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Fr., 01.03.2019

Vorbereitung vor dem Verfolgerduell wird zur geheimen Mission St. Pauli wittert SCP-Spion

Trainer Markus Kauczinski und der FC St. Pauli fühlten sich von einem vermeintlichen SCP-Kiebitz beobachtet.

Trainer Markus Kauczinski und der FC St. Pauli fühlten sich von einem vermeintlichen SCP-Kiebitz beobachtet. Foto: imago

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Es geht um viel im Verfolgerduell der 2. Liga zwischen dem SC Paderborn und dem FC St. Pauli. Der Gewinner ist ganz dick drin im Aufstiegsrennen, da soll im Vorfeld nicht zu viel verraten werden. Schon vor den 90 Minuten am Samstag in der Benteler-Arena (Anstoß 13 Uhr) gibt es diesbezüglich Brisanz.

Das Hamburger Abendblatt berichtete am Donnerstag, dass ein Spion des SC Paderborn am Dienstag eine Übungseinheit der Paulianer auf dem Trainingsgelände an der Kollaustraße beobachtet und sich fleißig Notizen gemacht habe. Die Hamburger machten daraufhin die Schotten dicht, das für Mittwoch angesetzte öffentliche Training wurde ohne große Begründung unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt. Die Fans standen vor verschlossenen Türen, insgesamt führte und führt St. Pauli in dieser Woche drei geheime Einheiten durch.

Akribische Vorbereitung

»Das ist doch lächerlich«, kommentierte Paderborns Manager Markus Krösche die Nachricht und schickte hörbar amüsiert einen schönen Gruß an die Reeperbahn: »Wir können nichts dafür, wenn die hinter jedem Busch einen Indianer sehen. Aber sie müssen sich keine Sorgen machen und können die Schotten wieder hochziehen. Wir waren nicht da und wir kommen auch nicht.«

Der SC Paderborn ist akribisch, was die Beobachtungen möglicher Neuzugänge oder Gegner betrifft. Allerdings gelte das laut Krösche nur für Tests oder Punktspiele. »Zu einem Training schicken wir grundsätzlich niemanden. Du weißt doch gar nicht, was dich da erwartet. Das ist Schwachsinn. Außerdem ist dieses Geschäft mittlerweile so gläsern, dass du über unzählige Kanäle mit einer Flut an Daten überschüttet wirst und dich so umfangreich über Spieler informieren kannst. Keiner ist für uns ein Unbekannter, wir wissen über jeden alles.«

Strohdiek ersetzt Schonlau

Zum Beispiel über den alten und neuen Publikumsliebling auf dem Kiez, Alex Meier. »St. Pauli wird bis zum Ende oben bleiben. Sie sind nicht dafür bekannt, ein Feuerwerk abzubrennen, aber sie machen aus wenig viel und das gilt insbesondere für Alex Meier. Er hat eine enorme Ruhe am Ball, da müssen wir aufpassen«, sagt Paderborns Trainer Steffen Baumgart. So wie die individuelle Klasse der Hamburger kein Geheimnis für die Paderborner ist, wissen die Hanseaten um die Stärke der Ostwestfalen.

Der SCP ist die beste Rückrundenmannschaft, hat die zweitmeisten Tore geschossen, mehr als ein Jahr zuhause nicht verloren und die letzten vier Heimspiele gewonnen. »Wir wollen auch am Samstag gewinnen, aber dafür müssen wir mehr Torchancen herausspielen als zuletzt in Magdeburg«, sagt Baumgart.

Für den gelb-gesperrten Sebastian Schonlau kehrt Kapitän Christian Strohdiek ins Team zurück, den weiter verletzten Philipp Klement ersetzt wie schon beim 1:1 am Sonntag Marlon Ritter. Die leicht angeschlagenen Ben Zolinski (Knöchel) und Sebastian Vasiliadis (Oberschenkel) sind einsatzfähig. Doch damit genug Informationen für den Gegner, auch der SCP trainierte gestern und übt auch heute nicht-öffentlich.

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