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Mi., 20.03.2019

Nach Baumgart und Spielmacher Klement steht jetzt auch Krösche auf dem Zettel anderer Vereine 1. FC Nürnberg wirbt um SCP-Manager

SCP-Manager Krösche ist begehrt.

SCP-Manager Krösche ist begehrt. Foto: Besim Mazhiqi

Von Peter Klute

Paderborn (WB). Manager Markus Krösche, Trainer Steffen Baumgart , Top-Torschütze Philipp Klement : Dass der sportliche Erfolg des Zweitligisten SC Paderborn Begehrlichkeiten und das Interesse anderer Vereine weckt, ist nicht neu. Aktuell geht es um Krösche.

Laut Informationen der »Bild« ist der 38-Jährige Favorit auf den Posten des Sportvorstandes beim Bundesliga-Schlusslicht 1. FC Nürnberg. Bei der Nachfolge des im Februar entlassenen Andreas Bornemann soll der »Club« drei Kandidaten ins Visier genommen haben: den Ex-Nürnberger-Profi Per Nilsson, den Technischen Direktor des FC Augsburg Stephan Schwarz und eben Krösche.

Schon vor drei Wochen war das Thema nach einem Bericht der »Sport-Bild« aufgekommen. Damals hatte sich Krösche auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTES bedeckt gehalten und gesagt: »Ich werde mich dazu nicht äußern.« Inzwischen hat sich das Werben der Franken wohl verstärkt.

»Ich kann da gar nicht so viel zu sagen, weil ich keine Informationen darüber habe«

Der gebürtige Hannoveraner und Paderborner Zweitliga-Rekordspieler soll in der vergangenen Woche bereits zu Gesprächen in Nürnberg gewesen sein und einen sehr guten Eindruck hinterlassen haben. SCP-Präsident Elmar Volkmann reagierte am Mittwochmorgen äußerst gelassen auf diese Nachricht: »Ich kann da gar nicht so viel zu sagen, weil ich keine Informationen darüber habe. Fakt ist, dass weder Markus Krösche mit mir gesprochen hat, noch gibt es eine Anfrage von einem anderen Verein.«

Der 72-Jährige betonte in diesem Zusammenhang, »dass es legitim ist, wenn Markus sich so etwas anhört. Bevor es nicht konkret ist, muss er uns auch nicht informieren.« Allerdings stellte der Nachfolger (seit Juni 2018) des inzwischen verstorbenen Wilfried Finke auch fest: »Ich weiß, dass Markus sich hier sehr wohlfühlt und bin mir nicht sicher, ob ein Verein wie der 1. FC Nürnberg für ihn überhaupt in Frage kommt. Ich denke, es müsste schon etwas Besonderes sein, dass er uns verlassen möchte. Wenn da etwas dran ist, würde ich davon ausgehen, dass Markus auf uns zugekommen wäre.«

»Damals war es anders, da wussten wir alles«

So wie im Mai vergangenen Jahres, als Krösche vom Hamburger SV umworben worden war. »Damals war es anders, da wussten wir alles«, erinnert sich Volkmann. Der HSV war angeblich bereit, eine Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro für Krösche (Vertrag bis 2022) zu bezahlen.

Der SCP soll das Doppelte gefordert haben, woraufhin die Norddeutschen Ralf Becker vom KSV Holstein Kiel verpflichteten Volkmann weiß, dass aufgrund der Erfolge in den vergangenen beiden Jahren immer wieder Paderborner Protagonisten auf dem Markt gehandelt werden: »Das ist uns klar und wenn alles passt, werden wir auch niemandem Steine in den Weg legen. Aber was soll ich mich damit beschäftigen, wenn kein Angebot auf dem Tisch liegt. Dann rennt morgen die nächste Sau durchs Dorf. Das bringt doch nichts und kann nicht funktionieren.«

Dass andere Vereine sich beim SCP bedienen möchten, wird aber auch in der Zukunft ein Thema bleiben.

Kommentare

Wer Erfolg hat, ist gefragt.

Wenn wir keinen Erfolg hätten, würde sich niemand für unser Personal interessieren.

Können wir das wollen?!

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