwei Punkte verloren und keinen gewonnen«, legte sich Mohamed Dräger auf dem Weg in die Kabine vehement fest. Andere waren keineswegs so verärgert, auch wenn der SCP von Platz fünf auf sieben abrutschte. »Alles gut, ich bin mit dem Punkt zufrieden«, sagte Manager Markus Krösche und Trainer Steffen Baumgarts Fazit ging in eine ähnliche Richtung: »Wir haben nach vorne nicht so sauber gespielt, aber die Jungs sind immer drangeblieben und haben sich deshalb ein Riesenkompliment verdient. Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung und freue mich, dass wir etwas mitgenommen haben.« Ausgleichsschütze Uwe Hünemeier zählte dagegen zur zwiegespaltenen Fraktion: »Wir nehmen den Punkt gerne mit, aber wenn jemand den Sieg verdient gehabt hätte, dann wir.«

Kaum Lücken aus dem Spiel heraus

Und das vorwiegend aufgrund der zweiten Halbzeit. Paderborn gehörten zwar die ersten zehn Minuten, doch die Gastgeber gingen mit ihrer ersten Offensivaktion in Führung. Rico Preißinger ließ Leopold Zingerle von der Strafraumgrenze keine Chance und es hieß 1:0 (13.). »Das kam aus dem Nichts«, haderte Baumgart. Und der Rückstand hinterließ Spuren bei seiner Mannschaft. Magdeburg, das in 2019 ungeschlagen bleibt, strotzte jetzt vor Selbstbewusstsein, Paderborn war sichtlich beeindruckt und musste sich erst einmal schütteln. Die beste Gelegenheit für den SCP vereitelte Keeper Giorgi Loria, als er kurz vor der Pause eine direkte Ecke von Marlon Ritter aus dem kurzen Eck boxte. Aus dem Spiel heraus fanden Baumgarts Schützlinge gegen einen kompakten und zweikampfstarken Gegner kaum Lücken oder suchten zu spät den Weg zum Tor.

Im zweiten Durchgang waren gerade einmal zwei Minuten gespielt, da stand es beinahe 2:0. Ecke Philip Türpitz, Kopfball Tobias Müller ans Außennetz. Sekunden später zog Türpitz am rechten Eck vorbei. Es war offensichtlich: Magdeburg drängte auf die Entscheidung. Doch dann wurde der SCP, der zuletzt dreimal in Folge gewonnen hatte, stärker. In der 67. Minute hatte Ben Zolinski den Ausgleich auf dem Fuß, doch er spitzelte den Ball über das Tor, nachdem Loria einen Versuch von Sven Michel nicht hatte festhalten können.

FCM dem Sieg am Ende näher

Drei Minuten später war es dann aber soweit. Sebastian Vasiliadis hob den Ball über die Magdeburger Abwehr, der aufgerückte Abwehrchef Uwe Hünemeier verwandelte mit einer Direktabnahme ins kurze Eck. »Wir haben es über weite Strecken geschafft, aber du kannst so eine Mannschaft wie Paderborn nicht komplett von deinem Tor weghalten», kommentierte Magdeburgs Trainer Michael Oenning das 1:1.

Nach dem Ausgleich wollten beide den Dreier, die Partie stand auf der Kippe. Am Ende war der 1. FCM dem Sieg näher, weil der eingewechselte Marcel Costly die größte Chance zum 2:1 hatte, als er frei vor Zingerle scheiterte (86.). »Da war mehr möglich, aber am Ende geht das Unentschieden absolut in Ordnung«, bilanzierte Oenning. Zumindest Mohamed Dräger sah das nicht so.

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