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Sa., 02.03.2019

Paderborns Manager traut Sebastian Vasiliadis noch einiges zu – mit Video Ein Mann für die Bundesliga

Strahlemann: Sebastian Vasiliadis, der sich hier gemeinsam mit Bernard Tekpetey freut, hat in Paderborn den Durchbruch geschafft.

Strahlemann: Sebastian Vasiliadis, der sich hier gemeinsam mit Bernard Tekpetey freut, hat in Paderborn den Durchbruch geschafft. Foto: dpa

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Fragt man nach den herausragenden Spielern beim SC Paderborn in dieser Zweitliga-Saison, fallen schnell die Namen Bernard Tekpetey und Philipp Klement. Geht es darum, wer für die positivste Überraschung innerhalb des Kaders steht, kommt man an einem nicht vorbei: Sebastian Vasiliadis.

Der Rotschopf ist schnell zur Stammkraft aufgestiegen und wird auch im brisanten Verfolgerduell gegen den FC St. Pauli (Sa., 13 Uhr, Benteler-Arena) in der Startelf stehen. »Das wird ein Kampfspiel. Es wird der gewinnen, der sein Spiel am besten durchbringt«, lautet seine Prognose.

Jung (21 Jahre alt), ablösefrei, spielerisch stark und mit viel Potenzial: Vasiliadis passte genau in das Anforderungsprofil von Paderborns Manager Markus Krösche. Dass der Drittligakicker vom VfR Aalen über keinerlei Zweitliga-Erfahrung verfügte, störte Krösche bei der Verpflichtung im vergangenen Sommer wenig. Dass Vasiliadis aus dieser für Furore sorgenden Paderborner Mannschaft mittlerweile nicht mehr wegzudenken ist, überrascht Krösche nur in Sachen Geschwindigkeit: »Sebastian hat herausragende Fähigkeiten und trotz seines jungen Alters ein sehr gutes Gespür für die Situation. Das wussten wir schon, als wir ihn geholt haben, er war nicht umsonst das Top-Talent der 3. Liga. Aber dass er das so schnell umsetzt, damit war nicht unbedingt zu rechnen.«

Er vergisst er nicht das Schicksal seines Ex-Klubs

Schon in den ersten Wochen deutete der Sohn eines Griechen seine Fähigkeiten in Testspielen und beim Training an, doch stand »Vasi« am ersten Spieltag in Darmstadt nicht im Kader. »Ich wusste, dass die Konkurrenz auf meiner Position groß ist. Natürlich war ich enttäuscht, aber große negative Gedanken habe ich mir nicht gemacht«, blickt er zurück.

Dabei, so erinnert er sich, »haben sie in Aalen gesagt, die 2. Liga käme zu früh für mich«. Bei seiner aktuellen Erfolgsgeschichte vergisst er nicht das Schicksal seines Ex-Klubs, der als Tabellenletzter der 3. Liga vorm Abstieg in die Regionalliga steht: »Ich habe fünf Jahre da gespielt und leide mit.«

Er selbst ist im Genießermodus, denn seine zunächst unbefriedigende Situation änderte sich schon am zweiten Spieltag daheim gegen Jahn Regensburg, als ihn Trainer Steffen Baumgart erstmals ins 18er-Aufgebot berief. Und auch die Punktspielpremiere des Schwaben für die Ostwestfalen ließ nicht mehr lange auf sich warten. Am fünften Spieltag, beim unvergessenen 5:3-Sieg in Köln, kam sein großer Moment. In der 88. Minute für Christopher Antwi-Adjei eingewechselt, bereitete Vasiliadis Sekunden später mit seiner ersten Aktion das 4:3 von Bernard Tekpetey vor.

»Von Paderborner Spielweise total überzeugt«

»Ich bin gekommen, weil ich von der Paderborner Spielweise total überzeugt war. Doch es gehört auch immer ein bisschen Glück dazu. Nach dem ersten Spiel ist Robin Krauße nach Ingolstadt gegangen, dann ist mir in Köln gleich etwas Besonderes gelungen«, sagt er.

Danach ging es Schlag auf Schlag. Eine Woche später gegen Magdeburg folgte sein erstes Tor, vier Spieltage später gegen Union Berlin ersetzte er den gelb-gesperrten Klaus Gjasula im defensiven Mittelfeld und gab sein Debüt in der Anfangsformation. Seitdem ist er gesetzt und da ist es kein Wunder, dass der SCP seinen Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr bis 2021 verlängerte. Krösche weiß schon jetzt: »Sebastian wird irgendwann in der 1. Bundesliga spielen.« Geht es nach Vasiliadis, ist dafür »noch etwas Zeit, aber dann am liebsten mit dem SC Paderborn«. Gegen den FC St. Pauli können er und der SCP diesem Wunsch wieder ein großes Stück näher kommen.

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