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Fr., 08.03.2019

Paderborn will in Aue die 40-Punkte-Marke knacken – mit Video »Soll ich vom Aufstieg reden?«

Erfolgreiches Duo: Paderborns Trainer Steffen Baumgart und sein Kapitän Christian Strohdiek.

Erfolgreiches Duo: Paderborns Trainer Steffen Baumgart und sein Kapitän Christian Strohdiek. Foto: Jörn Hannemann

Von Matthias Reichstein

Paderborn (WB). Wer 40 Punkte gesammelt hat, steigt nicht ab. Diese einfache Fußball-Formel passt in der 1. und 2. Liga (fast) immer, der SC Paderborn will diese Marke am Samstag (13 Uhr) in Aue knacken. Neue Ziele wird sich der Zweitliga-Rückkehrer deshalb aber trotzdem nicht setzen.

Auf entsprechende Fragen reagierte Paderborns Trainer Steffen Baumgart gestern auch verständnislos. »Soll ich dann von Aufstieg reden?«, reagierte der 47-Jährige mit einer Gegenfrage und beantwortete die dann auch gleich noch selbst so: »Wir wollen uns in der Tabelle nicht verschlechtern und ich will jedes Spiel gewinnen. Dass wir jetzt noch weitere 30 Punkte holen, ist aber unwahrscheinlich. Auch das ist mir klar.«

Seit seinem Amtsantritt im April 2017 lebt der Fußballlehrer seine Philosophie vor. Der Mann steht immer auf dem Gaspedal, fordert das auch von seinem Team und in der Praxis sieht das dann meistens so aus: Baumgart spielt nicht nur auf Sieg, er treibt sein Team auch noch nach vorne, wenn es schon klar mit 3:0 oder 4:0 führt. Einen Vorsprung zu verwalten, ist ihm zuwider.

Gjasula und Schonlau kehren zurück

Daran hat sich auch nach dem Aufstieg in die 2. Liga nichts geändert. Nur bei einem knappen Vorsprung wechselt der Ex-Profi schon mal einen zusätzlichen Abwehrspieler ein. 54 geschossene Tore und 38 Punkte nach 24 Spieltagen geben ihm recht, deshalb kann Baumgart zu diesem Zeitpunkt der Saison mit Aussagen, die für Schlagzeilen taugen würden, auch nichts anfangen: »Es würde für uns die Aufgabe in Aue mit Sicherheit nicht einfacher machen, wenn ich jetzt sage, dass der SC Paderborn aufsteigen will. Deshalb wäre dieses Gerede kompletter Blödsinn. Sicher ist nur eines: Wenn wir viel gewinnen, spielen wir in der 2. Liga eine Rolle. Andernfalls nicht.«

Hier positionierte sich Baumgart sehr deutlich, bei der Besetzung seines Kaders hielt er sich etwas zurück: Die zuletzt gelb-gesperrten Klaus Gjasula und Sebastian Schonlau kehren zurück und werden die Reise nach Sachsen antreten. Für die beiden müssen Khiry Shelton und Philmon Tawiah zuhause bleiben.

Das ist sicher, heute muss sich Baumgart festlegen, ob auch Spielmacher Philipp Klement (Adduktoren) mitfährt: »Philipp will unbedingt wieder spielen und es sieht sehr gut aus. Aber vielleicht gönnen wir ihm noch ein paar Tage Pause.« Doch egal wie er sich entscheidet, Marlon Ritter bleibt auf der zentralen Position erste Wahl und wird erneut anspielen. Völlig offen ist dagegen die Besetzung des Abwehrzentrums: Christian Strohdiek, Sebastian Schonlau und Uwe Hünemeier sind einsatzbereit. Hier hält sich der Coach bis zum Spieltag alle Optionen offen.

Rein statistisch spricht übrigens viel für den elften Saisonsieg: Der SCP hat seit sieben Spielen (sechs Erfolge) nicht mehr gegen Aue verloren – gegen keinen anderen Konkurrenten aus der 2. Liga ist die Bilanz besser.

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