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Di., 26.02.2019

Die ersten Sieben der 2. Liga trennen sechs Punkte – SCP ist dabei Oben wird’s eng

Gegen den 1. FC Köln gewannen Sven Michel und der SCP zweimal, Spiele gegen alle anderen Konkurrenten stehen noch aus.

Gegen den 1. FC Köln gewannen Sven Michel und der SCP zweimal, Spiele gegen alle anderen Konkurrenten stehen noch aus. Foto: Jörn Hannemann

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Es war ein turbulentes Wochenende im oberen Drittel der 2. Fußball-Bundesliga. Am Freitag holen Heidenheim und Union Berlin nur einen Zähler, am Samstag punkten Köln, St. Pauli und Kiel dreifach, am Sonntag spielt der SC Paderborn unentschieden und als Einziger von oben verliert ausgerechnet Tabellenführer Hamburger SV.

Auf dieses Alleinstellungsmerkmal hätte der HSV gerne verzichtet, am Mittwoch droht bei einem Kölner Sieg im Nachholspiel in Aue sogar der Verlust der Tabellenführung. Das Fazit der vergangenen Tage: Die Spitze rückt immer dichter zusammen. Für die beiden Mitabsteiger aus dem vergangenen Sommer und Führenden ist die sofortige Rückkehr in die 1. Liga ein Muss, für alle anderen wäre der Sprung ins Oberhaus die Erfüllung eines Traumes. Elf Spieltage vor Schluss geht es im Aufstiegskampf in die entscheidende Phase, Paderborn ist als Tabellensiebter mit drei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz in Reichweite.

Bis auf den 1. FC Köln, den er zweimal besiegt hat, spielt der SCP noch gegen alle vor ihm platzierten Teams und hat es in eigener Hand. Für Manager Markus Krösche stehen die Platzierung und der Aufstieg aber nicht an erster Stelle: »Entscheidend ist die Art und Weise, wie wir spielen und wenn wir so weitermachen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass wir noch viele Spiele gewinnen. Einen Aufstieg haben wir schon mal erlebt und das wäre für den ganzen Verein eine Riesensache. Aber es macht jetzt keinen Sinn, unsere Ziele zu korrigieren.«

Zuhause vier mal in Folge ungeschlagen

Das Mitmischen im Aufstiegskampf ist zum einen überraschend. Schließlich ist es ein Aufsteiger, der vor zwei Jahren fast in der Regionalliga versunken wäre. Zum anderen ist es nicht verwunderlich, weil die Mannschaft die zweitmeisten Tore geschossen hat und mit den besten Fußball spielt. Dennoch bleiben sie in Paderborn auf dem Boden. Wer das jüngste 1:1 in Magdeburg als Misserfolg werten möchte, dem entgegnete Remis-Retter Uwe Hünemeier: »Wir müssen demütig sein und können nicht davon ausgehen, jedes Spiel zu gewinnen.«

Zu Hause war das zuletzt so, viermal in Folge verließ der seit mehr als einem Jahr vor eigenem Publikum unbesiegte SCP die Benteler-Arena als Gewinner. Sollte das am Samstag gegen den direkten Konkurrenten FC St. Pauli (es gibt nur noch 1200 Stehplatzkarten im Fanshop) so sein, wären die Ostwestfalen in der Bewerberschlange um einen Erstligaplatz nicht mehr hinten dran und mehr als ein Außenseiter. Für Magdeburgs Trainer Michael Oenning ist der SCP das schon jetzt: »Dass wir nicht gewonnen haben, ist einer starken Paderborner Mannschaft geschuldet. Sie hat es verdient, lange oben mitzuspielen und die Chance zu ergreifen.«

»Wir haben einige Abschlüsse verpasst«

Auch am Sonntag war zu sehen, dass die junge Paderborner Mannschaft aber noch lange nicht am Ende ist. »Wir haben einige Abschlüsse verpasst«, bemängelte Trainer Steffen Baumgart. Kapitän Hünemeier kritisierte: »In der ersten Hälfte waren wir ein bisschen fahrig, nicht zielstrebig und haben vor dem Tor die falschen Entscheidungen getroffen. Trotzdem war der Punkt mehr als verdient und das Spiel ein weiterer Schritt in unserer Entwicklung.« Die kann noch weiter nach oben führen in dieser engen 2. Liga.

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